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AUS DEM MUSEUM

G. FREY TUTZING BEI MÜNCHEN

(Intern. Abk.: Ent. Arb. Mus. Frey)

Band 13

1962

Mit Unterstützung des Vereins zur Förderung der wissenschaftlichen Arbeiten

auf dem Gebiet der Entomologie e.V.

Schriftleiter: Dr. E. Haaf

IM SELBSTVERLAG DES MUSEUMS FREY

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Ausgabedatum von Heft 1: 1. Februar 1962 Ausgabedatum von Heft 2: 1. Oktober 1962.

Inhalt des 13. Bandes, 1962

Breuning, $.: Zwei neue Lamiiden aus den Beständen des Museums Frey (Col. Ceramb.) . SE Eee Breuning, S.: Zwei neue Lamiiden-Arten aus Somaliland (Col. Ceramb.)

Breuning, S.: Bestimmungstabelle der Lamiiden-Triben nebst Revision der Pteropliini der asiatischen Region (Col. Ceramb.) I. Teil .

Demarz, H.: North Queensland- Sammelreise 1961-62 .

Ermisch, K.: I. Beitrag zur Kenntnis der Mordelliden.. Australiens (Col Heterom. Mordell.) .

Fagel, G.: Contribution ä la connaissance ee en LXXIV - Paederidus nouveaux d’Afrique occidentale .

Frey, G.: Revision der Gattung Ceraspis Serv., nebst Beschreibung einer dazugehörigen neuen Gattung (Col. Melolonth.) .

Frey, G.: Neue Sericinen aus meinem Museum, nebst Bestimmungs- tabelle der Gattung Lasioserica (Col. Lamell.) .

Frey, G.: Neue Melolonthiden aus Asien und Ostafrika (Col.) .

Frey, G.: Neue Onthophagus-Arten (Col. Scarab.) .

Fuchs, E.: Neue Cerambyciden aus der ehem. Sammlung Dr. Itzinger, 2. Teil (Col.) er

Haaf, E.: Nachtrag zu meinen bisher erschienenen Teil-Revisionen der Gattung Alcidodes (Col. Cure.) .

Haaf, E.: Kurznachrichten aus dem Museum Frey .

Haaf, E.: Personalien RE

Heinze, E. und Pinsdorf, W.: Die Criocerinen Afrikas (Col. Chrysom.) oe vun er

Jedlicka, A.: Neue Carabiden aus den Sammlungen des Museums Frey in Tutzing (Col.) .

Kulzer, H.: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.) .

Lazorko, W.: Zwei neue Cephennium-Arten (Col. Scydmaenidae) mit einer Übersicht der ukrainischen Arten der Tribus Cephenniini

Petrovitz, R.: Neue und verkannte a aus allen Erdteilen (Col. Scarab.), Im. Teil

Schedl, K.E.: Scolytidae und ee aus nn EN nesischen Raum (Col.) .

Scheerpeltz, O.: Staphyliniden aus einem Geiernest in Transvaal (Col.)

Scherer, G.: Bestimmungsschlüssel der neotropischen Alticinen-Genera (Col. Chrysom.) .

Wittmer, W.: Neue Malachiidae aus Australien aus der Sammlung des Museums Frey (Col.) .

497

325

nomologische Arbeiten

AUS DEM MUSEUM

G. FREY TUTZING BEI MÜNCHEN

(Intern. Abk.: Ent. Arb. Mus. Frey)

Band 13, Heft1 ‚g 969

1962

Mit Unterstützung des Vereins zur Förderung der wissenschaftlichen Arbeiten

auf dem Gebiet der Entomologie e.V.

Schriftleiter: Dr. E. Haaf

IM SELBSTVERLAG DES MUSEUMS FREY

Ausgabedatum: 1. Februar 1962

Inhalt

des 1. Heftes, Band 13

Breuning, $.: Zwei neue Lamiiden aus den Beständen des Museums G. Frey (Col. Ceramb.) .

Fagel, G.: Contribution ä la connaissance u Stäphyliidesn LXXIV- Paederidus nouveaux d’Afrique occidentale . A

Frey, G.: Revision der Gattung Ceraspis Serv., nebst Beschreibung einer dazugehörigen neuen Art (Col. Melolonth.) .

Frey, G.: Neue Sericinen aus meinem Museum, nebst Bestimmungstabelle der Gattung Lasioserica (Col. Lamell.)

Haaf, E.: Nachtrag zu meinen bisher erschienen Teil-Revisionen der Gat- tung Alcidodes (Col. Curc.) .

Haaf, E.: Kurznachrichten aus dem Museum Frey . j h Heinze,E. und Pinsdorf, W.: Die Criocerinen Afrikas (Col. RL, y4 Kulzer, H.: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.) . : Petrovitz, R.: Neue und verkannte er aus allen Erdteilen (Col. Scarab.), III. Teil. Schedl,K. E.: Scolytidae und Platypodide aus EN ausralsch polen schen Raum : ATELIER er

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67

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 l

Revision der Gattung Ceraspis Serv., nebst Beschreibung einer dazugehörigen neuen Gattung (Col. Melolonth.) Von G. Frey

(Mit 3 Tafeln und 1 Textabbildung)

Die Gattung Ceraspis wurde von Serville 1825 (Ent. meth. X. 370) be- gründet und von Lacordaire und Burmeister eingehend beschrieben. Sie beschränkt sich auf Mittel- und Südamerika.

Die wesentlichen Eigenschaften, die die Gattung Ceraspis von ihren Nachbargattungen unterscheidet, sind zwei Einschnitte in der Basis des Halsschildes, welche zwei entsprechende Vorsprünge des Schildchens auf- nehmen. Diese Vorsprünge sind verschieden stark ausgeprägt, aber bei allen Arten vorhanden.

Im übrigen hat die Gattung Ceraspis folgende besondere Kennzeichen:

Ciypeus gerundet oder abgestutzt, vorne aufgebogen, beim d höher und länger als beim ?. Bei einigen Arten ist der Clypeus beim ö eckig, beim Q aber fast immer abgerundet.

Die Mundteile sind klein, die Oberlippe ausgebuchtet, über den Rand des Kopfschildes nur wenig vorspringend. Das Ende der Oberkiefer ist ein- wärts gekrümmt, der Unterkiefer mit 6 feinen, spitzen Zähnchen ausgezeich- net. Die Unterlippe ist schmal, am Zungenteil etwas vertieft, kurz 2lappig. Letztes Tarsterglied stark, dick, eiförmig zugespitzt.

Die Fühler sind 9gliedrig, der Fächer ist 3gliedrig mit einer Ausnahme (quadrifoliata Mos.). Beim Ö, wie bei allen Melolonthiden, länger als beim ?. Gestalt des 5 schlanker als des $. Pygidium bei den ö ö länglich oval und stark gewölbt, bei den ?? breiter, meist abgestutzt und fast nicht gewölbt.

Der Halsschild ist bei den meisten Arten stark gewölbt, bei einigen aber auch abgeflacht, die Seiten sind gerundet oder winkelig, nach hinten ver- schmälert.

An der Basis in der Mitte zwei Einschnitte, welche den Vorsprüngen des Schildchens entsprechen.

Beine ziemlich schlank, beim & stets länger als beim $.

Die Schenkel bis auf eine Art (martinezi n. sp.) und Tibien nicht beson- ders verbreitert. Die Tibien mit 1, 2 oder 3 Randzähnen, deren Zahl und Ausbildung aber in gewissen Grenzen variabel ist.

Ent. Arb. Mus. Frey, Bd. 13, H.1 1

2 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

Die Beine langborstig behaart, die Krallen meistens gleich, in einigen wenigen Fällen etwas ungleich.

Sie sind im übrigen wenig von den anderen Gattungen der Macrodacty- lini verschieden.

Die Flügeldecken und der Halsschild mit schmalen oder breiten oder mit beiden Arten von Schuppen bekleidet; bei den ersten beiden Gruppen auch nur mit Borsten ausgezeichnet. Oft sind auch Haare und Schuppen auf dem Halsschild und den Flügeldecken gemischt vorhanden.

Einzelne Arten der Gattung Ceraspis Serv. bzw. Faula Blanch. (syno- nym It. Junk Kat. p. 336) wurden von Serville, Gory, Latreille, Germar, Perty beschrieben. Blanchard brachte dann 1850 (Catalogue de la collection ento- mologique du Museum d’Histore Naturelle de Paris) eine größere Reihe Neubeschreibungen; Burmeister, 1855 (Handb. der Ent. IV 2), die erste Zusammenfassung der Gattung, wobei er die bisher beschriebenen, mit Aus- nahme der Blanchard’schen Arten neu überarbeitete, so daß man diese Be- schreibungen infolge der vorher gänzlich ungenügenden zu Grunde legen kann. Unglücklicherweise hat Burmeister in seinem Vorwort die Arbeit von Blanchard wohl erwähnt, aber da er nichts damit anfangen konnte, es Blan- chard überlassen, seine von ihm aufgestellten Arten evtl. einzuziehen. Dies ist nicht geschehen, so daß sich zwangsläufig einige Synonyme ergaben, die jetzt berichtigt werden. Nach Burmeister erfolgten dann wieder einige Ein- zelbeschreibungen, so von Harold, Sharp, Nonfried, Brenske und Bates. Moser hat ebenfalls eine größere Anzahl Arten beschrieben, leider ohne Hinweis auf die vorhandenen. Nach ihm wurden nur noch von Arrow und Ohaus 2 Arten veröffentlicht. Seit 40 Jahren hat sich niemand mehr mit dieser Gruppe beschäftigt, eine zusammenhängende Arbeit existiert nicht. Dies ist vielleicht verständlich, denn manche Artengruppen, besonders solche mit durchwegs beschuppten Flügeldecken weisen außer der Größe und Schuppenbildung kaum irgendwelche konstante differenzierte Merkmale auf. Es ist daher geboten, auch die Unterschiede in den Geschlechtsorganen heranzuziehen. Die Unterschiede der Klauen decken sich teilweise mit mei- ner Gruppeneinteilung; sie sind aber nur sehr begrenzt für die Unterschei- dung der Arten zu verwenden.

Bei der Sichtung des gesamten Materials ergab sich, daß nur von ganz wenigen Arten und zwar von Burmeister und von Moser Typen vorhanden sind. Für die freundliche Überlassung von Leihmaterial spreche ich hiermit folgenden Museen meinen herzlichen Dank aus:

British Museum (Natural History), London Deutsches Entomologisches Institut, Berlin-Friedrichshagen Institut Royal Sc. Nat. Belg., Bruxelles

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 3

A. Martinez, Buenos Aires

P. S. Pereira, Sao Paulo

F. Plaumann, Nova Teutonia

Senckenberg Museum, Frankfurt am Main Staatl. Museum für Tierkunde, Dresden

U. S. National Museum, Washington Zoologisches Museum, Berlin

Zoolog. Institut der Universität Halle/Saale Zoolog. Staatssammlung, München

Die Typen von Blanchard sind It. Auskunft des Pariser Museums ver- schollen. Ebenso stand mir nur ein ganz kleiner Teil der Burmeister-Typen zur Verfügung. Die anderen sind ebenfalls nicht auffindbar. So wurde ich gezwungen, für die nicht vorhandenen Typen Neotypen zu schaffen und hoffe, daß damit eine gewisse Klärung in die Nomenklatur dieser schwie- rigen Gruppe gebracht wurde. | |

Die von Moser beschriebenen Arten sind im allgemeinen gut determi- niert, aber leider gibt der Autor fast nie Unterschiede zu den bereits vor- handenen Arten an. Immerhin konnte ich in dem Material des Museums der Universität Berlin und des Deutschen Entomologischen Instituts genügend von Moser determinierte Arten finden, so daß eine einwandfreie Determina- tion möglich war.

Die Ceraspis-Arten scheinen alle selten zu sein, denn außer den schon zu Burmeisters Zeiten bekannten Formen, die ich in größeren Serien vor- liegen habe, sind alle übrigen nur in kleinen Serien in den Museumssamm- lungen vertreten. Auch ich selbst habe in meinen außerordentlich großen Südamerika-Ausbeuten, die ich selbst dort sammelte und von anderen guten Samnnlern erhielt, nur selten einen Ceraspis entdeckt. Über die Lebensweise ist so gut wie nichts bekannt. Wahrscheinlich ist die Erscheinungszeit sehr kurz; die Tiere dürften ähnlich wie die Hoplia-Arten leben. Sie kommen auch an das Licht, doch sind sie -— wie schon erwähnt - bei vielen Arten bis jetzt nur in einzelnen Exemplaren gefunden worden.

Bestimmungstabelle der Ceraspis- Gruppen

1 ( 4 ) Flügeldecken, meist auch der Halsschild nur mit Haaren oder haarförmigen Schuppen bedeckt, niemals ganz beschuppt oder mit breiten Schuppen ausgezeichnet. Schildchenvorsprung in der Regel breitwinkelig und nicht sehr stark vorstehend.

2 ( 3 ) Oberseite einfarbig schwarz oder schwarz mit roten Flecken oder

Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

1(2)

11 (10)

Streifen. Beine rot oder schwarz. Hinterklauen einfach (mit Aus- nahme von C. lurida n. sp.).

Gruppe 1

Oberseite bunt, niemals schwarz, Hinterklauen teils einfach, teils gespalten. Gruppe 2

Oberseite mit breiten Schuppen teilweise oder ganz bedeckt. Schuppen ein- oder mehrfarbig. Schildchenvorsprung bei den Arten, die einen kürzeren und gedrungenen Habitus, ähnlich wie eine Hoplia haben, sehr betont und spitzwinkelig. Die kleinere der hinteren Klauen gespalten (Ausnahme pilatei, elongata n.sp.).

Gruppe 3

Bestimmungstabelle der Gruppe 1

2. und 3. Zahn der Vordertibien verwachsen. Clypeus ö beson- ders stark aufgebogen, vorne flach dreieckig ausgeschnitten.

clypealis n. sp. Tibien normal. Halsschild und Flügeldecken mit kurzen Borsten bedeckt. Hals- schild niemals gekielt und mit Schuppen teilweise bedeckt. Gestalt langgestreckt, nicht besonders gewölbt. Oberseite einfach schwarz, Scutellum rot oder schwarz, gelegent- lich an der Basis der Flügeldecken oder des Halsschildes rötliche Stellen. Halsschild gleichmäßig sculptiert ohne glatten Streifen oder Flecken. Flügeldecken glänzend. Halsschild sehr fein und zerstreut punktiert, 7 mm.

lurida n. sp.

) Halsschild grob punktiert.

Halsschild sehr dicht und grob, aber ungleich punktiert, stellen- weise netzartig, Scutellum rot, Halsschildvorderecken vorgezogen und sehr spitz, über 10 mm (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel II/l und Tafel II/]).

rufoscutellata Mos.

Halsschild dicht und grob, nicht netzartig punktiert, Punkte nabelförmig, Scutellum schwarz, Halsschildvorderecken nicht vorgezogen, unter 8 mm.

ocellata n. sp.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 5

23 (22)

Flügeldecken matt, Halsschild zerstreut und mittelfein, auf der Scheibe sehr zerstreut punktiert, Länge 12-13 mm. opacipennis Mos.

) Halsschild mit glatter Mittellinie oder glatten Flächen.

Halsschild-Seitenrand gezähnt. immaculata Burm. Halsschild-Seitenrand glatt. Flügeldecken glatt, am Grunde chagriniert, ebenso die Rippen (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel IV/3). cornuta Blanch. (= rufipes Burm.) Flügeldecken mehr oder weniger gerunzelt mit teilweise glatten Streifen bzw. Rippen. Halsschild nur mit äußerst kurzen Borsten in den Punkten, Cly- peus Ö vorgezogen. ö mit 4 Rippen, $ auch die Umgebung des Scutellums gerun- zelt (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel IV/2 und Tafel III/2). moseri n. Sp. ö mit 3 Rippen, ? die Umgebung des Scutellums glatt, die 4. Rippe neben der Naht meist nur teilweise vorhanden (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel II/9 und Tafel IIV/9). innotata Blanch.

Halsschild mit längeren anliegenden Borsten, immer gut sichtbar, Clypeus ö nicht vorgezogen. Die glatten Stellen des Halsschildes flach, nicht reliefartig erhöht, Schulter 6 eckig, Clypeus @ stark abgerundet und hoch aufge- bogen, kaum ausgeschnitten (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel IV/10 und Tafel III/8).

centralis Sharp

Die glatten Stellen des Halsschildes reliefartig erhöht, besonders die Mittellinie, und stark glänzend. Die Schulter ö abgerundet, der Clypeus $ eckig und viel weniger aufgebogen, flach ausge- schnitten (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel II/6 und Tafel IIl/7). mexicana Har.

Flügeldecken mit 4 roten Flecken. Halsschild dicht und grob punktiert, höchstens die glatte Mittel- linie etwas erweitert. Die Seiten immer durchgehend punktiert, ö Halsschild normal gewölbt, 10-16 mm (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel I/4 und Tafel III/4).

quadripustulata Blanch.

Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

26 (25)

Halsschild grob punktiert, kahle Stellen auf dem ganzen Hals- schild, besonders auch auf den Seiten, glatte Mittellinie, meist von der Basis bis zum Vorderrand durchgehend, Halsschild & stark gewölbt, 9-12 mm (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel II/5 und Tafel III/6). quadrimaculata Blanch. (= quadrinotata Burm.)

Halsschild gekielt, seitlich und teilweise an der Basis mit Schup- pen bedeckt (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel IV/7 und Tafel III/5). squamulifera Mos.

) Gestalt gedrungen und hochgewölbt.

Halsschild schwarz, Clypeus d eckig, etwas vorgezogen, wenig aus- geschnitten (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel II/11 und Tafel IIV/10). lineata Waterh.

Halsschild rot. Clypeus ö gerundet, nicht vorgezogen, deutlich ausgeschnitten (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel II/8 und Tafel IIV/3). ruficollis n. sp.

Bestimmungstabelle der Gruppe 2

(Bunte Flügeldecken mit einfachen Haaren oder Schuppenhaaren bedeckt,

niemals mit breiten Schuppen, Gestalt langgestreckt) Halsschild schwarz, Flügeldecken braun (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel 11/12).

brunneipennis Bates

Halsschild niemals schwarz, meist ähnlich oder gleich wie die

Flügeldecken gefärbt.

Behaarung der Flügeldecken niemals in Reihen, wenn kahle

Stellen auf den Flügeldecken vorhanden sind, dann sind diese

mit Stichelhaaren ausgezeichnet.

Halsschild und Scutellum sehr dicht mit langen Haaren bedeckt. Ä ohausi Mos.

Halsschild nur mit kurzen Haaren bedeckt, teilweise auch mit

Schuppenhaaren ausgezeichnet.

Halsschild und Flügeldecken ausschließlich mit einfachen Haaren

bedeckt, dazwischen mit einzelnen Stichelhaaren.

Diese aufrechtstehenden Stichelhaare kaum dicker als die liegen-

den Haare und höchstens 2-3mal so lang wie diese.

) Schildchenvorsprung sehr flach, Schildchen fast gleichschenkelig. ) Große Art über 12 mm.

bivittata Burm.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 7

10 (9

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11(8)

12 (6)

132027)

14 (15)

15 (14)

16 (3)

17 (20) 18 (19)

19 (18)

20 (17)

Kleine Art unter 9 mm.

modesta Burm. Schildchenvorsprung viel stärker, rechtwinkelig, Schildchen lang- gestreckt.

rubiginosa Latr.

Halsschild auf der Scheibe längs der Mittellinie, das Schildchen, die Schulter und Apicalbeulen der Flügeldecken mit Schuppen- haaren bedeckt (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel IV/13).

klenei Brenske

Die Stichelhaare sehr lang und dick, gehäuft an der Mittellinie des Halsschildes und auf dem Schildchen, auf den Flügeldecken gleichmäßig verteilt. Wenig glänzend, Clypeus (d) nicht vorgezogen, Ecken zahn- förmig, Vorderrand ziemlich tief ausgeschnitten, mittelamerika- nisch (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel II/14).

hispida Bates

Stark glänzend (Ö), sehr schlank, Clypeus (ö) vorgezogen, eckig, Vorderrand gerade, aus Bolivien und Brasilien. nitida n. sp.

Behaarung der Flügeldecken in regelmäßigen Längsreihen ange- ordnet. Halsschild in der Mitte glatt. Fühlerfächer 5? 3gliedrig.

macrophylla Mos.

Fühlerfächer 5? 4gliedrig. quadrifoliata Mos.

Halsschild auf der ganzen Fläche mit Schuppenhaaren bedeckt. rühli Brenske

Bestimmungstabelle der Gruppe 3

(Flügeldecken immer ganz oder teilweise mit breiten oder schmalen Schup-

pen bedeckt. Schildchenvorsprung stark ausgeprägt. Die Arten mit ganz be- schuppten Flügeldecken fast immer mit Habitus wie die Gattung Hoplia.

Mindestens eine der hinteren Klauen gespalten, meistens die kleinere (Aus-

nahme pilatei Har. und elongata n. sp.)). 1 (6 ) Halsschild so breit wie die Flügeldecken, kugelförmig gewölbt,

10-11 mm.

2 ( 4 ) Schenkel stark verbreitert, Flügeldecken mit Schuppenstreifen

martinezi n. sp.

Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

) Hinterschenkel normal, Flügeldecken nicht in Streifen beschuppt. ) Flügeldecken einfarbig, Schuppen einheitlich, 10 mm

globicollis n. sp. Flügeldecken mehrfarbig, Schuppen teils breit, teils dünn, ca. 8 mm. mustela n. sp. d Halsschild schmäler als die Flügeldecken, niemals kugelförmig. Arten über 12 mm Länge. Schuppen auf den Flügeldecken in regelmäßigen Längsreihen, Klauen einfach. pilatei Har. (= velutina Bat.)

Schuppen der Flügeldecken niemals in Längsreihen angeordnet. Vorderer Seitenrand des Halsschildes konkav, Vorderecken sehr spitz und vorgezogen, Halsschild mit langen Haaren neben den Schuppen, Hinterklauen gespalten.

Diyunezl Germ. Halsschildecken nicht vorgezogen. %

-

) Halsschild und Flügeldecken sehr dicht und ee Fanäle be-

schuppt, auf dem Halsschild lange aufrechte Haare. amazonica n. Sp. Halsschild und Flügeldecken viel weniger dicht beschuppt, auf Flügeldecken und Scutellum neben den breiten Schuppen auch anliegende schmale Borsten. oblonga Mos.

) Arten unter 11 mm Länge.

Halsschild schwarz oder schwarzbraun, Flügeldecken rotbraun und nur spärlich beschuppt, sonst behaart. Gestalt plump und gedrungen. Die auf 4 kleine Flecken verteilten weißen Schuppen der Flügel- decken schmal.

bicolor Mos.

Die Schuppen der Flügeldecken breit und mehrfarbig. mustela ® n. sp. Gestalt langgestreckt, 4 Flecken mit breiten, weißen Schuppen auf der apicalen Hälfte der Flügeldecken. Hinterklauen einfach. elongata n. sp. Halsschild und Flügeldecken gleich oder ähnlich gefärbt mit glei- chen oder andersfarbigen Schuppen oder mit Haaren und Schup- pen bedeckt.

21 (30)

36 (35)

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 9

Schuppen auf den Flügeldecken von verschiedener Struktur, die einen klein oder schmal lanzettförmig, die anderen groß und breit eiförmig, einzelne große Schuppen an der Basis bleiben hier außer Betracht, ebenso geringe Unterschiede in der Größe der bei einzelnen Arten etwas größeren, weißen Schuppen gegenüber dunkleren Schuppen.

Flügeldecken und Halsschild braun, schmale und breite Schuppen rein weiß.

albovaria Blanch.

Flügeldecken und Halsschild schwarz, Flügeldecken mit ver- schiedenfarbig schmalen und weißen Schuppen. Flügeldecken grau beschuppt mit eingestreuten, breiten, weißen Schuppen. sulcicollis Mos. siehe auch 44 (45)

Flügeldecken symmetrisch gefleckt. Flügeldecken ohne weißen, aus Schuppen gebildeten Rand, Vor- der-Tibien mit 2 Zähnen.

conspersa Burm.

Vorder-Tibien mit einem Zahn. Flügeldecken mit weißem Rand. variegata Perty

Flügeldecken mit einem weißen Längsstreifen neben der Naht (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel I/16).

burmeisteri n. sp.

Schuppen auf den Flügeldecken gleichförmig ohne oder mit Haa- ren neben den Schuppen.

Schuppen schmal, lanzettförmig.

Flügeldecken mit 4 dunklen Flecken, Halsschild und Flügel- decken rötlich.

vulpes n. sp.

Flügeldecken einfarbig, Schuppen grau oder gelbgrau oder weiß- gelb oder weiß mit grau vermischt.

Arten über 10 mm.

Unterseite überall mit breiten Schuppen, höchstens am Meta- sternum schmale Schuppen.

tenuisquamosa n. sp.

Unterseite teilweise oder ganz dünn beschuppt.

Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

Unterseite dünn beschuppt, nur die beiden ersten Ventralseg- mente mit breiten Schuppen.

ventralis n. sp. Unterseite überall dünn beschuppt wie die Oberseite, d mit eckigem Clypeus.

pereirae n. sp. Arten unter 10 mm. Schuppen auf den Flügeldecken spärlich, Grundfarbe überall er- kennbar. Kleine Art, 5-6 mm.

vestita Blanch. Größere Art, 7-9 mm.

pauperata Burm.

40 ) Flügeldecken dicht beschuppt.

50 (55)

51 (52)

Halsschild mit seichter Mittelfurche, Flügeldecken weiß mit grau gemischt beschuppt. sulcicollis Mos. siehe auch 24 (25) Halsschild ohne Mittelfurche, Flügeldecken einheitlich gelblich weiß beschuppt. Vorder-Tibien nur mit einem Zahn. farinosa Burm. Vorder-Tibien mit gut ausgebildeten 2 Zähnen. kuntzeni Mos.

Schuppen der Flügeldecken breit eiförmig, mehr oder weniger zugespitzt. Schuppen auf dem Halsschild einheitlich und sehr dicht, ebenso

wie auf den Flügeldecken, manchmal auf der Scheibe über dem Schildchen einige Schuppen aufgerichtet, auch einzelne lange Borsten auf dem Halsschild eingestreut, aber die Beschuppung ist immer so dicht, daß der Untergrund nicht sichtbar ist. Die Borsten treten niemals in Büscheln oder größerer Anzahl auf.

Flügeldecken ohne Schuppenzeichnung, höchstens ö mit un- deutlichen Längsstreifen.

Flügeldecken und Halsschild einfarbig weißgelb mit dunkel- gelben Schattierungen, 9-11 mm breite, gedrungene Gestalt. Hierher gehören systematisch auch die Arten leucosoma Blanch. und pallida Blanch., deren Halsschild sehr dicht beschuppt ist. Der Halsschild hat aber einige schwarze, unbeschuppte Stellen

58 (57)

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60 (59)

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Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 11

mit Borsten, weshalb diese Arten unter 107 und 108 eingereiht sind. citrina Blanch.

Flügeldecken und Halsschild erbsenfarbig oder braun.

4) Flügeldecken und Halsschild erbsenfarbig, ö mit dunklen Längs-

streifen auf den Flügeldecken. var. pisicolor Burm.

Flügeldecken und Halsschild dunkelbraun, einfarbig (siehe Ae- doeagus-Abb. Tafel IIV/14). castaneipennis Blanch.

) Flügeldecken mit deutlichen Schuppenzeichnungen. 61) Flügeldecken und Halsschild mit aus verschiedenfarbigen Schup-

pen gebildeten Flecken.

Halsschild mit 6 kleinen Flecken, 4 in der oberen Reihe, davon die 2 mittleren größer, 2 in der unteren Reihe. Flügeldecken mit 4 gleichmäßig verteilten kleinen, deutlich abgegrenzten Flecken, Halsschild und Flügeldecken sind dicht weiß beschuppt, Schup- pen auf dem Scutellum teilweise zitronengelb, Habitus gedrun- gen (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel III/16).

bufo n. sp.

Flügeldecken und Halsschild anders gezeichnet, Halsschild eben- falls mit 6 Flecken; die Flecken auf dem Halsschild und den Flü- geldecken sind aber viel größer und nicht deutlich abgegrenzt, teilweise zusammen verbunden. Die Flecken auf den Flügel- decken sind rehbraun innerhalb eines breiten hellen Längs- streifens.

Größe 9-11 mm, Parameren asymmetrisch. signata Blanch.

Größe 7-8 mm, Parameren symmetrisch (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel IIV/11). mixta Blanch.

Flügeldecken mit Längsstreifen.

Flügeldecken mit einem graubraunen, breiten Längsstreifen von der Schulter einschließlich der Apicalbeule, Rest der Flügel- decken rein weiß beschuppt. Graubraune Schuppen manchmal etwas kleiner als die weißen.

amoena.n.sp.

12

Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

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64 (49)

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73 (74)

Flügeldecken mit einem breiten, in der Mitte eckig verbreiterten, kahlen Streifen von der Schulter aus zur Apicalbeule der Flügel- decken.

pulchra n. sp. Schuppen auf dem Halsschild weniger dicht, besonders auf der Scheibe entlang der Mittellinie die Schuppen aufgerichtet und dünn lanzettförmig, auf den Seiten breit beschuppt, zuweilen auf der Scheibe stark mit büschelartig aufgerichteten braunen oder schwarzen Borsten vermischt oder auf der Scheibe ausschließlich braune oder schwarze Borsten und nur die Seiten des Halsschildes beschuppt.

Auf der Halsschildscheibe schmale, oder aufgerichtete, breite Schuppen, entweder gleichmäßig oder in Form eines Streifens entlang der Mittellinie. Grund wegen der offenen Beschuppung sichtbar. Nur höchstens vereinzelte Borsten, niemals in Büschel oder verdichtet entlang der Mittellinie.

79) Flügeldecken einfarbig. ) Alle Schuppen auf dem Halsschild und den Flügeldecken rein-

weiß, auf der Halsschildscheibe mit Ausnahme eines schmalen Mittelstreifens nur dünne Schuppen, ö mit eckigem Clypeus. nivea Blanch. = brenskei Mos. Schuppen gelblich bis gelblich-weiß, die aufgerichteten Schuppen auf dem Halsschild von gleicher Art, nur wesentlich zerstreuter als auf den Flügeldecken.

Schuppen relativ breit und nicht sehr zugespitzt.

1) Größe 7 mm, Halsschild und Flügeldecken gleichfarbig, Grund-

farbe dunkelbraun bis schwarz.

cinerea Mos.

= lepidiota Mos.

Größe 5-6 mm, Halsschild mit breiter, rotgelber Scheibe und weißem Mittelstreifen, Flügeldecken gelblich einfarbig.

flava Blanch. Schuppen stark zugespitzt, schmal eiförmig, Flügeldecken und Halsschild gleichfarbig. Tibien ohne Zahn, bzw. nur mit einem Zahn, der 2. Zahn höch- stens angedeutet, ö Clypeus abgerundet.

farinosa Burm. siehe auch 46 (47)

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 13

Tibien mit deutlichen 2 Zähnen.

Clypeus ö eckig (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel II/15). plaumanni n. sp.

) Clypeus ö abgerundet. ) Flügeldecken fast 2mal so lang wie der Halsschild.

griseosquamosa Mos. Flügeldecken fast 1'!/amal so lang wie der Halsschild. kuntzeni Mos. Flügeldecken mit durch verschiedenfarbige Schuppen gebildete Flecken oder Streifen. Halsschild wie bei den vorhergehenden Arten auf der Scheibe mit aufrechtstehenden Schuppen, so daß man den Untergrund sieht. Mittelstreifen fast immer weiß aus anliegenden Schuppen. Arten von 5-6 mm Länge. Halsschild sehr flach. obscura Blanch.

Halsschild normal gewölbt.

Flügeldecken mit mehr oder weniger deutlichen Streifen. Schuppen auf den Flügeldecken gelb bis weißgelb. Unterseite beschuppt wie die Oberseite.

Halsschildseiten eckig, hinterer Seitenrand fast gerade. subvittata Mos.

Halsschildseiten in flachem Bogen verlaufend, hinterer Seiten- rand conkav geschwungen. zikani Mos.

Unterseite mit deutlichen Borsten. setiventris Mos.

Schuppen auf den Flügeldecken rotbraun. fulva Blanch.

Flügeldecken mit Flecken oder sonst anders gezeichnet, kleine Arten, 5-6 mm.

Halsschild sehr flach. mutica Mos. ö

Halsschild normal gewölbt. Flügeldecken mit gelben bis gelbbraunen Schuppen. Flügeldecken mit gelben Schuppen und deutlich abgegrenzten weißen Flecken. Flügeldecken mit 2 weißen Flecken.

squamulata Mos.

14

Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

95 (94)

96 (93)

97 (98)

98 (97)

99 (92) 100 (102) 101 (103)

102 (100)

103 (101)

104 (65)

105 (112)

106 (109) 107 (108)

108 (107)

109 (106)

Flügeldecken mit 4 großen weißen Flecken. guttata Blanch. ? = vitticollis Mos. Flügeldecken mit braunen, gelben und weißen Schuppen, Flek- ken undeutlich begrenzt.

Schuppen sehr groß, auf dem Halsschild meist anliegend, Hals- schild mit bunten Schuppen.

diversa Reiche Schuppen mittelgroß, auf der Scheibe des Halsschildes hochge- stellt.

colon Burm. ?

Flügeldecken mit großen, grauen Schuppen und weißen Flecken. Flecken deutlich abgegrenzt.

Flügeldecken mit je 5 weißen Flecken, die mittleren zusammen- fließend, ö mit abgerundetem Clypeus (siehe Aedoeagus,Abb. Tafel III/12).

guttata Bl. ö

Flügeldecken mit 2 deutlichen, meist quergestellten Flecken, Suturalstreifen in der Mitte weiß beschuppt, ö mit abgerunde- tem Clypeus.

guttata

v. crucifera n.

Flügeldecken mit undeutlich abgegrenzten, weißen oder dunklen

Flecken, ö Clypeus eckig. Halsschildscheibe schwärzlich, mit wei- Ber Mittellinie.

colon Burm. d

Halsschild mit unbeschuppten dunkelbraunen oder schwarzen Flecken, welche mit kurzen oder längeren, aufrechten Borsten be- setzt sind oder mit büschelartig konzentrierten Borsten vor dem Scutellum.

Kleine Arten unter 7 mm. Flügeldecken und Halsschild sehr dicht beschuppt (siehe 45 (46)).

Flügeldecken mit kleinen dunkelbraunen Flecken. leucosoma Blanch.

Flügeldecken rein weiß. pallida Blanch.

Flügeldecken und Halsschild weniger dicht beschuppt.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 15

110 (111)

111 (110)

112 (105) 113 (114)

114 (118)

115 (116)

116 (115)

117 (120)

118 (119)

Flügeldecken und Halsschild schwarz mit weißbeschuppten Längsstreifen; die schwarzen Stellen mit ganz kurzen Borsten besetzt, wie kahl aussehend. brittoni n. sp. Flügeldecken und Halsschild bunt, Flügeldecken mit Flecken, Flügeldecken niemals kahl (siehe Aedoeagus-Abb. Tafel IIV/13). colon Burm. Größere Arten, über 8 mm.

Halsschild und Flügeldecken mit teilweise orangeroten Schuppen geschmückt, Halsschildscheibe schwarz mit schwarzen Borsten.

ornata.n. Sp. Halsschild niemals mit orangeroten Schuppen, sondern mit schwarzer Scheibe und schwarzen Borsten oder Scheibe heller be- schuppt mit braunen oder hellen Borsten.

Halsschild und Flügeldecken dunkelbraun, 8 mit schwärzlichen, ? mit helleren Flecken auf den Flügeldecken. melanoleuca Serv.

Flügeldecken niemals dunkelbraun, entweder einfarbig hell oder weiß mit grauen Streifen.

Flügeldecken mit breiten, grauen Längsstreifen von der Schulter bis zur Apicalbeule. Scutellum hell beschuppt oder teilweise hell beschuppt.

Halsschild vor dem Scutellum stark gewölbt, größere der Para-

meren ziemlich parallel. gibbicollis Blanch.

119 (118) Halsschild vor dem Scutellum weniger gewölbt, größere der Para-

120 (117)

meren vor dem Ende stark eingeschnürt. tibialis Blanch. Flügeldecken einfarbig oder var. mit undeutlichen Flecken, Hals- schild auf der Scheibe mit zahlreichen lanzettförmigen, aufrecht- stehenden Schuppen und Borsten, welche sich vor dem Scutel- lum büschelförmig verdichten. Farbe des Halsschildes variierend. decora Gory (= variabilis Burm.)

Beschreibung der einzelnen Arten

1) Ceraspis clypealis n. sp.

Ober- und Unterseite schwarz, mäßig glänzend, Beine und Fühler rot, Kopf, Halsschild auf den Seiten und sehr spärlich in Reihen die Flügel-

16 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

decken mit kurzen anliegenden weißlichen Borsten ausgezeichnet. Die Unter- seite ebenfalls mit weißlichen Borsten, aber nicht sehr dicht bedeckt, welche auf dem Metasternum etwas länger sind.

Clypeus abgesetzt, sehr stark aufgebogen, die Ecken wie stumpfe Zähne, in der Mitte flach dreieckig ausgeschnitten. Clypeus Oberseite dicht und grob punktiert, Stirn und Scheitel runzelig.

Halsschild gewölbt, mittelgrob und etwas zerstreut und unregelmäßig punktiert. Vorderseitenrand gerade, Hinterseitenrand stark geschweift. Vor- derecken spitz, Basis eingeschnitten und Vorsprünge gut ausgeprägt (Aus- nahme dieser Gruppe). Scutellum mit anliegenden Borsten dicht besetzt. Mittellinie frei. Flügeldecken chagriniert und gleichmäßig dicht und fein punktiert. Sie zeigen je eine ganz schwach entwickelte Rippe. Pygidium grob und mäßig dicht punktiert.

Tibien mit 3 Zähnen. Der 2. und 3. Zahn zusammen verwachsen. 1 ö, Länge 13 mm, Obidos Prov. Para Amazonas Brasilien, leg. P. M. Oli- veira.

Type in Mus. Sao Paulo.

2) C. lurida n. sp. (= lurida Brenske i. 1.)

Ober- und Unterseite und Beine einfarbig dunkel rotbraun, mäßig glänzend, nur am Rand und an der Naht der Flügeldecken, auf der Unter- seite und am Pygidium kurz anliegend hellgrau behaart. Kleinere der Hin- terklauen gespalten.

Clypeus kurz aufgebogen und breit gerundet. Oberseite des ganzen Kopfes dicht und rugos punktiert. Halsschild gleichmäßig fein und zerstreut punktiert. Vorderer Seitenrand gerade, hinterer Seitenrand geschweift. Vor- derecken spitz rechtwinkelig. Basis des Halsschildes mit 2 Zacken, welche auf der Flügeldeckenbasis neben dem Scutellum eingreifen. Scutellum zerstreut punktiert und fein behaart. Flügeldecken mit regelmäßigen Punktstreifen ohne Rippen. Pygidium grob und dicht punktiert. Vorder-Tibien mit 3 fla- chen Zähnen.

Länge 8 mm, Brasilien ohne nähere Fundortangabe. Type (Öö) im Museum Brüssel.

3) C. rufoscutellata Mos.

Schwarz, wenig glänzend, Beine, Fühler und Scutellum rot, Kopf kahl, Halsschild in den Punkten mit ganz kurzen Borsten, Flügeldecken äußerst spärlich, Unterseite etwas dichter kurz hellgrau behaart. Scutellum kahl. Clypeus aufgebogen, beim ö mit abgerundeten Ecken und flach ausgeran- det. Beim $ breit abgerundet und vorne gerade. Die Oberfläche des Kopfes

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 17

und des Halsschildes ist sehr dicht runzelig und zum Teil netzartig punk- tiert, ohne glatte Stellen.

Der Halsschild ist auf den Seiten ziemlich stark. verbreitert mit ab- gerundeten Ecken. Vorderer und hinterer Seitenrand konkav, nicht gekerbt. Vorderecken sehr stark vorgezogen und spitz. Die Halsschildbasis hat 2 lache Zacken, das Scutellum die 2 entsprechenden Vorsprünge, das Scutellum hat in der Mitte einen Einschnitt und trägt ein paar zerstreute Punkte. Flügel- decken mit 3 flachen Rippen; sie sind auf den Rippen wenig, daneben etwas deutlicher gerunzelt. Das Pygidium mit dichten und groben Nabelpunkten, welche kurze Börstchen tragen. Die Art gleicht im Habitus sehr der C. cor- nuta Blanch (= rufipes Burm.), sie unterscheidet sich aber eindeutig durch die starke Punktierung des Halsschildes. Aedoeagus siehe Tafel I/l und Tafel IIV/1.

Länge 12-13 mm, 13 untersuchte Exemplare, Fundort Peru, Type im Ber- liner Zool. Museum.

4) C. ocellata n. sp.

Ober- und Unterseite schwarzbraun, Basis der Flügeldecken etwas röt- lich, wenig glänzend. Ober- und Unterseite mit kurzen, hellgrauen Bor- sten zerstreut bedeckt. An den Apicalbeulen der Flügeldecken stehen die Borsten etwas dichter.

Clypeus stark aufgebogen, beim 5 vorne gerade, beim $ abgerundet, er bildet mit den Wangen 5? einen Winkel.

Oberseite des Kopfes und des Halsschildes mit etwas runzeligen Nabel- punkten bedeckt, auf der Scheibe beträgt ihre Dichte etwa den Abstand ihres Durchmessers. Vorne und auf dem Kopf ist die Punktierung dichter. In den Punkten stehen die kurzen Borsten. Halsschildseitenränder vorne und hinten konkav geschwungen und eingekerbt. Vorderecken etwas spitz und vorgezogen. Basiszacken ziemlich flach. Scutellum in der Mitte eingeschnit- ten und ebenfalls mit Borsten ausgezeichnet.

Flügeldecken chagriniert mit 3 ganz flachen undeutlichen Rippen. Sie sind flach gerunzelt, auf den Rippen etwas weniger wie daneben. Das Pygi- dium ist dicht mit flachen Nabelpunkten besetzt.

Tibien 3zähnig.

Länge 8-9 mm, untersucht 5 Exemplare aus Cabuna Panama, leg. Busek,

Mai 1941, Type in U.S. N.M. Washington, Paratypen in meinem Mu-

seum.

5) C. opacipennis Mos. Ober- und Unterseite schwarzbraun, Unterseite etwas heller, Beine und Fühler rotbraun. Flügeldecken matt, sonst schwach glänzend, Ober- und

Ent. Arb. Mus. Frey, Bd. 13, H.1 9

18 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

Unterseite mit gelblichen Borsten zerstreut bedeckt. Clypeus aufgebogen, beim ö mit abgerundeten Ecken und seicht ausgerandet, beim ® (lt. Moser) weniger seicht ausgerandet.

Oberseite des Kopfes fein quergerunzelt. Halsschild zerstreut, unregel- mäßig und mittelfein punktiert, im Grunde chagriniert. Vorderer Seitenrand gerade, hinterer Seitenrand geschweift. Vorderecken spitz und vorgezogen. Basiszacken mäßig ausgeprägt.

Flügeldecken im Grund chagriniert und sehr fein und zerstreut punk- tiert. 1-2 Rippen kaum angedeutet. Pygidium dicht und ziemlich grob punk- tiert. Die Borsten sitzen an den Apicalbeulen der Flügeldecken etwas dichter. Vorder-Tibien mit 4 Zähnen. Wenn diese Eigenschaft konstant ist, was bei den mir bekannten Stücken nicht ohne weiteres vorauszusetzen ist, so ist diese Art dadurch von allen Ceraspis unterschieden. Ein weiteres gutes Kennzeichen sind die matten Flügeldecken.

Länge 12-13 mm, 3 5 ö (1 ohne Kopf) aus Cujaba, Brasilien. Type im Zool.

Museum Berlin, 1 Paratype in meinem Museum.

6) C. immaculata Burm.

Von dieser Art existiert bis jetzt nur 1 Exemplar, von Moser determi- niert. Dieses Stück hat einen gekerbten Halsschildrand, welcher in der Be- schreibung von Burmeister nicht erwähnt ist. Sonst unterscheidet sich das Tier (ich habe es als Neotype bezeichnet) nur noch durch die fehlenden roten Flecken auf den Flügeldecken von quadripustulata Blanch.: einfarbig schwarz. Fühler und Beine rot, Halsschildrand gekerbt, sonst wie quadri- pustulata.

1 Exemplar, Neotype $, aus Columbien im Royal Museum, Brüssel.

7) C. cornuta Blanch. (= rufipes Burm.)

Ober- und Unterseite schwarz, Beine, Fühler und Scutellum rot, Cly- peus rötlich, Halsschild glänzend, Flügeldecken seidenartig schimmernd. Ober- und Unterseite mit kurzen weißlichen Borsten zerstreut ausgezeichnet. Clypeus stark aufgebogen, beim 5 an den Ecken mit stumpfen Zähnen, in der Mitte ziemlich tief ausgeschnitten. 2 Ecken abgerundet und Vorderseite gerade. Oberseite des Clypeus glatt, Stirn und Scheitel dicht und grob run- zelig punktiert.

Halsschild dicht und grob punktiert, mit glatten reliefartigen Stellen auf der Scheibe und an den Seiten. Vorderer Seitenrand gerade, hinterer Seiten- rand geschweift, Vorderecken stumpf und nicht vorgezogen. Seitenränder glatt. Basiszacken sehr flach, Flügeldecken nicht punktiert, nur chagriniert, höchstens im apicalen Drittel ganz wenig gerunzelt, sonst glatt. Sie sind mit

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 19

3 flachen, glatten, ebenfalls chagrinierten Rippen ausgezeichnet. Pygidium dicht und grob punktiert, nur oben mit glatter, verbreiteter Mittellinie. Diese Art unterscheidet sich von den übrigen mit reliefartig punktiertem Halsschild durch die glatten, seidenglänzenden, chagrinierten Flügeldecken. Aedoeagus siehe Tafel 11/3. Die von Burmeister beschriebene Art rufipes, deren Type ich verglei- chen konnte, ist völlig identisch und daher einzuziehen. 17 Exemplare aus dem mittleren und südlichen Brasilien, Neotypus in mei- nem Museum.

8) C. innotata Blanch.

Oberseite schwarzbraun, Unterseite rotbraun, Beine und Fühler rot, Basis der Flügeldecken, Scutellum und Clypeus oft rötlich schimmernd, glänzend. Halsschild in den Punkten mit winzigen Borsten, ebenso die Flügeldecken, Borsten auf der Unterseite etwas länger. Clypeus Ö stark vorgezogen, aufgebogen, eckig, wenig, ausgerandet, vor dem Rand nicht ausgehöhlt. Clypeus $ nicht vorgezogen abgerundet, vorne gerade. Ober- seite des Kopfes und des Halsschildes dicht und grob punktiert, auf dem Halsschild, besonders an der Basis und in der unteren Seitenhälfte reliefartig glatte Stellen. Die Mittellinie jedoch meist nur bis zur Hälfte glatt. Basis- zacken des Halsschildes flach, vorderer Seitenrand gerade, hinterer Seiten- rand geschweift, Vorderecken spitz und vorgezogen, Halsschildränder glatt.

Flügeldecken ziemlich stark gerunzelt, mit 3 Rippen, davon die 2 ersten meist glatt (Ö), mit einer angedeuteten 4. Rippe (?). Umgebung des Scutel- lums beim $ glatt, beim 5 oft auch gerunzelt. Tibien mit 3 Zähnen.

Länge 12-14 mm, 20 Exemplare aus Columbien, Neotypus Ö aus Papayan in meinem Museum. Aedoeagus siehe Tafel IV/9 und Tafel III/9.

9) C. moseri n. sp.

Von der vorhergehenden Art C. innotata dadurch verschieden, daß die Umgebung des Scutellums auch beim $ gerunzelt ist und die Flügeldecken 4 Rippen aufweisen, die erste direkt neben der Naht. Die Art ist schwer von der vorhergehenden zu trennen und sicher nur durch die verschiedenen Para- meren zu deuten.

Länge 12-13 mm, 5 Exemplare 1 ö 4 29, Typus $, im Museum Brüssel.

Aedoeagus siehe Tafel IV/2 und Tafel IIT/2.

10) C. centralis Sharp. Ober- und Unterseite schwarzbraun, Unterseite etwas heller, Beine und Fühler rot. Clypeus etwas rötlich schimmernd, glänzend. Ober- und Unter-

20 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

seite mit Ausnahme der kahlen Stellen auf dem Halsschild und den Rippen der Flügeldecken mit anliegenden weißlichen Borsten ausgezeichnet. Auf dem Halsschild sind die Borsten länger als auf den Flügeldecken. Clypeus ö vorgezogen, sehr stark aufgebogen, daher etwas ausgehöhlt. Ecken ganz rund, Vorderrand ziemlich tief ausgeschnitten, $ nicht vorgezogen. Ecken ebenfalls rund, Vorderrand aber nur wenig ausgeschnitten. Clypeus Ober- seite ö glatt, 2 mit borstentragenden Punkten. Stirn und Scheitel d? mit Borstenpunkten dicht besetzt.

Halsschild vorderer Seitenrand gerade, hinterer Seitenrand nur wenig concav. Seitenecken betont. Vorderecken etwas vorgezogen und spitz. Basis- zacken ziemlich flach. Halsschild unregelmäßig und flach grob punktiert. Mittellinien gegen die Basis zu verbreitert und glatt, daneben verschiedene größere glatte, jedoch nicht erhabene Stellen. Scutellum mit zahlreichen Borstenpunkten, Mittellinie glatt, Flügeldecken gerunzelt mit glatter Naht, 2 glatte Rippen, die erste verkürzt, Schulter und Apicalbeule, sowie die Umgebung des Scutellums ebenfalls glatt. Pygidium in der oberen Hälfte mit groben Borstenpunkten, Mittellinie und Spitze glatt. Tibien mit 3 Zäh- nen, Schultern (&) eckig, (?) abgerundet.

Länge 9-12 mm. 120 Exemplare aus Costa Rica. Aedoeagus siehe Tafel II/10 und Tafel IIV/8.

11) C. mexicana Harold

Ober- und Unterseite schwarzbraun, Unterseite heller, Beine und Fühler rotbraun, Clypeus und Flügeldeckenbasis oft rötlich schimmernd, stark glän- zend. Ober- und Unterseite mit Ausnahme der kahlen Stellen des Hals- schildes und der Flügeldecken mit anliegenden, weißlichen Borsten bedeckt. Clypeus ö® nicht vorgezogen, mäßig aufgebogen, eckig und nicht abge- rundet, Vorderrand wenig ausgeschnitten.

Oberseite nur sehr zerstreut punktiert. Stirn mit groben Borstenpunkten, Scheitel ebenfalls, nur in der Mitte mit einer kahlen Stelle. Halsschildvorder- und Hinterseitenrand concav, der hintere jedoch wesentlich stärker. Vorder- ecken stark vorgezogen und spitz. Seitenecken abgerundet. Basiszacken sehr flach. Halsschild dicht flach und grob punktiert, mit glatter Mittellinie und breiten glatten Stellen auf den Seiten, welche zusammen mehr als die Hälfte der Halsschildoberseite bedecken. Die glatten Stellen sind deutlich erhaben und wirken reliefartig. Die Mittellinie ist jedoch nicht gekielt. Flügeldecken gerunzelt mit 3 glatten Rippen, glatter Naht, Schulter und Apicalbeule. Die Rippen sind alle verkürzt, und erreichen nicht die Spitze der Flügeldecken. Diese Spitzen sind bis auf die neben der Naht verlaufende, gerunzelte

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 21

Furche fast ganz glatt. Umgebung des Scutellums ebenfalls glatt, Pygidium

unregelmäßig und grob punktiert mit glatter Mittellinie.

Länge 8-12 mm. Von der vorhergehenden Art getrennt durch den verschie- denen Clypeus, durch die erhabenen glatten Stellen auf dem Halsschild und die andere Struktur der Flügeldeckenoberfläche. Aedoeagus siehe Tafel II/6 und Tafel IIL/7. 47 Exemplare aus Guatemala und Mexico.

12) C. squamulifera Moser (Tafel 1/8)

Ober- und Unterseite schwarz, Beine und Fühler dunkel rotbraun, Fühlerfahne heller, stark glänzend. Halsschild an der Basis und an der Seite mit schmalen Schuppen bedeckt. Die übrige Ober- und Unterseite bis auf die kahlen Stellen des Halsschildes und der Flügeldecken mit anliegenden weißlichen Borsten bedeckt. Clypeus ö eckig, 2 Ecken abgerundet, nur mäßig aufgebogen, Vorderrand ö nur wenig, @ gar nicht ausgerandet. Ober- seite des Kopfes mäßig dicht, aber sehr grob Ö rugos $ punktiert.

Halsschild sehr dicht und grob flach punktiert mit glatter, kielförmig erhabe-

ner Mittellinie und 2-3 glatten erhabenen Stellen auf den Seiten, welche

aber viel weniger ausgedehnt sind als bei mexicana. In den Punkten sitzen auf der Scheibe Borsten, welche dann an der Basis und auf den Seiten in

Schuppen übergehen. Dieser Übergang ist verschieden stark ausgeprägt und

nicht immer klar erkennbar. Vorderer und hinterer Seitenrand konkav, Vor-

derecken spitz und vorgezogen. Scutellum mit Borstenpunkten und glatter

Mittellinie, Flügeldecken fein gerunzelt mit glatter Naht und 3 glatten ver-

kürzten Rippen, glatter Schulter und glatter Apicalbeule. Spitzen der Flügel-

decken jedoch mit Borsten bedeckt. Umgebung des Scutellums ebenfalls glatt. Pygidium mit flachen Borstenpunkten bedeckt, ohne deutliche glatte

Mittellinie.

Länge 9-12 mm. Aedoeagus siehe Tafel IV/7 und Tafel IIV/5.

55 Exemplare aus Columbien, Ecuador und Peru. Von den beiden vorher- gehenden Arten verschieden durch den gekielten Halsschild und durch die Schuppen auf dem Halsschild. Paratype im Museum Brüssel, Holo- type anscheinend verloren, da sie sich nicht mehr in der Sammlung Moser befindet.

13) C. quadripustulata Blanch.

Ober- und Unterseite schwarzbraun, Beine und Fühler rotbraun, Schulter und Apicalbeule der Flügeldecken sowie das Scutellum rot. Oberseite mit ganz kurzen, Unterseite mit etwas längeren, weißen Borsten mit Ausnahme der Rippen zerstreut bedeckt, mäßig glänzend. Clypeus ö% nicht vorge- zogen, Ecken abgerundet, wenig aufgebogen, Vorderrand kaum ausgeschnit-

23 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

ten. Oberseite dicht und sehr grob und etwas runzelig punktiert. Ebenso Stirn und Scheitel. Begrenzungslinie Clypeus-Stirn angedeutet. Halsschild mäßig gewölbt, vorderer Seitenrand gerade, hinterer Seitenrand stark kon- kav, Vorderecken vorgezogen und spitz. Basiszacken flach. Halsschild grob und sehr dicht punktiert. Nur die Mittellinie ist von der Basis bis zur Mitte meist kahl, aber wenig verbreitert. Die Seiten sind fast immer durchgehend punktiert, höchstens ist die Punktierung etwas ungleichmäßig. Scutellum fast glatt mit eingedrückter Mittellinie. Flügeldecken grob gerunzelt, die Naht und 3 flache Rippen sind mehr oder weniger glatt, manchmal bes. beim $ sind auch nur 2 Rippen deutlich unterschieden. Die roten Flecken sind glatt, höchstens die Apicalbeulen manchmal ein wenig gerunzelt. Pygi- dium mäßig dicht und grob punktiert bei glatter Mittellinie. Tibien mit 3 Zähnen.

Länge 10-14 mm, 26 Exemplare aus Columbien, Neotypus im Museum

Brüssel. Aedoeagus siehe Tafel I/4 und Tafel IIT/4.

14) C. quadrimaculata Blanch. (= quadrinotata Burm.)

Ober- und Unterseite schwarz, Beine dunkelrotbraun, Fühler rotbraun, Schulter und Apicalbeulen der Flügeldecken rot. Scutellum schwarz, manch- mal auch rötlich glänzend. Ober- und Unterseite mit kurzen weißlichen Bor- sten sparsam bekleidet, mit Ausnahme der Rippen und glatten Stellen des Halsschildes. Clypeus ö? eckig abgerundet, vorne wenig aufgebogen, Vor- derrand beim ö etwas mehr ausgeschnitten wie $. Oberseite des Kopfes 5? dicht und grob runzelig punktiert. Halsschild besonders 5 stark gewölbt, vorderer Seitenrand gerade, hinterer Seitenrand konkav. Vorderecken nur sehr mäßig vorgezogen, fast rechtwinkelig. Halsschild Oberseite grob aber sehr ungleichmäßig punktiert, Mittellinie fast immer glatt von der Basis bis zum Vorderrand, daneben ausgedehnte kahle Stellen von verschiedener Größe. Die kurzen Börstchen sitzen wie immer in den Punkten, Basiszacken sehr flach, Scutellum gerunzelt, meist ohne Mittellinie. Flügeldecken ge- runzelt mit 3 glatten Rippen, welche mehr betont und glatter sind als bei quadripustulata; auch ist die Umgebung des Scutellums immer glatt, wenig- stens beim d. Die roten Schultern glatt, die roten Apicalbeulen etwas gerun- zelt. Das Pygidium ist grob und wenig dicht unregelmäßig punktiert. Tibien mit 3 flachen Zähnen.

Länge 8-12 mm. Aedoeagus siehe Tafel IV/5 und Tafel III/6.

Diese Art ist von quadripustulata vor allem durch den stark gewölbten Halsschild und die kahlen Stellen auf seiner Oberfläche verschieden. Auch die Parameren sind anders gestaltet. Dagegen ist C. quadrinotata Burm. ohne Zweifel identisch mit quadrimaculata Blanch. Alle als quadrinotata

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 23

determinierten Stücke sind nicht von dieser Art zu trennen, auch nicht in den Geschlechtsorganen. Daher ist quadrinotata als später beschriebene Art ein- zuziehen (siehe auch Vorbemerkung zu Burmeister). Von quadrimaculata bzw. quadrinotata lagen mir 67 Exemplare vor, alle aus Columbien und Venezuela, Neotype im Museum Brüssel.

15) C. lineata Wat. (Tafel 1/1)

Ober- und Unterseite schwarz, Beine und Fühler rot, glänzend, Ober- und Unterseite des Kopfes, Teile des Halsschildes und die Flügeldecken, letztere in Reihen mit kurzen hellen Borsten nicht sehr dicht bedeckt. Gestalt stark gewölbt und verkürzt. |

Clypeus 8 etwas vorgezogen, aufgebogen eckig. Der Vorderrand sehr seicht ausgeschnitten, Clypeus $ etwas weniger aufgebogen, abgerundet, Vorderrand gerade. Oberseite des Kopfes dicht und grob punktiert. Hals- schild in der Mitte und an der Basis glatt, daneben noch glatte Stellen von verschiedener Ausdehnung. Vorderrand und Seiten ziemlich dicht und grob punktiert. In den Punkten sitzen ebenso wie auf dem Kopf die kurzen Borsten. Vorderer und hinterer Seitenrand ein wenig concav, Vorderecken vorgezogen und spitz. Beim 5 ist der Halsschild etwas länger, Basiszacken flach. Scutellum mit einigen groben Borstenpunkten.

Flügeldecken an der Naht glatt, außerdem mit 3 breiten sehr flachen gerunzelten Furchen, von denen die erste bis zur Flügeldeckenspitze reicht, die nächsten stark verkürzt sind. In den Furchen sitzen die kurzen Borsten. Der Seitenrand der Flügeldecken ist ebenfalls gerunzelt und trägt Borsten. Die Zwischenräume sind glatt. Das Pygidium trägt ebenfalls grobe Borsten- punkte und ist in der Mitte glatt.

6 56,1 %. Gegend von Medellia Columbien, leg. Damit, in U.S.N.M. Washington. Die Art ist von allen anderen der Gruppe 1 durch die stark gewölbte und verkürzte Gestalt verschieden. Aedoeagus siehe Tafel IV/11 und IIV/10.

16) C. ruficollis n. sp.

Ober- und Unterseite bis auf die 3 ersten Ventralsegmente, Fühler und Schulterbeulen hellrot. Scutellum rot. Die Flügeldecken schwarz mit röt- lichen Furchen. Die Oberseite des Kopfes, die Seitenränder und der Vorder- rand sowie die Basis des Halsschildes, die Flügeldecken in den Furchen, der Seitenrand der Flügeldecken und die Unterseite mit kurzen hellen anliegen- den Borsten ausgezeichnet. Gestalt stark gewölbt und verkürzt. Clypeus Ö& nicht vorgezogen, etwas aufgebogen, Ecken stark abgerundet, Vorderrand

24 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

deutlich ausgeschnitten. Oberseite gerunzelt, Stirn und Scheitel grob punk- tiert.

Halsschild Seitenränder concav, stärker als bei C. lineatus. Vorderecken vorgezogen und spitz. Basiszacken sehr flach. Oberfläche des Halsschildes auf der Scheibe fast ganz glatt, mit nur ganz vereinzelten Borstenpunkten, die Basis und die Seitenränder sowie etwa ?/s des Vorderrandes mit ziemlich groben Borstenpunkten bedeckt. Das mittlere Drittel des Vorderrandes glatt. Das Scutellum mit Borstenpunkten, die Flügeldecken wie bei lineata mit seichten Furchen, die erste bis zu den Flügeldeckenspitzen, die zwei nächsten verkürzt. Die Furchen sind etwas weniger runzelig, insbesondere ist die rote Schulterbeule sehr ausgedehnt glatt. Die Zwischenräume der Furchen glatt. Das rote Pygidium ist nur am oberen Teil punktiert, sonst weitgehend glatt. Länge 12 mm, 1 ö aus Bucaramanga, Columbien. Type in meinem Museum.

Die Art ist zweifellos mit C. lineata verwandt, aber durch den roten

Halsschild, den Clypeus, sowie auch durch die Parameren eindeutig ver-

schieden. Aedoeagus siehe Tafel Il/8 und Tafel III/3.

17) C. brunneipennis Bat.

Halsschild und Scutellum schwarz bis braunschwarz, Unterseite schwarz- braun, Flügeldecken rotbraun, Clypeus, Beine und Fühler rotbraun, mäßig glänzend. Ober- und Unterseite mit steifen kurzen und hellen Borsten aus- gezeichnet. Auf der Unterseite, besonders auf dem Pygidium und auf den Apicalbeulen der Flügeldecken sind die Borsten länger und zahlreicher, auf dem Scutellum büschelförmig, dagegen auf der Halsschildscheibe nur spär- lich, etwas gedrängt entlang der Mittellinie und auf den Seiten. Clypeus 6 etwas mehr an den Ecken gerundet wie ?. Vorderrand Ö ein wenig ausge- randet Q fast gerade. Oberseite öQ des Kopfes gerunzelt. Halsschildseiten- rand geschweift, vorderer Seitenrand gerade, Vorderecken nicht vorgezogen. Halsschild auf der Scheibe ziemlich glatt. Die Seiten und der Vorderrand unregelmäßig grob punktiert. Basiszacken gut ausgebildet, aber nicht spitz.

Flügeldecken schwach gerunzelt, nur die Apicalbeulen glatt mit Borsten- punkten, nicht gerippt. Pygidium dicht mit groben Borstenpunkten ausge- zeichnet, Tibien mit 3 Zähnen.

Länge 9-10 mm, 42 Exemplare aus Costa Rica. Aedoeagus siehe Tafel IV/12.

18) C. rubiginosa Latr.

Ober- und Unterseite, Beine und Fühler hellrotbraun. Halsschild zu- weilen etwas dunkler, schwach glänzend, Ober- und Unterseite mit anliegen- den hellen Borsten dicht bedeckt. Entlang der Mittellinie des Halsschildes, welche selbst frei von Borsten ist, sind diese länger und dichter, ebenso etwas dichter und länger auf den Apicalbeulen der Flügeldecken. Auf den

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 25

Flügeldecken einige längliche kahle Stellen. Auf diesen, sowie neben der Naht und sehr zerstreut auf dem Halsschild stehen einige längere Stichel- haare. Sie sind jedoch nicht besonders auffallend und kaum dicker als die Borsten. Die Borsten auf dem Scutellum sind büschelförmig. Clypeus 5% stark aufgebogen, ö etwas eckig, ? gerundet. Vorderrand Sf fast gerade. Oberseite des Kopfes und des Halsschildes schwach gerunzelt, oft verdeckt durch die Borsten. Vorderer und hinterer Seitenrand des Halsschildes konkav geschwungen. Vorderecken nicht vorgezogen. Basiszacken gut ausgebildet, aber nicht spitz.

Flügeldecken überall wie der Halsschild fein gerunzelt. Rippen nur angedeutet, Pygidiumoberfläche wie die Flügeldecken, Tibien mit 3 Zähnen. Länge 9-10 mm. Durch die einf. Oberfläche und die dichte Behaarung von der vorhergehenden Art verschieden.

25 Exemplare aus Peru. Neotype ö im Smithson. Inst. Washington.

19) C. klenei Brenske (Tafel 1/2)

Ober- und Unterseite, Fühler und Beine hellbraun, Ober- und Unter- seite ziemlich dicht mit hellen Borsten bedeckt. Auf der Unterseite und dem Pygidium sind die Borsten länger, entlang der Mittellinie und den Seiten des Halsschildes, ein wenig auf den Schulterbeulen der Flügeldecken deut- lich, auf den Apicalbeulen stehen die Borsten dichter und sind zu Schuppen- haaren umgebildet. Auf dem Scutellum stehen diese als dichte Büschel. Die Flügeldecken selbst sind auf der Scheibe spärlich, auf den Seiten dicht mit einfachen Borsten ausgezeichnet, sie sind auch etwas schuppenartig, aber nicht so deutlich wie auf dem Halsschild und den Apicalbeulen. Einzelne Stichelhaare fehlen fast vollständig.

Clypeus ö eckig, $ abgerundet, Vorderrand ö? gerade. Oberseite des Kopfes schwach gerunzelt, Halsschildvorderseiten gerade, Hinterseiten vor den Hinterecken ein wenig geschweift. Vorderecken stumpfwinkelig und nicht vorgezogen. Basiszacken rechtwinkelig. Halsschild mit flachen Borsten- punkten. Scutellum mit Schuppenhaarbüschel. Flügeldecken gerunzelt, Api- calbeulen und manchmal einige Längsschwielen glatt. Pygidium Oberfläche wie die Flügeldecken beschaffen. Tibien ö mit 2, ? mit 3 Zähnen.

Länge 8-9 mm, 8 Exemplare 5% aus Ecuador, Type im Zool. Museum Ber- lin. Aedoeagus siehe Tafel II/13.

20) C. ohausi Mos.

Ober- und Unterseite, Fühler und Beine hellbraun, Ober- und Unter- seite ziemlich dicht und lang, auf dem Kopf und Scutellum, sowie Halsschild wesentlich länger und sehr dicht hell behaart. Auf dem Halsschild und Flü- geldecken ziemlich regelmäßig einzelne aufrechte Stichelhaare eingestreut,

26 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

welche aber nicht viel dicker und nur 2-3mal so lang sind wie die übrigen Haare. Auch das Pygidium und die Spitzen der Flügeldecken sind etwas länger behaart. Clypeus ö eckig und seicht ausgeschnitten. Halsschild Vor- derseitenrand gerade, Hinterseitenrand vor den Hinterecken etwas ge- schweift. Vorderecken nicht vorgezogen. Basiszacken gut ausgebildet. Flügel- decken überall gerunzelt, keine Rippen vorhanden. Vordertibien mit 2 Zähnen.

Länge 9 mm. Durch die lange, dichte und dünne Behaarung auf dem Hals- schild von den übrigen Arten dieser Gruppe deutlich unterschieden. 2 d Loja, Ostcordilleren Sebanilla, leg. Ohaus, Type im Zool. Museum Berlin, Q unbekannt.

21) C. rühli Brenske

Ober- und Unterseite hellbraun, wenig glänzend, Kopf, Halsschild und Scutellum sowie Pygidium sehr dicht mit Schuppenhaaren bedeckt, eine schmale Mittellinie auf der Scheibe kahl. Unterseite dicht mit mittellangen Borsten besetzt. Auf den Flügeldecken sind kürzere Borsten in 5 Längs- reihen vorhanden. Die 5. Reihe vereinigt sich in der Mitte mit der Borsten- reihe auf dem Rand der Flügeldecken, zwischen den Borstenreihen sind die Flügeldecken kahl und fast glatt. Die Borsten bzw. Schuppenhaare auf dem Halsschild und der Unterseite sind heller weißgelb, als auf den Flügeldecken.

Clypeus ö verhältnismäßig kurz, stark aufgebogen. Ecken gerundet, vorne gerade. Vorderer Seitenrand des Halsschildes ein wenig, hinterer Seitenrand des Halsschildes stärker concav geschweift. Vorderecken nicht vorgezogen. Scutellum mit schmaler, glatter Mittellinie, Basis- bzw. Scutel- lum-Zacken gut ausgebildet. Flügeldecken mit Borstenreihen, die Zwischen- räume glatt und ein wenig gewölbt. Auf dem Pygidium verdecken die Schup- penhaare die Sculptur, der vortretende Teil (7) trägt keine Schuppenhaare, aber am Rand einen Kranz langer dunkelgelber Borsten. Vorder-Tibien mit 3 Zähnen. Länge 10-12 mm, 3 ?? aus Ecuador, Lectotype im Museum Brüssel, 1 $ im

Museum Dresden, 1 2 in meinem Museum; Ö unbekannt.

22) C. macrophylla Mos.

Ober- und Unterseite rotbraun, Halsschild, Stirn und Scheitel etwas dunkler. Unterseite und Pygidium ziemlich dicht, Halsschild auf den Seiten, Stirn und Scheitel mit Schuppenhaaren bedeckt. Auf der Scheibe des Hals- schildes sind sie wesentlich spärlicher, dort sind große kahle und glatte Flecken, sowie 1 glatter Fleck auf der Seite vorhanden. Auf den Flügel- decken sind die Schuppenhaare in 5 schmalen Doppelreihen angeordnet. Der Seitenrand der Flügeldecken trägt ebenfalls Schuppenhaare, das Scutellum

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 Ar

ist ganz dicht bedeckt. Die Schuppenhaare auf den Seiten und der Unterseite des Halsschildes sind breiter, ebenso auf dem Scutellum, die übrigen sind borstenförmig.

Clypeus ö? stark aufgebogen, fast ausgehöhlt, Ecken abgerundet, Ö ausgerandet, ? fast gerade. Oberseite mit einigen flachen Borstenpunkten, Stirn und Scheitel dichter besetzt. Halsschild mit 3 mittleren kahlen breiten Linien sowie einer glatten Stelle auf der Seite, sonst mit Borstenpunkten bedeckt. Vorderer Seitenrand fast gerade, hinterer Seitenrand geschweift, Vorderecken rechtwinkelig und mehr vorgezogen, Basiszacken flach.

Die Flügeldecken zwischen der Borstenreihe gewölbt und glatt, Apical- beule ohne Borsten, ganz wenig gerunzelt. Pygidium ö mit kahler Mittel- linie, 2 ohne Mittellinie. Fühlerfahne 5 1!/ı so lang wie der Schaft, 3glied- rig, Vordertibien mit 3 Zähnen.

Länge 9-10 mm, 3 ö&& 1 (ohne Fühler) aus dem Cauca Tal in Columbien.

Type im Deutschen Entomologischen Institut.

23) C. quadrifoliata Mos.

Unterscheidet sich von C. macrophylla nur dadurch , daß 5% einen Fühler mit 4gliedriger Fahne besitzt. Er ist ebenso lang wie bei macrophylla. Der Halsschild weist statt 3 länglichen kahlen Stellen wie bei macrophylla nur eine in der Mitte V-förmig verbreiterte kahle Linie auf. Die Type ist anscheinend verschollen, mir sind nur 2 d Ö in meinem Museum bekannt, darunter 1 Neotype. Fundort: San Antonio Columbien, ex coll. Staudinger.

24) C.hispida Bates

Ober- und Unterseite, Fühler und Beine hellbraun, Unterseite mit ziemlich langen, anliegenden Borsten, Oberseite, Kopf, Halsschild und Pygi- dium mit kürzeren, aufrechten Borsten mäßig dicht bedeckt. Wenig glän- zend. Auf dem Halsschild neben der Mittellinie und auf den Seiten etwas dichter sowie gleichmäßig und zerstreut auf den Flügeldecken, dicht auf dem Pygidium befinden sich sehr lange aufrechte, unten dickere, nach oben gleich- mäßig verjüngte Stichelhaare; sie sind wesentlich dicker und 3-4mal solang wie die kurzen Borsten der Flügeldecken und des Halsschildes. Auf dem Halsschild eine schmale kahle Mittellinie.

Clypeus Ö tief ausgeschnitten, so daß er 2lappig erscheint. Die Ecken nur wenig abgerundet, $ abgerundet und vorne gerade. Oberseite des Cly- peus ziemlich glatt. Stirn und Scheitel mit dichten Borstenpunkten, Hals- schild ebenfalls mit dichten Borstenpunkten bedeckt. Vorderer Seitenrand gerade, hinterer Seitenrand geschweift. Basiszacken gut ausgebildet. Vorder- ecken nicht vorgezogen. Flügeldecken mit Borstenpunkten mäßig dicht be- deckt, dazwischen ein wenig gerunzelt ohne kahle Stellen oder Rippen. Pygi-

28 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

dium dichter punktiert als die Flügeldecken. Vorder-Tibien $ 2, 2 3 Zähne. Länge 8-9 mm, 5 ö® aus Costa Rica. Diese und die nächste Art sind durch die dicken und langen Stichelhaare von den anderen Arten der Gruppe ver- schieden. Aedoeagus siehe Tafel IV/14.

25) C.nitida n. sp.

Ober- und Unterseite, Fühler und Beine hellbraun, stark glänzend. Unterseite mit langen, weißen Borsten dicht bedeckt. Halsschild an den Seiten, je eine Reihe neben der Mittellinie, das Scutellum und Pygidium, Stirn und Scheitel ebenfalls mit langen, dichtstehenden Borsten geschmückt. Der übrige Halsschild und die Flügeldecken mit kurzen, aufrechten Borsten ziemlich zerstreut, aber gleichmäßig bedeckt. Lange Stichelhaare zerstreut auf dem Kopf, auf der Scheibe des Halsschildes, dichter auf dem Halsschild- rand und sehr zerstreut auf den Flügeldecken, wo sie nur auf den Apical- beulen büschelig stehen, einige auch auf dem Pygidium. Clypeus & eckig, Vorderrand fast gerade, $ abgerundet, ebenfalls fast gerade. Oberseite des Kopfes etwas rugos. Halsschild mit Borstenpunkten bedeckt. Vorderer Sei- tenrand gerade, hinterer Seitenrand geschweift. Vorderecken nicht vorge- zogen, Basiszacken gut ausgebildet. Flügeldecken etwas runzelig, mit zer- streuten Borstenpunkten, ohne Rippen, Schulterbeule glatt. Pygidium dicht mit Borstenpunkten bedeckt, beim $ ein unbehaarter, aber punktierter Fleck an der Spitze.

Vorder-Tibien d mit 2, 2 mit 3 Zähnen. Länge 10-13 mm. Die Art unterscheidet sich von C. hispida Bates durch den geraden Clypeus, beim ö durch die spärlichen Stichelhaare und durch den Fundort, besonders auch durch die stark verschiedenen Geschlechtsorgane beim ö. Aedoeagus siehe Abbildung 1.

Abb. 1: Seitenansicht des Aedoeagus von Ceraspis nitida n. sp.

11 aus Brasilien, Peru und Bolivien, 1 Holotype ö im Museum Dresden, Allotype 2 im Museum Washington, Holotype ö aus Bolivien ohne näheren Fundort, Allotype $ aus Sao Paulo, Brasilien.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 29

26) C. modesta Burm.

Unterseite und Halsschild rötlich braun, Flügeldecken, Fühler und Beine hellbraun, wenig glänzend. Unterseite und ein breiter Streifen neben der Mittellinie, der Halsschild und die Seiten des Halsschildes mit längeren hellen Borsten ziemlich dicht bedeckt. Der übrige Halsschild und die Flügel- decken mit kurzen Borsten etwas zerstreuter ausgezeichnet. Pygidium und Scutellum ebenfalls dicht bedeckt. Clypeus ö etwas eckiger als ?, Vorder- rand 5% fast gerade. Oberseite des Kopfes und des Halsschildes mit Bor- stenpunkten ausgezeichnet. Clypeus ö etwas weniger dicht punktiert. Hals- schild Vorderseitenrand gerade, Hinterseitenrand nur wenig geschweift, Vorderecken nicht vorgezogen. Basiszacken und entsprechende Vorsprünge des Scutellums sehr flach.

Flügeldecken ziemlich dicht und fein punktiert, in den Punkten sitzen die Borsten. Die Flügeldecken sind im Grund fein chagriniert, ohne Rippen. Die Schulterbeulen glatt, ganze Oberfläche ohne Stichelhaare. Pygidium d? dicht punktiert und behaart.

Länge 8-10 mm, 8 Exemplare aus Columbien, Typenmaterial d? im Mu- seum Halle (mir vorgelegen). Diese und die folgende Art sind durch den flachen Vorsprung des Scutellums charakterisiert.

27) C. bivittata Burm.

Oberseite hellbraun, Scheitel, 2 Streifen auf dem Halsschild, Brust und Hinterleib kupferfarbig. Die ganze Ober- und Unterseite ziemlich dicht mit hellen Borsten besetzt. Auf der Unterseite, dem Pygidium und am Rande der Flügeldecken sind die Borsten etwas länger, sonst mittelmäßig lang. Auf dem Scutellum ein Büschel heller Borsten. Einige Borsten auf den Flügel- decken sind etwas länger, erreichen aber nie die Länge der Stichelhaare wie bei C. hispida.

Clypeus ö rechtwinkelig aufgebogen, die Ecken spitzwinkelig, Vorder- rand tief dreieckig ausgeschnitten. Clypeus $ nicht so scharf aufgebogen. Ecken rund, Vorderrand ebenfalls ziemlich tief ausgeschnitten. Oberseite des Kopfes und des Halsschildes ziemlich dicht mit nicht sehr groben Borsten- punkten bedeckt. Vorderseitenrand des Halsschildes gerade, Hinterseiten- rand sehr wenig vor den Hinterecken geschweift. Vorderecken nicht vorge- zogen. Basiszacken und Scutellumvorsprung sehr flach. Die Flügeldecken sind runzelig punktiert, sehr schwach gerippt. Die Schulterbeulen glatt. Das Pygidium &Q ist dicht punktiert und behaart. Vorder-Tibien d? mit 3 Zähnen.

Scutellumvorsprung sehr flach. Die Flügeldecken sind runzelig punktiert,

30 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

sehr schwach gerippt. Die Schulterbeulen glatt. Das Pygidium 9 ist dicht

punktiert und behaart. Vorder-Tibien dQ mit 3 Zähnen.

Länge 12-14 mm. Durch die Größe von C. modesta verschieden. 4 &9, dar- unter die beiden typischen Stücke (SP). Alle Exemplare aus dem Mu- seum Halle, Coll. Burmeister. Fundort Columbien, ohne näheren An- gaben.

28) C. globicollis n. sp. (= globicollis Arrow i. 1.)

Ober- und Unterseite dunkelrotbraun, Beine und Fühler heller, Ober- seite, Halsschild dicht mit Borsten bedeckt. Die Flügeldecken mit gelblichen Schuppenborsten sehr dicht ausgezeichnet. Am Rande des Halsschildes und an der Basis sind breite weile Schuppen, ebenso wie auf der gesamten Un- terseite. Die Schuppen sind auf der Unterseite ziemlich dicht, jedoch ist der Untergrund sichtbar. Das Scutellum ist mit Schuppenborsten und auf der Innenseite mit weißen Schuppen bedeckt, ebenso der dem Scutellum gegen- überliegende Vorsprung des Halsschildes. Im Umkreis des Schildchens auf den Flügeldecken befinden sich eine Reihe sehr langer, aufrechtstehender Haare.

Clypeus ö ziemlich kurz, die Ecken abgerundet, die Vorderseiten ge- rade. Die Oberseite genau wie der Halsschild, nur etwas kürzer behaart. Halsschild fast halbkugelförmig gewölbt, so breit wie die Flügeldecken, dicht, abstehend dunkelgelb behaart. Die Seiten des Halsschildes gleich- mäßig gerundet, nur vor den Hinterecken konkav geschweift. Vorderecken etwas vorgezogen und spitz.

Die Basiszacken sehr deutlich ausgeprägt, spitzwinkelig. Die Flügel- decken glatt, ohne Rippen, nur mit dichten Punkten bedeckt, aus denen die Schuppenhaare entspringen. Auch die Schulter und Apicalbeulen sind mit Schuppen bedeckt. Das Pygidium ist mit weißen Schuppen, welche konzen- trisch auf die Mitte zu gerichtet sind, dicht bedeckt.

Vorder-Tibien sind 2zähnig.

Länge 11 mm.

Die Art ist durch den breiten, kugelförmigen Halsschild besonders aus- gezeichnet. Sie und die nächstfolgende Art unterscheiden sich dadurch von allen übrigen der Gruppe 3.

4 && aus Santo, Brasilien, leider ohne nähere Fundortangabe, $ unbekannt. Type im Britischen Museum.

29) C. martinezi n. sp. (Tafel 1/5) Ober- und Unterseite schwarzbraun, Halsschild äußerst dicht mit auf- rechten Schuppenhaaren bedeckt. Die Flügeldecken ebenfalls mit sehr spit-

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 3l

zen Schuppen ausgezeichnet, welche etwas dichter stehen und anliegen. Auf dem Halsschild und dem Scutellum sind die Schuppen dunkelbraun, auf den Flügeldecken weiß-gelb. Das Scutellum ist genau so beschuppt wie der Hals- schild. Die Unterseite ist ebenfalls weiß-gelb beschuppt. Besonders auf der Unterseite des Halsschildes ist die Beschuppung außerordentlich dicht.

Clypeus länger als die vorhergehende Art. Die Ecken stark gerundet, so daß er fast halbkreisförmig erscheint, nur vorne ein kleines Stück gerade. Kopf genauso dicht wie der Halsschild beschuppt. Halsschild vorderer Seiten- rand gerade, die Seitenecken breit abgerundet, vor den Hinterecken etwas ausgeschweift. Die Vorderecken nicht vorgezogen, fast stumpfwinkelig. Die Basiszacken ebenfalls stumpfwinkelig. Der Halsschild ist so breit wie die Flügeldecken und ebenfalls stark gewölbt, wenn auch nicht ganz so stark wie bei C. globicollis.

Vorder-Tibien mit 2 sehr gut ausgebildeten Zähnen.

Länge 12 mm, 2 5 6 Sao Paulo, Brasilien. Type im Museum Sao Paulo.

Die Art unterscheidet sich von der vorhergehenden C. globicollis durch die Beschuppung des Halsschildes. Bei C. globicollis ist dieselbe haarförmig, bei C. martinezi sind die Haare durch Borstenschuppen ersetzt. Die Be- schuppung ist so dicht, daß man den Untergrund kaum sieht; alle Schuppen stehen aufrecht.

30) C. mustela n. sp. (= mustela Arrow i. ].)

Ober- und Unterseite hellbraun, ebenso die Beine und Fühler. Die Oberseite des Kopfes ist mit anliegenden braunen Schuppenborsten bedeckt. Der Halsschild hat in der Mitte eine Linie von weißen Schuppenborsten, die Scheibe ist entlang dieser Linie mit ganz dunklen Schuppenborsten aus- gezeichnet. Auf der Seite des Halsschildes sind vorne die Schuppenborsten gelb, an den Hinterecken fast weiß. An den Hinterecken sind die Schuppen breiter, während sie auf der Scheibe ausgesprochenen Borstencharakter haben.

Die Flügeldecken sind mit schmalen, anliegenden, gelben Schuppen nicht sehr dicht bedeckt, in der apicalen Hälfte befinden sich 2 aus weißen breiteren Schuppen gebildete Makeln. Neben diesen Makeln ist eine nur mit schwarzen Borsten ausgezeichnete kahle Stelle.

Das Pygidium und die Unterseite sind mit schmalen, weißen Schuppen- borsten anliegend bedeckt. Der Clypeus Ö ist etwas vorgezogen, sehr stark aufgebogen, die Ecken sind nach außen etwas heraustretend. Die Vorder- seite ist breit, aber ziemlich flach ausgerandet.

Clypeus ® ist kurz in einem ziemlich flachen Bogen abgerundet. Hals- schild 5 so breit wie die Flügeldecken, stark gewölbt, vorderer und hinterer

32 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

Seitenrand fast gerade. Die Vorderecken etwas vorgezogen und spitz. Hals- schild ? schmäler als die Flügeldecken und nicht so stark gewölbt. Auch die Vorderecken sind nicht spitz und nicht vorgezogen. Flügeldecken 5% sind ohne Rippen, nur mit Borstenpunkten ausgezeichnet. Beschuppung siehe oben. Die Art ist ausgezeichnet durch die starke Divergenz beim Halsschild des 2, weshalb auch ö und 2 in der Bestimmungstabelle in verschiedenen Gruppen erscheinen.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen, von denen der 2. Zahn schwächer ausge- bildet ist.

Von den 2 vorhergehenden, ebenfalls mit kugelförmigem, breitem Hals- schild ausgezeichneten Arten unterscheiden sich C. mustela durch die Flecken auf den Flügeldecken und durch die geringere Größe.

Länge 8 mm. 1 51% aus Espiritu-Santo, Type im Britischen Museum.

31) C. pilatei Harold (= velutina Bates)

Ober- und Unterseite, Beine und Fühler hellbraun, Oberseite des Cly- peus mit Schuppenborsten, Scheitel und Stirn mit anliegenden, weißen, läng- lichen Schuppen bekleidet.

Halsschild und Flügeldecken mit reihenweise angeordneten, weißen, schmalen, anliegenden Schuppen bedeckt.

Pygidium und Unterseite mäßig dicht mit anliegenden Schuppen regel- mäßig bedeckt. Auf dem Pygidium in der oberen Hälfte in der Mitte eine kahle Stelle.

Clypeus ö6 etwas vorgezogen, stark aufgebogen, die Ecken abgerundet, Vorderrand seicht ausgeschnitten. Der Halsschild ziemlich flach, etwas länger als breit, vorderer Seitenrand gerade, hinterer Seitenrand geschweift. Die Vorderecken etwas vorgezogen, fast rechtwinkelig. Die Basiszacken ziemlich flach. Durch die reihenweise angeordneten Schuppen auf dem Halsschild ent- stehen kahle Längsstreifen. In der Mitte geht ein Längsstreifen durch, auf der Seite sind dieselben nicht regelmäßig ausgebildet. Ungefähr die Hälfte des Halsschildes ist kahl. Das Scutellum ist dicht beschuppt mit ganz schma- ler, kahler Mittellinie. Auf den Flügeldecken sind 3 flache Rippen vorhanden, welche kahl sind. Eine 4. kahle Linie geht von der Schulterbeule aus und endet etwas nach der Mitte der Flügeldecken.

Gestalt ziemlich langgestreckt, Vorder-Tibien mit 3 Zähnen, der 1. Zahn sehr schwach.

Länge 13-15 mm.

Die Art unterscheidet sich von allen übrigen dieser Gruppe durch die

reihenweise angeordneten Schuppen. C. velutina Bates scheint mir nichts

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 33

anderes zu sein, als eine auf dem Halsschild sehr gut beschuppte C. pilatei. Ich kann beim besten Willen keine sonstigen Unterschiede feststellen. Auch die Beschreibung bietet keinen Anhaltspunkt. Ich ziehe daher C. velutina ein. 60 Exemplare aus Mexiko, Honduras, Guatemala.

32) C. bivulnerata Germ.

Ober- und Unterseite, Fühler und Beine hellbraun, Kopfoberseite dicht mit schmalen, langen, weißlich-gelben, spitzen Schuppen ausgezeichnet. Der Halsschild auf der Mittellinie ziemlich breit mit breiteren weißen Schuppen bedeckt. Neben dieser Mittellinie beiderseits eine längliche, ebenso breite Stelle mit dunkleren Borsten, welche vom Vorderrand bis zur Mitte des Hals- schildes reicht. Der übrige Halsschild mit etwas schmalen, dunkelgelben, an- liegenden Schuppen dicht bedeckt. An der Basis des Halsschildes die glei- chen Schuppen wie auf der Mittellinie. Die Bedeckung des Halsschildes mit Schuppen ist dicht, aber nicht so dicht, daß man nicht die Unterseite er- kennen kann.

Das Scutellum ist ebenfalls dicht mit anliegenden, breiteren weißen Schuppen bedeckt. Um das Scutellum herum lange, hellbraune, einzelne auf- stehende Haare.

Die Flügeldecken in der Mitte ziemlich dicht mit breiteren Schuppen ausgezeichnet. Auf den Seiten werden die Schuppen etwas schmäler und sind auch zerstreuter. In der Mitte der Flügeldecken und auf der Apical- beule schmale Flecken, welche mit dunklen Schuppen ausgezeichnet sind.

Das Pygidium ist in der oberen Hälfte wenig dicht beschuppt, auf der Unterseite sehr dicht, an der Spitze sind büschelförmig auftretende, lange, hellbraune Haare.

Die Unterseite ist lang und dicht behaart, die Haare sind nur am letzten Segment und am Propygidium schuppenförmig.

Clypeus ö sehr stark vorgezogen und etwas verschmälert, fast recht- winkelig, stark aufgebogen. Die Ecken wenig verrundet, die Vorderseiten gerade. Clypeus $ stark abgerundet in einem flachen Bogen verlaufend, nicht so stark aufgebogen wie beim Ö.

Der Halsschild ist normal gewölbt, der vordere Seitenrand länger als der hintere, etwas konkav, die Vorderecken spitz und vorgezogen. Die Sei- tenecken flach verrundet, der hintere Seitenrand nur kurz vor den Hinter- ecken etwas konkav, sonst gerade. Die Basiszacken sehr gut ausgebildet, die Flügeldecken nicht gerippt. Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 13-16 mm. 79 Exemplare aus Brasilien und Guayana. Gestalt ebenfalls ziemlich lang- gestreckt, die 27? wie üblich, wesentlich plumper.

Ent. Arb. Mus. Frey, Bd. 13, H.1 3

34 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

33) C. amazonica n. sp.

Ober- und Unterseite dunkelbraun, Beine und Fühler etwas heller braun, Kopf Oberseite mit fleischfarbenen, langen, dünnen Schuppen, ebenso wie der Halsschild dicht bedeckt. Die Schuppen lassen auf dem Kopf den Untergrund etwas erkennen, dagegen stehen sie auf dem Halsschild sehr dicht. Beiderseits der Mittellinie des Halsschildes einige lange, aufrecht- stehende einzelne Haare.

Das Scutellum ist ebenfalls dicht bedeckt und ist außergewöhnlich groß und zweiteilig gewölbt. Die Flügeldecken sind mit relativ schmalen, eben- falls Heischfarbenen Schuppen dicht bedeckt, sie lassen aber den Untergrund erkennen. Die Schulterbeulen sind kahl. Die Unterseite und das Pygidium sind mit weiß-gelben Schuppen sehr dicht bedeckt. Das Pygidium ($) ist flach halbkreisförmig, der Halsschild ziemlich kurz gewölbt, der vordere Seiten- rand fast gerade, der hintere Seitenrand geschweift. Die Vorderecken kaum vorgezogen, fast rechtwinkelig. Die Basiszacken sind gut ausgebildet, die Flügeldecken ohne Rippen.

Die Gestalt ist wesentlich kürzer als die der vorhergehenden Arten, mehr einer Hoplia-Form ähnlich.

Vorder-Tibien mit 2 sehr gut ausgebildeten Zähnen. Länge 14 mm, nur 1 $, Amazonas, Brasilien.

Durch die dichten, anliegenden Schuppen des Halsschildes bemerkens- wert. Diese Art hat Ähnlichkeit mit den Arten der Citrina-Gruppe, diese sind jedoch noch dichter beschuppt, und die Schuppen sind wesentlich breiter. Type im Britischen Museum.

34) C. oblonga Moser

Ober- und Unterseite, Beine und Fühler braun bis metallisch schim- mernd, Halsschild und Kopf etwas dunkler, Kopf oben sehr gerunzelt, ziem- lich dünn mit anliegenden Schuppenborsten bedeckt. Der Halsschild ist sehr dicht mit lanzettförmigen, weißgelben Schuppen ausgezeichnet. Auf der Basis neben der Mittellinie 2 große Flecken, welche nur mit dünnen Schup- penhaaren besetzt sind, so daß der Untergrund gut sichtbar ist.

Das Scutellum ebenfalls mit weißen lanzettförmigen Schuppen dicht besetzt, die Mittellinie kahl.

Die Flügeldecken neben der Naht mit weißgelben Schuppen bedeckt. Auf den Seiten der Flügeldecken sind dieselben durch Haare ersetzt. Die Unterseite am Prosternum und Metasternum behaart, die Ventralsegmente mit lanzettförmigen Schuppen besetzt. Das Pygidium behaart, nur mit eini- gen weißen, länglichen Schuppen in der oberen Hälfte ausgezeichnet.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 39

Halsschild vorderer Seitenrand gerade, hinterer Seitenrand stark ge- schweift. Vorderecken nicht vorgezogen, flachwinkelig. Basiszacken sehr gut ausgebildet und spitzwinkelig. Flügeldecken nicht gerippt, nur schwach ge- runzelt. Gestalt ziemlich lang. Vorder-Tibien mit 2 gut ausgebildeten Zähnen. Zähnen.

Länge 15 mm.

Aus allen Museen ist mir nur 1 einziges ? zu Gesicht gekommen, das ich als Neotype bezeichnet habe. Dieselbe befindet sich im Britischen Mu- seum. Die anderen Exemplare scheinen verschollen zu sein. Moser gibt leider nicht an, wie viele Exemplare seiner Beschreibung zugrundegelegt waren. Als Fundort ist in der Beschreibung Novo Friburgo, Brasilien ge- nannt, die Neotype hat leider keinen Fundort.

35) C. bicolor Moser

Halsschild und Kopf schwarz, Flügeldecken rotbraun, Unterseite dun- kelrotbraun, Beine und Fühler hellrotbraun. Kopfoberseite gerunzelt mit etwas abstehenden hellen, bis dunklen Borstenhaaren bedeckt. Der Hals- schild auf der Mittellinie mit einer schmalen Reihe weißer, länglicher Schup- pen ausgezeichnet, ebenso befindet sich auf der Basis, den Seiten und am Vorderrand ein schmaler Rand solcher Schuppen, sowie eine kurze, von den Vorderecken ausgehende Reihe mit ebensolchen weißen Schuppen. Der übrige Teil des Halsschildes mit ziemlich langen Borstenhaaren bedeckt. Das Scutellum weist ebenfalls auf beiden Seiten aufrechtstehende, weiße Schup- pen auf. Die breite Mittellinie ist kahl.

Die Flügeldecken sind ziemlich zerstreut, mit langen Borstenhaaren aus- gezeichnet. Auf den Flügeldecken sind verschieden ausgebildete Makeln aus weißen, lanzettförmigen Schuppen. Die Unterseite und das Pygidium ist ganz weiß beschuppt. Es ist aber überall die Unterseite sichtbar. In der Umgebung des Scutellums einige lange, aufrechtstehende hellbraune Haare. Clypeus $ kurz, Vorderrand in flachem Bogen verlaufend. Clypeus ö etwas vorgezogen.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 12 mm. 4 Exemplare aus Ceara, Espiritu-Santo, Brasilien. Type $ im Zool. Museum Berlin.

Die Art ist besonders gekennzeichnet durch den verschiedenfarbigen

Halsschild und die Flügeldecken, ebenso wie die nachfolgende Art.

36) C. elongata n. sp. Kopf, Halsschild, Unterseite und Beine dunkelbraun, Fühler und Flü-

36 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

geldecken hellbraun. Gestalt außergewöhnlich gestreckt. Flügeldecken 1!/o- mal so lang wie breit. Kopfoberseite dicht, etwas runzelig punktiert mit dünnen Borsten. Halsschild punktiert mit dunklen Borsten, welche von den Punkten ihren Ursprung nehmen. Auf den Zacken gegenüber dem Scu- tellum und an den Hinterecken einige breite Schuppen, die Flügeldecken nicht gerippt, kaum gerunzelt und nur auf den Seiten an den Spitzen unter- halb der Apicalbeulen gerunzelt. Auf der Scheibe fast glatt. Auf der api- calen Hälfte befinden sich je 2 längliche, aus weißen Schuppen gebildete Makeln. Die Seiten der Flügeldecken und die Apicalbeulen sind dünn be- haart, die Unterseite ist überall fein und lang und dünn behaart. Auf den Seiten der Ventralsegmente jeweils 1 Fleck aus weißen Schuppen bestehend. Das Pygidium ist lang, fein und dicht behaart ohne Schuppenflecken, diese befinden sich lediglich am Rand des Propygidiums und zwar einer in der Mitte und zwei auf den Seiten. Clypeus ö nicht vorgezogen, Ecken ab- gerundet, Vorderrand gerade. Diese Art ist schon durch ihre langgestreckte Form mit keiner anderen zu verwechseln. Vorder-Tibien 2zähnig. Länge ll mm. Type ö aus Catchimbo, Prov. Bahia, Brasilien, leg. Ch. Pujol 1890. Type (Unicum 5) im Museum Brüssel.

37) C. albovaria Blanch.

Ober- und Unterseite, Fühler und Beine hellrotbraun. Kopfoberseite mit langen, weißen bis dunkelbraunen Borstenhaaren bedeckt. Der Halsschild hat eine aus weißen, breiteren, lanzettförmigen Schuppen bestehende Mittel- linie, ebenso sind die Seiten und einige ungenaue Flecken auf dem Hals- schild mit weißen, breiten, lanzettförmigen Schuppen bedeckt. Neben der Mittellinie und zwischen den weißen Schuppen breitere Stellen, die nur mit aufrechten Borstenschuppen ausgezeichnet sind. Auch diese stehen nur zerstreut, so daß der Untergrund vorherrscht. Auch auf dem Scutellum befinden sich breite weißgelbe Schuppen. Flügeldecken ebenfalls größten- teils nur mit borstenähnlichen Schuppen ausgezeichnet. Auf der Scheibe der Flügeldecken und vor den Apicalbeulen symmetrische weiße Makeln, welche aus wesentlich breiteren Schuppen gebildet sind. Die vorliegende Neotype hat je 2 solche Makeln in der Mitte der Flügeldecken und je 1 vor den Apicalbeulen.

Unterseite und Pygidium dicht weiß beschuppt. Die Schuppen sind etwas schmäler als die breiten Schuppen auf den Flügeldecken. Clypeus ö kurz, Ecken abgerundet, vorne gerade, wenig aufgebogen. Clypeus $ eben- falls kurz, stärker abgerundet und fast in flachem Bogen verlaufend.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 37

Halsschild vorderer Seitenrand gerade, hinterer Seitenrand nur kurz vor den Hinterecken etwas geschweift, Vorderecken nicht vorgezogen, Basis- zacken sehr deutlich und fast spitzwinkelig. Vorder-Tibien mit 2 Zähnen. Gestalt kürzer als die vorhergehenden Arten.

10 Exemplare aus Brasilien, Espiritu Santo und Mato Grosso und Sao Paulo,

Neotype (7) im Britischen Museum.

38) C. conspersa Burm. (Tafel 1/6)

Ober- und Unterseite schwarzbraun, Fühler etwas heller, Oberseite des Kopfes dicht mit weißen Borstenschuppen bedeckt. Halsschild Mittellinie, Vorderrand, Seitenrand, Basis, eine breite Stelle an den Hinterecken und ein schmaler Fleck von den Vorderecken ausgehend mit breiteren, lanzettför- migen, weißlichen Schuppen bedeckt, der übrige Teil des Halsschildes mit dunkleren, grau-braunen, langen Borsten, nicht sehr dicht, ausgezeichnet. Das Scutellum ist ebenfalls mit weißen, aufrechtstehenden, aber wesentlich schmäleren Schuppenborsten bei glatter Mittellinie bedeckt. Die Flügel- decken sind mit schmalen, grauen Schuppen ziemlich dicht bedeckt. An der Basis der Flügeldecken, sowie auf der Scheibe befinden sich symmetrische, aus breiten, weißen Schuppen gebildete Flecken. Bei nicht abgewetzten Exemplaren sind die Schuppen sehr deutlich und bilden in der oberen Hälfte der Flügeldecken 2 kleine und in der apicalen Hälfte der Flügeldecken 2 breite, weiße Makel.

In der Umgebung des Scutellums und auch auf dem Halsschild befinden sich einzelne, besonders lange, graubraune Haare. Die Unterseite und das Pygidium sind dicht weiß beschuppt. Die Schuppen sind von der gleichen Art wie die breiten Schuppen auf dem Halsschild und den Flügeldecken.

Clypeus ö ziemlich stark abgerundet, vorne ein wenig ausgerandet. Clypeus in flachem halbkreisförmigen Bogen verlaufend. Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 7-11 mm. Gestalt plump. 13 Exemplare öP aus Missiones, Argentinien, Rio de Janeiro, Brasilien.

Der starke Größenunterschied der mir vorliegenden Serie ist auffällig. Ich habe aber an Hand der Geschlechtsorgane keinerlei Unterschied zwischen diesen extremen Formen feststellen können. Die Art ist von ©. albovaria durch die graue Beschuppung verschieden.

Neotype (Ö), Missiones Loretto, im Museum Sao Paulo.

39) C. variegata Perty Ober- und Unterseite graubraun, Beine und Fühler hellbraun, Hals-

38 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

schild und Kopf dunkler grau, Kopfoberseite außen mit weißen, Stirn und Scheitel mit grauen Borsten bedeckt. Halsschild Mittellinie, Basis Vorder- rand und Seitenrand im Bogen von den Vorderecken zu den Hinterecken laufend mit breiten, weißen Schuppen bedeckt. Die Schuppen lassen die Oberfläche erkennen. Scutellum mit weißen Schuppen, Flügeldecken, Basis- rand, Naht und 4 Flecken auf jeder Seite weiß beschuppt. Die übrige Ober- fläche ist mit schmalen grauen Schuppen bedeckt. Die Unterseite und das Pygidium sind ziemlich dicht, weiß beschuppt. Die Schuppen sind von glei- cher Art wie die auf dem Halsschild und den Flügeldecken.

Clypeus ö etwas vorgezogen, ziemlich stark aufgebogen, Ecken ver- rundet, vorne fast gerade, Halsschild Vorderseite gerade, Hinterseite wenig geschweift, Vorderecken nicht vorgezogen, Basiszacken gut ausgebildet. Vor- der-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 7 mm. Type Unicum) aus Brasilien, ohne nähere Fundortangabe, befindet sich in der Zool. Staatssammlung in München.

Die Art ist durch die wesentlich stärkere, weiße Beschuppung von C. conspersa verschieden. Auch der Clypeus ist etwas anders. Leider erlaubt es der Zustand der Type nicht, Geschlechtsteiluntersuchungen vorzunehmen. Im übrigen ist die Art auch durch die Größen wesentlich verschieden.

40) C. burmeisteri n. sp.

Ober- und Unterseite schwarzbraun, Kopfoberseite dicht, etwas runzelig punktiert. Clypeus kahl, Stirn und Scheitel mit ziemlich langen, weißlichen Borsten ausgezeichnet. Halsschild mit grauen, langen, feinen Borsten dicht bedeckt. Die Mittellinie des Halsschildes, die Basis, die Seite und der Vor- derrand tragen schmale, weiße Borstenschuppen. Der Vorderrand und die Seiten sind außerdem lang und hell bewimpert. Das Scutellum trägt graue und weiße Borstenschuppen gemischt. Es hat keine sichtbare Mittellinie.

Die Flügeldecken haben ziemlich kurze, graue und schmale Schuppen, an der Basis und in einer gewissen Entfernung von der Naht befindet sich ein Streifen mit etwas breiteren, weißen Schuppen. Die Unterseite und das Pygidium tragen schmale, weiße Borsten. Sie sind nicht sehr dicht, so daß die Unterseite überall gut sichtbar ist. Clypeus & ziemlich kurz, Vorderseite gerade, Ecken abgerundet.

Halsschildseiten sehr flach gerundet, Vorderseitenrand gerade, hinterer Seitenrand sehr wenig geschweift. Vorderecken nicht vorgezogen und stumpfwinkelig. Basiszacken bzw. Vorsprünge des Scutellums sehr deutlich rechtwinkelig. Vorder-Tibien nur mit 1 Zahn.

Länge 6 mm.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 39

1 & Sao Jouo de Rey, Brasilien. 1 ö, im Zool. Museum Berlin.

Diese Art war als dorsata Burm. bestimmt, was sie aber nach der Be- schreibung unmöglich sein kann.

Aedoeagus siehe Tafel IV/16.

41) C. vulpes n. sp. (= vulpes Arr. i. 1.) (Tafel 1/4)

Ober- und Unterseite, Fühler und Beine hell-rotbraun, Kopfoberseite mit hellen gelblichen Schuppenborsten bedeckt. Halsschild dicht mit auf- rechtstehenden hellgelben Schuppenborsten bedeckt; dazwischen befinden sich einzelne, aufrechtstehende, dunkelgelbe Haare. Entlang der Mittellinie auf der basalen Hälfte werden die Schuppenborsten etwas dichter und weiß- licher. Ebenso auf den Hinterecken des Halsschildes. Neben der Mittellinie auf der Scheibe einige schwarze Borsten.

Das Scutellum ist mit gelben, aufrechtstehenden Schuppenhaaren dicht bedeckt. Auch die Flügeldecken sind mit gelben, schmalen Schuppen dicht ausgezeichnet; der Untergrund ist jedoch gut erkennbar. Auf den Flügel- decken befinden sich je 2 ziemlich große, etwas längliche, aus dunklen Bor- stenschuppen gebildete Flecken.

Die Unterseite und das Pygidium sind ebenfalls mit anliegenden, weiß- gelben Borstenschuppen bedeckt. Die Bedeckung ist aber ziemlich zerstreut. Auf den Ventralsegmenten und auf der Unterseite des Pygidiums sind lange und dichte Büschel von rotgelben Haaren.

Clypeus ö? ziemlich stark vorgezogen, stark aufgebogen, die Ecken nur wenig verrundet, der Vorderrand seicht ausgeschnitten. Clypeus ö oben kahl, Clypeus $ behaart. Vorder-Tibien nur mit 1 Zahn. Gestalt ziemlich ge- drungen.

Länge 8-9 mm.

2 56,1%, Espiritu Santo, Brasilien. Type (Ö) im Britischen Museum.

42) C. tenuisquamosa n. sp.

Ober- und Unterseite dunkelbraun, Fühler und Beine etwas heller, Oberseite des Kopfes runzelig, mit hellen Borstenschuppen bedeckt. Hals- schild dicht mit dunkelgelben Borsten bedeckt. Die Basis, der Vorderrand und Seiten sowie ein Drittel auf der Mittellinie gegenüber dem Scutellum mit breiten, weißen Schuppen ausgezeichnet. Das Scutellum ist ebenfalls mit breiteren, weißen Schuppen bedeckt. Die Oberfläche des Halsschildes ist gut sichtbar. Die Flügeldecken dicht mit dunkelgelben Schuppen bedeckt ohne Flecken und ohne kahle Stellen.

40 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

Die Umgebung des Scutellums und einige Stellen des Halsschildes tra- gen einige aufrechte hellbraune Borsten.

Die Unterseite und das Pygidium sowie das Propygidium sind dicht mit weißen, breiteren Schuppen ausgezeichnet. Auch an der Basis der Flügel- decken befinden sich einzelne, etwas breitere weiße Schuppen. Auf dem Pygidium sind breite weiße mit dunkelgelben Schuppen gemischt. Die Flü- geldecken tragen keine Rippen.

Clypeus $ in flachem Bogen gerundet. 6 unbekannt.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 11 mm. 1 2 aus Santos, Brasilien. Type (Unicum) in der Zoologischen Staatssamm- lung in München.

43) C. ventralis n. sp.

Ober- und Unterseite grau, Beine rotbraun, Fühler dunkelrotbraun, Tibien ebenfalls dunkelrotbraun. Oberseite des Kopfes gerunzelt und mit hellen Borsten dünn bedeckt. Die ganze Oberseite des Halsschildes und der Flügeldecken mit schmalen, weißlichen Schuppen einheitlich, aber mäßig dicht ausgezeichnet.

Auch das Scutellum ist genau wie die Flügeldecken und der Halsschild geschmückt. Die Schuppen sind auf den Flügeldecken mit grauen, aber sonst genau gleichen Schuppen gemischt. Die Schuppen sind sehr schmal, fast wie Borstenschuppen. Die Unterseite ist ungleich beschuppt. Auf dem Meta- sternum auf der Seite und in der Mitte breite Schuppen.

Die ersten 3 Ventralsegmente in der Mitte mit ganz schmalen Borsten, auf der Seite mit breiten Schuppen, die 4. und 5. Segmente ausschließlich mit breiten Schuppen bedeckt.

Das Pygidium und das Propygidium mit weißlichen, langen Borsten dicht geschmückt.

Clypeus ö vorgezogen, stark aufgebogen, vorne etwas ausgerandet. Der Halsschild etwas länger als breit, vorderer und hinterer Seitenrand ge- schweift, Vorderecken vorgezogen und spitz. Basiszacken bzw. Vorsprünge des Scutellums sehr spitz.

Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 8 mm. Type (Unicum) Itatiaya, Brasilien. Type im Museum G. Frey.

44) C..pereirae n. sp. Rotbraun. Halsschild, Mittel- und Hintertibien sowie die Tarsen etwas dunkler. Ober- und Unterseite, Kopf und Beine, Pygidium und Skutellum

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 41

gleichmäßig dicht mit gelblichweißen, schmalen, lanzettförmigen Schuppen bedeckt. Die Grundfarbe ist jedoch überall durchscheinend.

Clypeus (6) eckig, vorne gerade, stark aufgebogen, beim $ vorne ge- rade, Ecken breit abgerundet und weniger aufgebogen. Halsschild vorderer Seitenrand gerade, hinterer Seitenrand ein wenig geschweift. Halsschild- zacken ausgeprägt. Vorderecken nicht vorgezogen, stumpf. Vordertibien mit 2 Zähnen, der 1. schwach entwickelt. Fühlerfahne (&) ?/s des Stiels, beim $ etwas kürzer. Die Schuppen auf der Unterseite sind etwas mehr weiß als die auf der Oberseite. Die kleinere der hinteren Klauen gespalten.

Länge 9-10 mm; 2 56 6,1% aus Missiones Pto. Iquasu, Argentinien,

XI. 1947. Type in Coll. Martinez. Paratype in meinem Museum.

45) C. pauperata Burm.

Ober- und Unterseite rotbraun, Fühlerfahne dunkelbraun, der Kopf schmal beschuppt, die Schuppen lassen die Oberfläche erkennen. Der Hals- schild ist auf der Seite mit spärlichen dünnen Schuppen bedeckt. In der Mitte und an der Basis gegenüber dem Schildchen sind große, längliche Schuppen vorhanden. Der Halsschild ist aber überall im Grunde sichtbar.

Die Flügeldecken sind ziemlich gleichmäßig beschuppt, die Schuppen sind relativ klein und ziemlich kurz. Die Schulterbeulen sind breit, die Farbe der Schuppen auf dem Halsschild und den Flügeldecken ist gelblich, die Unterseite und das Pygidium hat weiße, breitere, aber noch lanzettförmige Schuppen, welche wesentlich größer sind als die auf dem Halsschild und den Flügeldecken. Auch die Beine sind weiß beschuppt, teilweise haben auch die einzelnen Stücke auf den Flügeldecken verschiedenfarbige gelbliche und dunklere Schuppen. Dagegen sind durchweg die Schuppen so spärlich an- geordnet, daß man überall die Grundfarbe erkennen kann.

Clypeus ö kurz, vorne gerade, Ecken abgerundet, $ flach gebogen, ohne Ecken.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 7-9 mm, Länge der Type 7 mm. 6 Exemplare 8% aus dem südlichen Brasilien. Die Type (Mus. Halle) trägt den Fundort Brasilien, Nova Friburgo.

46) C. vestita Blanch.

Hellbraun. Oberseite mit schmalen Schuppen dicht bedeckt, welche je- doch die Farbe des Untergrunds erkennen lassen. Die Farbe der Schuppen ist gelblich weiß, auf der Scheibe des Halsschildes gehen die Schuppen teil- weise in Schuppenhaare über. Die Unterseite und die Beine sind wie die Oberseite beschuppt, ebenso das Pygidium.

49 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

Clypeus vorne gerade, Ecken breit abgerundet und ein wenig aufge- bogen. Halsschild gewölbt. Der hintere Seitenrand fast gerade. Vorderecken nicht vorgezogen und stumpf. Basalzacken des Halsschildes gut ausgeprägt. Das Skutellum ohne erkennbare Mittellinie.

Fühlerfahne ?/3 so lang wie der Stiel. Vordertibien mit 2 Zähnen. Länge 5!/2 mm.

Mir liegt nur ein stark beschädigtes, sehr altes Exemplar, vermutlich ein Ö, vor, das ich aus diesem Grunde nicht als Neotype bezeichnen möchte. Fundort Sao Paulo 1906, in coll. Museum S. Paulo.

47) C. suleicollis Moser

Ober- und Unterseite rotbraun, Beine etwas dunkler, Kopf mit langen dünnen Schuppen besetzt, auf der Oberseite des Clypeus sind die Schuppen kleiner. Halsschild in der Mitte mit langen und schmaien lanzettförmigen Schuppen, an den Hinterecken werden die Schuppen breiter, ebenso gegen- über dem Schildchen sind die Schuppen verdichtet. Die Schuppen auf der Scheibe sind dünn gestellt, so daß der Untergrund sichtbar wird. An den Ecken wird die Grundfarbe verdeckt, die Flügeldecken sind gleichmäßig, aber nicht ganz dicht mit lanzettförmigen gelblichen und weißen Schuppen ausgezeichnet. Die Unterseite ist dicht mit weißen, etwas breiteren eiför- migen Schuppen bedeckt. Die Schuppen auf den Beinen sind ganz schmal lanzettförmig. Auf dem Halsschild befindet sich eine flache Furche von der Basis bis zum Vorderrand, sie ist allerdings durch die Beschuppung schwer sichtbar. Der Halsschild ist breiter als lang, die Hinterseiten sind stark ge- schweift, die Vorderseiten gerade. Die Farbe der Schuppen ist wechselnd, meist befinden sich ıınter den braungelben Schuppen auch weiße Schuppen eingestreut. Zum Teil sind die Schuppen auch auf dem Halsschild bräunlich. Das Schildchen hat ebenfalls zweifarbige Schuppen. Einzelne aufrecht- stehende Haare sind gelegentlich auf der Halsschildscheibe vorhanden. Die Schuppen sind mit Ausnahme der Eckschuppen am Halsschild durchweg lanzettförmig ausgebildet. Die eingestreuten weißen Schuppen sind etwas breiter.

Clypeus 8% stark abgerundet, vorne gerade, nur wenig geschweift und aufgebogen.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 6,5-7,5 mm. 28 Exemplare öQ aus Santa Catarina, Brasilien.

Die Art ist gekennzeichnet durch die verschiedenfarbigen Schuppen auf den Flügeldecken, sie ist jedoch schwer eindeutig zu unterscheiden, da der

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 43

erhaltene Zustand oft sehr verschieden ist und auch die Schuppen nicht ein- deutig zu charakterisieren sind.

Type im Zool. Museum Berlin.

48) C. kuntzeni Moser

Der vorhergehenden Art nahe verwandt, rotbraun, Kopf spärlich, Hals- schild und Flügeldecken dicht mit lanzettförmigen gelbweißen Schuppen be- deckt. Auch das Schildchen ist einheitlich gelbweiß beschuppt. Eine schmale Basis der Flügeldecken und 3 Längsstreifen auf dem Halsschild vom Vorder- rand bis zur Scheibe sind mit weißen Schuppen bedeckt. Auf der Basis des Halsschildes und an den Vorderecken sind die Schuppen ein wenig breiter. Die Unterseite und das Pygidium sind sehr dicht weiß beschuppt. Die Schup- pen sind hier etwas breiter. Auf dem Halsschild und den Flügeldecken ist der Untergrund noch sichtbar, dagegen auf der Unterseite nicht. Die Beine sind dünner, aber sehr lang weiß, lanzettförmig beschuppt.

Clypeus ö kurz, vorne gerade, die Ecken breit abgerundet. Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 6-7 mm.

7 5@ aus dem südlichen Brasilien.

Type im Zool. Museum Berlin.

49) C. citrina Blanch. (Tafel 1/12)

Breiter und plumper als die vorhergehenden Arten, dunkelrotbraun, Tibien und Tarsen etwas heller, ebenso der Fühlerschaft. Clypeus gerunzelt, spärlich mit einzelnen, etwas spitzen Schuppen bedeckt. Stirn, Scheitel und die ganze übrige Oberfläche des Insekts mit breiten, weiß-gelblichen Schup- pen bedeckt. Die Schuppen sind außerordentlich dicht und dachziegelförmig angeordnet. Auf der Unterseite sind die Schuppen rein weiß, auf der Ober- seite etwas gelblich weiß. Flecken auf dem Halsschild und den Flügeldecken sind etwas gelb gefärbt. Das Pygidium ist ebenfalls rein weiß beschuppt. Es sind am Halsschild keine aufstehenden Schuppenreihen sichtbar, auch ist die Schuppenbildung auf der ganzen Oberfläche sehr gleichmäßig, breit, eiförmig. Clypeus 8% kurz, vorne gerade, Ecken sehr breit abgerundet.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen. Länge 7-11 mm. 24 SQ aus dem südlichen Brasilien bis Espiritu Santo.

Gelegentlich sind die gelben Schuppen auch so angeordnet, daß sich auf der Scheibe ein Längsstreifen abzeichnet. Neotype in meinem Museum.

44 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

50) C. citrina var. pisicolor Burm.

Genau wie die Stammform, nur etwas kleiner und die Schuppen erbsen- farbig. Auf dem Halsschild befinden sich einige aufrechtstehende Borsten. Die Beine sind hellrot-braun, die Spitzen der Tibien und die Tarsen etwas dunkler. Im übrigen wie die Stammform. Länge im Durchschnitt etwas kür- zer als die Stammform und zwar 8-9 mm.

17 5% aus Mittel- bis Süd-Brasilien. Eine Fundortangabe Columbien er-

scheint mir zweifelhaft.

Diese Art ist nur eine Varietät der C. citrina Blanch. Aedoeagus siehe Tafel

111/15.

Neotype im Zool. Museum Berlin. Die 6 Geschlechtsorgane sind völlig identisch mit der Stammform.

51) C. castaneipennis Blanch.

Ober- und Unterseite dunkelbraun, Kopfoberseite gerunzelt, ganz we- nig beschuppt. Halsschild und Flügeldecken mit braunen, eiförmig zuge- spitzten, ziemlich großen Schuppen sehr dicht bedeckt. Die Oberfläche der Flügeldecken ist samtartig schillernd. Das Schildchen ist mit den gleichen Schuppen, nur etwas aufrechtstehend, ausgezeichnet.

An der Basis der Flügeldecken und auf der Vorderseite des Halsschildes sind die braunen Schuppen teilweise durch weiße Schuppen ersetzt, welche undeutliche Längsstreifen bilden. Der Halschild hat eine deutliche Mittel- furche.

Auch an den Hinterecken des Halsschildes und auf dem Mittelzacken des Halsschildes sind die Schuppen heller. Die Beschuppung ist sehr dicht, besonders auf dem Halsschild, so daß der Untergrund bei unbeschädigten Exemplaren nicht sichtbar ist. Die Unterseite und die Beine sind weiß be- schuppt. Die Schuppen auf der Unterseite sind ebenfalls breit eiförmig und zugespitzt. Die Schuppen auf dem Pygidium sind hellbraun.

Clypeus ö9 breit abgerundet, vorne etwas gerade.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen. Aedoeagus siehe Tafel IIV/14.

Länge 8-10 mm. 6 ö® aus Brasilien, ohne nähere Angaben.

52) C. bufo.n. sp. (Tafel 1/9)

Ober- und Unterseite dunkelbraun, Fühler etwas heller, Kopfoberseite borstenartig dünn beschuppt, auf dem Scheitel dunklere Schuppen, sonst sind die Schuppen auf dem Kopf weißgelb.

Kopf, Halsschild, Flügeldecken und Unterseite mit breiten, eiförmigen Schuppen bedeckt, das Schildchen mit etwas längeren, aufrechtstehenden

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 45

Schuppen ausgezeichnet. Auf dem Halsschild und in der Umgebung des Schildchens einzelne aufrechtstehende lange Borsten. Auf dem Halsschild vier und auf den Flügeldecken je zwei dunkle, durch braune Schuppen ge- bildete Flecken. Die Halsschildflecken sind vorne zusammenstehend, auf der hinteren Hälfte des Halsschildes ist der Zwischenraum größer. Auf den Flü- geldecken befindet sich das vordere Paar etwas oberhalb der Mitte, das hin- tere Paar ungefähr zwischen dem vorderen Fleck und der Apicalbeule.

Clypeus ö breit, abgerundet, vorne wenig abgestutzt.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Der Habitus entspricht der Art C. citrina, nur daß sie eben gefleckt ist, statt einfarbig. Arrow hat diese Art bereits als neu erkannt, aber nicht be- schrieben. Ich habe mir erlaubt, seinen vorgeschlagenen Namen zu ver- wenden.

Länge 11 mm. 2 ö aus Espiritu Santo, Nova Teutonia, Santa Catarina, Brasilien. Type in coll. F. Plaumann, Nova Teutonia. Aedoeagus siehe Tafel III/16.

53) C. signata Blanch. (Tafel 1/7)

Ober- und Unterseite rotbraun, Clypeus mit langen, dünnen Schuppen bedeckt, welche anliegen und den Untergrund erkennen lassen. Halsschild und Flügeldecken mit breiten, etwas in der Größe unterschiedlichen Schup- pen bedeckt. Die Beschuppung ist teilweise sehr dicht, teilweise weniger dicht. Die Schuppen sind teils weiß, teils braun. Die braunen Schuppen bild- den auf dem Halsschild undeutliche, jedoch symmetrische Flecken, ebenso auf den Flügeldecken zumindest 4 längliche, größere Makeln. Auf den Flügeldecken ist die Beschuppung in der Dichte ungleich, so daß auch hier durch das Durchscheinen des Untergrundes eine weitere Färbung entsteht. Die Flecken auf den Flügeldecken wirken daher bei Betrachtung mit bloßem Auge wie verwischt. Die Unterseite und das Pygidium ist dicht weiß und breit beschuppt. Das Schildchen ist gelblich beschuppt, doch sind die Schup- pen dort aufgerichtet. Einige Exemplare wirken durch die verschiedenfar- bigen Schuppen und den verschieden durchscheinenden Untergrund wie längsgestreift mit Quermakeln. Auf dem Halsschild befinden sich nur ganz wenige aufrechte Schuppen. Bei den größeren Exemplaren sind die Schup- pen einheitlich niedergedrückt.

Clypeus 5% ist kurz, an den Ecken stark abgerundet.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 8-11 mm. Ca. 90 5% aus Brasilien von Sao Paulo bis Minas Geraes. Die relativ häufige Art ist in der Fleckenbildung nicht einheitlich, je-

46 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

doch die meisten haben sogenannte verwischte Flecken auf den Flügeldek- ken, wodurch man die Art am ehesten sofort erkennen kann. Type nach einer Angabe in Coll. Cande£ze, Brüssel.

54) C. mixta Blanch.

Diese Art ist im Aussehen und in der Beschuppung nicht von C. signata zu trennen; sie ist lediglich im Durchschnitt etwas kleiner. Die Unterschei- dung ist nur durch die Untersuchung der männlichen Geschlechtsorgane möglich. C. signata hat unsymmetrische Parameren, während die Parameren von C. mixta genau symmetrisch angeordnet sind. Aedoeagus s. Tafel IIV/11. Die beiden mir vorliegenden 5 & von C.mixta sind aus Brasilien, ohne

nähere Fundortangaben.

55) C. amoena n. sp.

Ober- und Unterseite rotbraun, Tibien und Fühler heller braun, Cly- peus mit dünnen, lanzettförmigen Schuppen bedeckt, Stirn, Scheitel, Hals- schild und Flügeldecken sowie Unterseite mit breiten, eiförmigen Schuppen dicht bedeckt. Auf den Flügeldecken von der Schulterbeule bis nahe zur Apicalbeule ein breiter Streifen von hellbraunen Schuppen. Im übrigen sind die Schuppen auf der ganzen Oberfläche und Unterseite weißlich mit einigen gelblichen, undeutlichen Stellen auf dem Halsschild. Auf dem Schildchen stehen die Schuppen aufrecht.

Gestalt etwas länger als die vorhergehenden Arten.

Clypeus Ö% breit, abgerundet, vorne etwas gerade.

Länge 8-9 mm. 6 ö® aus Nova Friburgo, Brasilien. Type im Staatl. Museum für Tierkunde in Dresden.

56) C. pulchra n. sp.

Wie amoena, nur der Kopf ganz mit lanzettförmigen, breiten Schuppen bedeckt. Die Beschuppung des Halsschildes, der Flügeldecken und der Un- terseite besteht aus breiten, kurzen, eiförmigen Schuppen, ebenso auf dem Scutellum, wo die Schuppen jedoch aufrecht stehen. Die Schuppen sind auf dem Halsschild gelblich, in der Mitte und entlang dem Seitenrand des Hals- schildes befinden sich eine Reihe weißer Schuppen, welche auch die Basis ein- säumen. Auf den Flügeldecken ein kahler Längsstreifen von der Schulter- beule bis zur Apicalbeule, welcher in der Mitte der Flügeldecken rechteckig erweitert ist. Der äußere Rand der kahlen Stelle ist so weit von der Naht entfernt, wie das Scutellum breit ist. Das Pygidium hat im oberen Drittel eine starke Erhebung, welche von einer gelben Leiste begrenzt wird. Die

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 47

Oberseite dieser Erhebung ist nur mit dünnen Borsten besetzt. Das übrige Pygidium wie die Unterseite weiß beschuppt.

Clypeus $ vorne gerade, die Ecken abgerundet.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen. Länge 8 mm.

Die Art ist durch die Zeichnung auf den Flügeldecken und durch die merkwürdige Form des Pygidiums von den anderen Arten eindeutig ver- schieden.

Type (2) im Britischen Museum.

Auch von Arrow schon als neue Art erkannt, aber nicht beschrieben. Ich

habe auch hier den vorgeschlagenen Namen verwendet.

57) C.nivea Serv. (= brenskei Moser)

Ober- und Unterseite heller rotbraun, Oberseite des Kopfes und des Halsschildes mit breiten, etwas lanzettförmigen Schuppen dicht bedeckt. Auf den Seiten des Halsschildes und in der Mitte sind die Schuppen sehr dicht, so daß der Halsschild mit 2 dunklen Streifen neben der Mitte ausgezeichnet erscheint. Die Flügeldecken und das Scutellum sind dicht mit breiten, ei- förmigen zugespitzten Schuppen bedeckt. Die Schuppen sind rein weiß. Die Unterseite und das Pygidium tragen ebenfalls rein weiße Schuppen, auf der Unterseite und dem Pygidium sind jedoch die Schuppen etwas schmäler. Auf den Beinen sind sie sehr lang, fast borstenförmig.

Clypeus ö eckig, vorne gerade, etwas ausgeschnitten.

Clypeus $ die Ecken etwas abgerundet und fast gerade.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen, der 1. Zahn jedoch ziemlich schwach. Länge 8-9 mm.

19 ö2 aus dem mittleren und südlichen Brasilien.

Die Art brenskei Moser unterscheidet sich in keiner Weise von der mir vorliegenden C.nivea. Auch die Geschlechtsorgane sind nicht verschieden. Es ist daher die C. brenskei einzuziehen.

1 Paratype von brenskei Moser befindet sich in der Sammlung des Zool. Mu- seums Berlin.

58) C. cinerea Moser (= lepidiota Moser)

Ober- und Unterseite dunkel-, schwarzbraun, teilweise der Halsschild dunkler( die zwei mir vorliegenden Paratypen von Moser sind nicht schwarz, wie in der Beschreibung angegeben). Die Beine und Fühler heller braun. Ciypeus und Halsschild ziemlich gleichmäßig mit zugespitzten Schuppen be- deckt, auf den Seiten und an der Basis sind die Schuppen etwas breiter, die Flügeldecken und das Scutellum mit eiförmigen, zugespitzten Schuppen be-

48 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

deckt, jedoch nicht so dicht, daß der Untergrund nicht sichtbar ist. Im Durch- schnitt ist zwischen den Schuppen ungefähr der Untergrund in der Breite der Schuppen selbst sichtbar. Die Unterseite ist rein weiß und wesentlich dichter beschuppt.

Clypeus Ö breit, abgerundet, vorne ein wenig ausgeschnitten.

Clypeus ® breit, abgerundet, nicht ausgeschnitten.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 6-8 mm. 34 Ö% aus Süd- bis Mittel-Brasilien.

Die C.lepidiota ist in den Geschlechtsorganen nicht verschieden von cinerea. Auch in der Beschreibung kann ich keine wesentlichen Unterschiede entdecken. Ich sehe mich daher veranlaßt, C. lepidiota einzuziehen.

Type im Zool. Museum Berlin.

59) C. flava Blanch.

Ober- und Unterseite hellbraun, Clypeus wenig beschuppt, Stirn und Scheitel ziemlich dicht gelb beschuppt. Die Schuppen sind schmal eiförmig zugespitzt. Der Halsschild hat auf den Seiten weiß-gelbe Schuppen, in der Mitte einen Streifen mit weißgelben Schuppen, neben dem Mittelstreifen 2 breite Flecken mit dunkelgelben Schuppen. Auch das Scutellum ist weiß- lich gelb beschuppt, aber etwas dünner als die Flügeldecken. Die Flügel- decken sind einheitlich und ziemlich dicht weißgelb beschuppt, nur die Vor- derecken unterhalb der Schulterbeule sind dunkelgelb beschuppt. Die Unter- seite ist mit schmalen, weißgelben Schuppen bedeckt, die Beine mit borsten- förmigen weißgelben Schuppen. Das Pygidium ist wie die Flügeldecken be- schuppt.

Clypeus Ö ist etwas vorgezogen, ziemlich stark aufgebogen, eckig, die Vorderseiten seicht ausgeschnitten. Die Ecken jedoch nicht scharf, sondern abgerundet.

Clypeus $ Ecken stark abgerundet, vorne gerade.

Die Färbung der Flügeldecken wechselt von gelbweiß bis ockergelb, sie ist jedoch immer einheitlich, während der Halsschild die Längsstreifen be- sitzt. Vorder-Tibien mit 2 Zähnen, der 1. Zahn ziemlich schwach.

Länge 5-6 mm. 10 8% von Santa Catarina bis Espiritu Santo. Neotype im Staatl. Museum für Tierkunde in Dresden.

60) C. farinosa Burm.

Ober- und Unterseite braun, Kopf spärlich mit schmalen Schuppen be- deckt, Halsschild und Flügeldecken mit weißen Schuppen ausgezeichnet, auf

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 49

dem Halsschild sind die Schuppen in undeutlichen Flecken etwas gelb, die Schuppen auf den Flügeldecken sind reinweiß. Ihre Form ist kurz, eiförmig zugespitzt. Die Halsschildschuppen sind ein wenig mehr zugespitzt, beson- ders auf der Seite. Die Schuppen lassen noch den Untergrund erkennen, sie sind jedoch dichter angeordnet als bei C. cinerea. Auch das Schildchen ist einheitlich mit weißen Schuppen bedeckt. Die Unterseite ist reinweiß be- schuppt, dort stehen die Schuppen wesentlich dichter, deshalb erscheint der Untergrund reinweiß, während die Oberseite durch den durchscheinenden Untergrund wie bestäubt erscheint. Das Pygidium ist ebenfalls reinweiß und sehr dicht beschuppt.

Clypeus 5% ist abgerundet, vorne etwas ausgerandet.

Vorder-Tibien mit einem Zahn, ohne jede Spur eines 2. Zahnes. Länge 5-7 mm. 38 ö® aus Rio de Janeiro, ohne nähere Fundortangabe. Type im Museum Halle.

61) C. plaumanni n. sp.

Ober- und Unterseite dunkelbraun, Oberseite des Kopfes dünn mit schmalen, borstenförmigen Schuppen bedeckt. Halsschild sehr fein be- schuppt, in der Mitte mit einer schmalen Reihe weißer Schuppen, die Seiten weißgelb beschuppt. In der Mitte neben dem Mittelstreifen einige braune Schuppen. Die Scheibe ist viel dichter beschuppt als die Seiten, wodurch ein breiter, dunkelbrauner Längsstreifen entsteht. Die Flügeldecken sind ein- heitlich gelblich beschuppt, ebenso das Scutellum, die Schuppen sind ziem- lich dicht, jedoch ist der Untergrund deutlich zu erkennen. Unterhalb der Schulterbeule ist die Beschuppung auf die Hälfte reduziert. Die Unterseite ist dünn beschuppt, die Schuppen sind länger als die auf der Oberseite. Die Beine tragen weißliche Borstenschuppen. Vorder-Tibien nur mit einem Zahn, der 1. Zahn kaum angedeutet.

Clypeus 5 ziemlich eckig, vorne gerade.

Clypeus $ unbekannt.

Die Art ist von C. farinosa durch die dünnere Beschuppung des Hals- schildes und die kürzeren und kleineren Schuppen verschieden, besonders auch durch die Geschlechtsorgane.

2 8Ö& aus Nova Teutonia, Santa Catarina, von Fritz Plaumann gesammelt. Länge 5!/a mm, Type in Coll. Plaumann. Aedoeagus siehe Tafel 1/15.

62) C. griseosgquamosa Moser

Die ganze Oberseite grau schimmernd, die Schuppen selbst weißgrau auf rötlichem Untergrund, Halsschild und Flügeldecken gleichmäßig be-

Ent. Arb. Mus. Frey, Bd. 13, H.1 4

50 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

schuppt. An der Basis des Halsschildes und auf dem Halsschildzacken sind die Schuppen etwas dichter. Im übrigen sind sie eiförmig zugespitzt. Auf dem Schildchen sind die Schuppen ebenfalls sehr dicht, aber aufgestellt. Die Schuppen bilden keine Streifen oder Flecken, die Unterseite ist einheitlich weiß beschuppt, die Schuppen sind etwas größer als auf der Oberseite. Auch die Schuppen auf den Beinen sind etwas dichter als sonst und schmal lan- zettförmig. Das Pygidium ist wie die Unterseite beschuppt, der Kopf ist wenig dicht beschuppt, auf dem Clypeus sind nur einzelne Schuppen vor- handen.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen, der 1. Zahn gut ausgebildet.

Clypeus ö abgerundet, vorne gerade. Länge 7-8 mm. 4 Ö9 aus Brasilien, Santa Catarina, Type im Zool. Museum Berlin.

63) C. obscura Blanch.

Körper sehr flach im Verhältnis zu den übrigen Arten. Hinterseiten des Halsschildes verhältnismäßig wenig geschweift, fast gerade. Oberseite des Kopfes dicht beschuppt mit schmutziggelben und braunen Schuppen. Die ganze Oberseite des Halsschildes und der Flügeldecken mit breiten, eiför- migen, nicht zugespitzten Schuppen dicht bedeckt. Die Farbe der Schuppen ist gelbbraun. Auf dem Halsschild eine Mittellinie mit etwas helleren Schuppen. Die Unterseite ist nicht sehr dicht weiß beschuppt, ebenso das Pygidium, die Schuppen sind auf dem Pygidium ebenfalls sehr breit und wenig zugespitzt.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen und relativ breit.

Clypeus & eckig, vorne etwas ausgeschnitten. $ unbekannt.

Die Farbe der Flügeldecken wechselt von gelbbraun manchmal zu braun über. Charakteristisch für diese Art ist jedoch die lache Form des Körpers, die sie von allen anderen unterscheidet.

Länge 6 mm. 4 66 aus Cayenne. Neotype im Britischen Museum.

64) C. subvittata Moser (Tafel 1/13)

Ober- und Unterseite hellbraun, Clypeus nicht beschuppt, Stirn und Scheitel weiß beschuppt mit kahler Mittellinie. Die ganze Oberseite des Kopfes gerunzelt punktiert. Der Halsschild und die Flügeldecken sind weiß- gelblich beschuppt, der Halsschild hat eine weiße Mitteliinie und zwei dunkelgelbe, beschuppte Längslinien, die Flügeldecken 2 Längslinien neben der Naht, von denen der vordere Teil dunkelgelb, der mittlere Teil braun

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 ol

beschuppt ist. Die Seiten der Flügeldecken sind etwas dünner beschuppt als die Scheibe. Auf dem Halsschild sind einige Schuppen lanzettförmig aufge- richtet, Halsschildvorderseitenrand konkav, die Ecken zugespitzt und vor- gezogen. Im übrigen sind die Schuppen anliegend. Das Schildchen ist dun- kelgelb beschuppt, die Schuppen sind anliegend und wenig aufgerichtet. Die Unterseite ist weiß beschuppt, die Schuppen der Unterseite sind breit eiför- mig und nicht zugespitzt. Ebenso ist das Pygidium beschuppt.

Clypeus ö ist eckig, die Ecken abgerundet, vorne gerade.

Clypeus $ stark abgerundet, fast halbkreisförmig.

Die Art wechselt in der Beschuppung etwas wie alle Ceraspis, doch sind die 4 Längsflecken auf den Flügeldecken, die paarweise nebeneinander stehen, charakteristisch für die Art.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 5-6 mm. 8 2 Nova Friburgo, Brasilien. Type im Berliner Zool. Museum.

65) C. zikani Moser

Ober- und Unterseite hellbraun, Kopf, Halsschild und Flügeldecken dicht weißgelb beschuppt. Die Beschuppung läßt noch den Untergrund erkennen mit Ausnahme der weißen Schuppen, die dichter gestellt sind. Auf der Seite des Halsschildes und in der Mitte ein breiter Streifen dichter weißer Schuppen. Neben dem Scutellum und an den Schulterbeulen kurze weiße Streifen, in der Mitte der apicalen Hälfte der Flügeldecken ein weißer Streifen und die Naht bis zu ?/3 der Länge ebenfalls weiß gestreift. Die Streifen bestehen aus weißen Schuppen, die sehr dicht gestellt sind. Das Schildchen ist gelb beschuppt, die Schuppen stehen etwas aufrecht. Die Form der Schuppen ist kurz, eiförmig, zugespitzt. Neben der Mittellinie des Hals- schildes befinden sich einige aufrechtstehende, lanzettförmige Schuppen. Der Mittelstreifen des Halsschildes ist sehr ausgeprägt. Halsschild Vorderseiten- rand gerade, die Ecken rechtwinkelig und nicht vorgezogen.

Clypeus Ö ist rechtwinkelig aufgebogen, die Ecken sind abgerundet, in der Mitte seicht ausgeschnitten.

Clypeus stark abgerundet, flach halbkreisförmig.

Vorder-Tibien mit einem Zahn.

Länge 6-6!/2 mm. 8 89 aus Santa Catarina bis Minas Geraes, Brasilien.

Type nicht vorhanden.

Die Art ist durch die Tibien von der vorhergehenden verschieden; außerdem sind die Flecken anders angeordnet.

52 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

66) C. setiventris Moser

Ober- und Unterseite hellbraun, Kopf, Halsschild und Flügeldecken mit weißgelben und braunen Schuppen bedeckt. Auf den Flügeldecken je 5 undeutliche Längsstreifen, auf dem Halsschild 3 weiße Längsstreifen und ein weißer Querstreifen. Die Schuppen sind einheitlich, ziemlich kurz, eiför- mig und wenig zugespitzt. Auf dem Halsschild neben dem Mittelrand einige wenige etwas spitzere Schuppen aufgestellt. Das Schildchen ist gleichmäßig mit glatten Schuppen bedeckt, der Kopf ist ebenfalls mit weißen und gelben Schuppen ausgezeichnet. In der Mitte sind die gelben und auf der Seite sind die weißen Schuppen. Die Unterseite ist im Gegensatz zu den übrigen Arten mit Borsten bedeckt, ebenso die Beine. Die Borsten sind gleichmäßig, so daß man kaum mehr von Schuppenborsten sprechen kann. Das Pygidium hat Querschuppen, allerdings etwas länger als auf den Flügeldecken; sie sind einheitlich gelb. Die Beine sind stark weißgelb beborstet.

Clypeus Ö ist eckig, vorne gerade, Clypeus ® ist unbekannt. Vorder-Tibien mit einem Zahn.

Länge 5!/2 bis 6 mm.

9 5% aus Santa Catarina, Joinville, Brasilien.

Durch die Borsten auf der Unterseite von den Nachbararten deutlich unterschieden.

Type im Berliner Zool. Museum.

67) C. fulva Blanch.

Ober- und Unterseite braun, Gestalt auffallend kurz, Oberseite des Clypeus nicht beschuppt, Stirn und Scheitel dünn, braun beschuppt. Hals- schild braun beschuppt, die Mittellinie gelb, die Seiten ebenfalls dunkelgelb beschuppt. Die Flügeldecken dunkelgelb beschuppt mit je 2 braunen, unter- einanderstehenden länglichen Flecken. Die Schuppen auf dem Halsschild und den Flügeldecken sind breit, kurz, ein wenig zugespitzt. Neben der Mittellinie des Halsschildes sind die braunen Schuppen länglich, lanzett- förmig und zum Teil aufgerichtet. Das Schildchen hat gelbliche Schuppen wie auf den Flügeldecken und sind nur wenig aufgerichtet. Die Unterseite ebenfalls mit Borsten, jedoch die Ventralsegmente mit schmalen Schuppen bedeckt. Das Pygidium mit eiförmigen, spitzen und gelben Schuppen.

Clypeus ö stumpfeckig, die Ecken etwas abgerundet, vorne gerade.

Vorder-Tibien mit einem Zahn.

2 6 aus Brasilien ohne nähere Angaben. Neotype im Zool. Museum, Berlin. Von C. setiventris durch die dunkelbraune Farbe und durch die etwas

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 93

gedrungene Gestalt verschieden. Auch sind bei C. setiventris die Ventral- segmente ebenfalls mit Borsten bedeckt.

68) C. mutica Moser

Ober- und Unterseite schwarzbraun, Schenkel etwas heller. Flügel- decken und Halsschild mit länglichen, eiförmigen, etwas zugespitzten Schup- pen bedeckt. Die Schuppen lassen auf dem Halsschild und den Flügeldecken noch den Untergrund erkennen. Der Halsschild ist auf der Scheibe etwas dünner beschuppt, doch kann dies auch von Abreibung herrühren. In der Mitte des Halsschildes ein schmaler Streifen weißgelber Schuppen. In der apicalen Hälfte der Flügeldecken vorne 2 größere und hinten 2 kleinere Flecken aus weißen Schuppen. Neben dem Mittelstreifen des Halsschildes einige aufrechtstehende, glatte, lanzettförmige zugespitzte Schuppen. Die Unterseite ist mit lanzettförmigen, weißlichen Schuppen dicht bedeckt, eben- so das Pygidium, auf dem die Schuppen noch etwas breiter sind. Die Beine sind ebenfalls dicht mit schmalen Borstenschuppen ausgezeichnet.

Clypeus ö Ecken abgerundet, vorne gerade.

Vorder-Tibien mit einem Zahn. Länge 5 mm. 1 ö aus Porto Alegre, Brasilien. Type (Unicum) im Zool. Museum Berlin.

69) C. squamulata Moser

Ober- und Unterseite dunkelbraun, Clypeus mit länglichen, lanzett- förmigen Schuppen bedeckt. Der Halsschild auf der Scheibe mit braunen, lanzettförmigen Schuppen, in der Mitte mit einer schmalen, sich gegen die Basis zu verbreiternde Linie von weißen, lanzettförmigen Schuppen, auf der Seite des Halsschildes, besonders an den Hinterecken gelblich-weiße, breite, eiförmige Schuppen. Die Flügeldecken sind dicht beschuppt, mit sehr breiten, zugespitzten Schuppen. In der Mitte der Scheibe je eine Makel aus weißen Schuppen bestehend. Die Farbe der Schuppen auf den Flügeldecken ist schmutziggelb. Die Unterseite trägt weißliche, breite Schuppen, ebenso das Pygidium. Die Schuppen auf der Unterseite sind noch etwas größer als die auf den Flügeldecken.

Clypeus 5 vorne gerade, die Ecken sind stark abgerundet.

Vorder-Tibien mit einem Zahn. 1 ö aus Asunciön, Paraguay. Type (Unicum) im Zool. Museum Berlin.

70) C. guttata Blanch. (= vitticollis Mos. $) (Tafel 1/15) & Ober- und Unterseite schwarz, Beine und Fühler braun, die ersten zwei

54 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

Fühlerglieder etwas heller braun. Oberseite des Kopfes stark gerunzelt, mit einzelnen, anliegenden schwarzbraunen Borsten bedeckt. Der Halsschild auf der Scheibe mit schwarzbraunen, länglichen Schuppen bedeckt, an der Mit- tellinie und besonders auf dem Halsschildzacken stehen die Schuppen etwas dichter und sind aufgerichtet. An der Basis neben dem Halsschildzacken zwei weiße, kleine Flecken, an den Hinterecken 2 große, schmälere, weiße Flek- ken. Die weißen Flecken werden aus breiten Schuppen gebildet. Auf der Scheibe einige verstreute weiße Schuppen. Die Flügeldecken sind ebenfalls schwarzbraun beschuppt. Das Schildchen trägt an den Seiten breite weiße Schuppen. Die Basis der Flügeldecken ist ebenfalls weiß beschuppt, die Flügeldecken tragen je 3 verschieden ausgedehnte Flecken aus breiten, weißen Schuppen. Die Unterseite ist weiß und breit beschuppt. Das Pygi- dium ist ganz dicht und weiß beschuppt. Der Clypeus ist vorne gerade, die Ecken sind breit abgerundet. Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

C. guttata Blanch. ?

Ober- und Unterseite hellbraun, Clypeus gerunzelt, ohne Schuppen, Scheitel und Stirn weiß und dunkelgelb beschuppt. Halsschild und Flügel- decken dicht weiß und hellbraun beschuppt. Auf dem Halsschild bildet die Beschuppung rechts und links der Mittelnaht ein undeutliches Quadrat. In den oberen Ecken dieses Quadrates ebenfalls weiße Flecken. Die Flügel- decken sind an der Basis weiß, an den Spitzen und an der Naht breit be- schuppt. Auf der Scheibe befindet sich ein brauner, ausgedehnter Fleck, der bis an den Seitenrand reicht, in dem sich zwei rundliche übereinander befindliche weiße Makeln zeigen, daneben ein länglicher, ebenfalls weiß- licher Makel, so daß die Flügeldecken 2 große braune und in denselben wieder je 3 weiße Makeln aufweisen. Auch auf der Schulterbeule sind ver- einzelte braune Schuppen.

Die Unterseite und das Pygidium sind breit und sehr dicht weiß be- schuppt, die Beine sind mit Schuppenborsten ausgezeichnet. Der Clypeus ist sehr kurz und gleichmäßig halbkreisförmig.

9 58 und 6 2% Teresopolis, Brasilien und Rio de Janeiro. Länge ö 5 mm. Länge ? 5-6 mm. Aedoeagus siehe Tafel III/12.

Die von Moser beschriebene Art C. vitticollis ist nichts anderes als das

Q von guttata und daher einzuziehen.

71) C. guttata var. crucifera nov.

Von guttata unterschieden durch die Anordnung der Flecken auf den Flügeldecken. Bei C. crucifera sind die Basis, die Vorderteile des Schild- chens, die Naht und 2 Querflecken auf der Scheibe der Flügeldecken weiß.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 538)

Die weiße Beschuppung der Naht reicht teilweise nur bis zur Mitte, erreicht jedoch teilweise über ?/s der Länge.

12 32 Espiritu Santo, Brasilien.

Neotype von guttata im Britischen Museum.

Type von var. crucifera im Museum Frey.

72) C. diversa n. sp.

Ober- und Unterseite schwarzbraun, Halsschild etwas heller braun, Halsschild und Flügeldecken außergewöhnlich breit beschuppt, Farbe der Schuppen schmutziggelb. Clypeus und Kopf nur dünn beschuppt, Hals- schild und Flügeldecken sind nicht einheitlich mit Schuppen bedeckt, so daß der Untergrund überall gut sichtbar ist. Neben der Mittellinie des Hals- schildes sind die Schuppen teilweise aufgerichtet und mit dunkelbraunen Schuppen untermischt.

Der gesamte Habitus des Insektes ist sehr flach, die Flügeldecken sind sehr schwach, der Halsschild ist normal gewölbt. Auf den Flügeldecken be- finden sich undeutliche, durch etwas dunklere oder hellere Schuppen hervor- gerufene Flecken. Die Unterseite ist dicht und weiß beschuppt. An der Spitze befinden sich schmale, aufrechtstehende Schuppen mit Borsten gemischt.

Clypeus ö halbkreisförmig gebogen, vorne nur ganz seicht ausge- schnitten.

Clypeus @ ebenfalls halbkreisförmig gebogen, nicht ausgeschnitten.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Die Art ist sehr schwierig zu unterscheiden und nur durch die Ge- schlechtsorgane sicher zu erkennen. Besonders das mir vorliegende deter- minierte Exemplar ist sehr alt und abgeschabt, so daß mit Sicherheit nichts über die tatsächliche Beschuppung im juvenilen Zustand gesagt werden kann. Nach den mir vorliegenden Exemplaren wurde die Art von Reiche als solche bezeichnet, eine Beschreibung ist jedoch nicht aufzufinden. Ich sehe mich daher veranlaßt, diese Art als neu zu beschreiben.

Länge 5 mm, Fundort Rio de Janeiro, Brasilien. Typus im Britischen Museum.

73) C. colon Burm. ö (Tafel 1/14)

Ober- und Unterseite dunkelbraun, Clypeus kahl, runzelig punktiert, Scheitel und Stirn mit braunen Borsten anliegend bedeckt. Halsschild auf der Scheibe mit dunkelbraunen Schuppenborsten, die Mittellinie, der Vorder- und Seitenrand und die Basis mit gelbweißen Schuppen ausgezeichnet. An den Hinterecken verbreitern sich diese Schuppen etwas. Die Halsschildseiten sind vorne und hinten gerade, höchstens an den Hinterecken ganz wenig

56 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

ausgeschweift. Die Flügeldecken und das Schildchen sind dicht und braun beschuppt. Auf der Scheibe der Flügeldecken befinden sich mehrere undeut- liche durch helle Schuppen gebildete Flecken. Die Beschuppung der Flügel- decken macht einen samtartigen Eindruck. Die Unterseite ist mit schmalen, weißen, lanzettförmigen Schuppen nicht sehr dicht besetzt, auf den Ventral- segmenten stehen die Schuppen dichter. Das Pygidium ist sehr dicht be- schuppt, die Schuppen sind wesentlich breiter und größer als auf den Flügel- decken. Der Clypeus ist etwas vorgezogen, ziemlich scharf eckig aufgebogen und vorne ganz gerade. Die Vorder-Tibien mit 2 Zähnen, der 1. Zahn ist sehr schwach entwickelt.

Aedoeagus siehe Tafel IIV/13. C. colon Burm. $ (Tafel 1/16)

Ober- und Unterseite braun, Halsschild weiß beschuppt, neben dem Halsschildzacken an der Basis mit 2 breiten, ungefähr quadratischen Flecken ausgezeichnet. Neben den Seitenecken des Halsschildes befindet sich ein weiterer Flecken, der mit dem äußersten der oberen Reihe undeutlich zu- sammenhängt. Die Flecken werden gebildet aus dunkelbraunen bis brau- nen Schuppen, die auf der Scheibe des Halsschildes aufrecht stehen. Die Flügeldecken haben gelbe bis braune Schuppen, das Schildchen ist oben gelb, in der Mitte hellbraun und dann dunkelbraun beschuppt. Die dunkel- braunen Schuppen bilden auf den Flügeldecken in verschiedenen Schattie- rungen beiderseits mehrere undeutliche abgegrenzte Längsflecken. Der samt- artige Eindruck ist beim 9 nicht so stark wie beim ö; der ganze Aspekt der Oberseite ist wesentlich heller. Die Ventralsegmente und das Prosternum sind ebenfalls dicht mit weißen Schuppen bedeckt, die hintere Hälfte des Metasternums mit weißen Borsten. Das Pygidium ist ebenfalls sehr dicht mit weißen Schuppen bedeckt, der Untergrund ist nicht sichtbar. Die ganze Oberseite ist bei nicht abgeschabten Exemplaren so dicht beschuppt, daß der Untergrund nicht sichtbar ist, höchstens an den Stellen, an denen die Schup- pen aufgerichtet stehen. Die Beine sind mit weißen Schuppenborsten bedeckt.

Der Clypeus ist stark abgerundet und vorne gerade. Er ist nicht vor- gezogen und kurz.

C. colon ist durch den eckigen Clypeus beim ö deutlich von C. guttata verschieden, obgleich sich die Flügeldeckenzeichnungen bei einigen Exem- plaren etwas ähnlich sehen.

Länge 5-6 mm. 49 5% aus Rio Grande del Sul bis Rio de Janeiro, Brasilien.

Neotype Ö im Royal Museum Brüssel. (Von Moser determinierte Exempl.)

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 31

74) C.pallida Blanch.

Ober- und Unterseite dunkelbraun, Beine und Fühler heller braun. Tarsen und Tibienspitze dunkelbraun, Fühlerkeule schwärzlich. Der Clypeus ist mit weißen, aufrechten Borsten besetzt, die Stirn und der Scheitel mit weißen, breiten Schuppen und in der Mitte schwarz und mit schwarzen Borsten ausgezeichnet. |

Der Halsschild ist ganz dicht mit weißen Borstenschuppen bedeckt, auf seiner oberen Hälfte befinden sich in der Mitte vier schmale, schwarze Strei- fen, auf der unteren Hälfte zwei dreieckige schwarze Flecken, welche mit den oberen Streifen lose zusammenhängen. Die Mittellinie ist weiß, die schwarzen Flecken werden aus schwarzen, aufrechtstehenden Borsten auf hellem Unter- grund gebildet. Die Flügeldecken sind vollkommen mit kurzen, breiten, gelbweißen Schuppen bedeckt. Die Schuppen stehen dachziegelförmig an- einander und lassen auch nicht den geringsten Untergrund durchscheinen. Auf dem Halsschild und in der Umgebung des Scutellums einige aufrechte lange hellere Borsten. Das Scutellum ist ebenfalls ganz dicht mit etwas auf- rechtstehenden Schuppen vollkommen bedeckt, ebenso das Pygidium.

Clypeus ö ist kurz, die Ecken stark abgerundet und vorne gerade. Die Halsschildhinterecken sind stark geschweift, der vordere Seitenrand gerade, die Seitenecken befinden sich etwas hinter der Mitte und sind stark abge- rundet.

Länge 7 mm. Neotype: Unicum aus Brasilien, ohne nähere Fundortangabe im Zool. Mu- seum Berlin.

75) C.leucosoma Blanch.

Wie die vorhergehende Art, die Flecken auf dem Halsschild genauso gezeichnet, jedoch auf den Flügeldecken 4 bräunlichgelbe Makeln, die vor- deren aus einem Doppelflecken bestehend, die hinteren undeutlich dreieckig und verschwommen. Im übrigen wie C. pallida. Die beiden, aus dem Briti- schen Museum unter dieser Bezeichnung erhaltenen Stücke stimmen wohl in der Beschreibung von Blanchard halbwegs überein, jedoch ist die Größe nur mit mindestens 51/2 mm zu beziffern, während Blanchard 8 mm angibt. Ich halte daher diese beiden Stücke als eine Varietät von C. pallida. Die C. leu- cosoma kann vorläufig nicht definitiv geklärt werden.

76) C. brittoni n. sp.

Oberseite schwarzbraun, Unterseite hellbraun, Fühler und Beine hell- braun. Clypeus mit weißlichen Borstenschuppen anliegend ausgezeichnet, Stirn und Scheitel mit anliegenden braunen Borsten dicht bedeckt. An der

58 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

Seite der Augen sind die Borsten etwas heller, Halsschild ganz fein runzelig punktiert. In der Mitte eine Linie mit weißen Borstenschuppen. Neben die- sem weißen Mittelstreifen ist der Halsschild mit dunkelbraunen schwarzen Schuppenborsten anliegend bedeckt. Der übrige Teil des Halsschildes glatt, nur an den Ecken sind einige verstreute, breit eiförmige Borstenschuppen. Die Flügeldecken sind beim ö fein punktiert, beim ? gerunzelt. Das Schild- chen ist in der Mitte glatt, außen mit einigen weißen breiten Schuppen. Neben der Naht ein breiter und zwischen diesem und dem Flügeldecken- rand ein schmaler Streifen mit breiten Borstenschuppen. Der schmale Strei- fen erreicht ungefähr die Hälfte der Flügeldecken. Der breite Streifen reicht nicht ganz bis zur Apicalbeule. Die Unterseite ist mit breiten, weißen Schup- pen etwas zerstreut bedeckt. Das Pygidium ebenfalls mit glatter unbedeckter Mittellinie.

Clypeus Ö ist etwas vorgezogen, abgesetzt, aufgebogen und rechtwin- kelig verrundet, in der Mitte etwas ausgeschnitten.

Clypeus $ die Ecken breit verrundet, vorne gerade, kurz.

Vorder-Tibien mit einem Zahn. Länge 7-8 mm. 1 622% aus Espiritu Santo, Brasilien. Herrn E. B. Britton, Custos im Britischen Museum, gewidmet. Type im Bri-

tish Museum. Paratype in meinem Museum.

77) C. ornata n. sp. (Tafel 1/10)

Ober- und Unterseite dunkelbraun, Halsschild und Flügeldecken samt- artig glänzend, auf der Seite der Flügeldecken und am Hinterrand seiden- glänzend. Halsschild stark gewölbt, Clypeus auf der Oberseite mit anliegen- den braunen Schuppenborsten, Stirn und Scheitel mit dunkelbraunen Schup- penborsten. Der Halsschild mit breiter schwarzer Mittellinie, der Seitenrand des Halsschilds bis zu den Hinterecken ebenfalls sich verbreiternd schwarz, die Hinterecken mit breiten weißen Schuppen ausgezeichnet. Der übrige Halsschild von der Basis bis über die Hälfte mit einem breiten Flecken aus orangefarbenen Schuppen bestehend. Der schwarze Teil des Halsschildes in der Mitte mit langen aufrechtstehenden schwarzen Borsten bedeckt. Gegen- über auf dem Halsschildzacken stehen die Borsten besonders dicht und bün- delförmig. Das letzte Ende des Zackens ist mit einem Büschel heller Borsten ausgezeichnet. Die Flügeldecken auf der Scheibe dunkelbraun mit Samt- schimmer, der Rand mit Seidenschimmer. An der Basis beiderseits des Scu- tellums einschließlich der Schulterbeulen ein großer Fleck aus orangefarbe- nen breiten Schuppen bestehend. Die Basis ist ganz schmal weiß beschuppt. Das Schildchen hat eine dünne Mittellinie und ist bürstenartig mit schwarzen

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 99

Borsten bedeckt. Auch auf den Flügeldecken, besonders in der Umgebung des Schildchens und an der Basis stehen einzelne lange aufrechte dunkle Borsten. Die Unterseite einschließlich des Pygidiums ist dicht und weiß beschuppt. Die Mittellinie der Unterseite einschließlich der Ventralsegmente ist dicht und braun behaart. Die Schenkel sind mit hellen, die Tibien und Tarsen mit dunklen Borsten ausgezeichnet.

Clypeus Ö ist vorne gerade, an den Ecken stark abgerundet und nicht vorgezogen.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen. Länge 10 mm. 4 66 aus Espiritu Santo, Brasilien, leg. Fruhstorfer. Type im Staatl. Museum für Tierkunde in Dresden.

Durch die breiten orangefarbenen Flecken von allen anderen Ceraspis ausgezeichnet.

78) C. melanoleuca Serv. 5 (Tafel /11)

Ober- und Unterseite dunkelbraun, Flügeldecken samtartig glänzend, Gestalt etwas schmäler als die vorhergehende Art. Clypeus mit einzelnen braunen, aufrechten Borsten besetzt. Stirn und Scheitel gerunzelt und dicht mit kurzen braunen Borsten bedeckt, welche sich aber nicht vom Untergrund abheben. Der Halsschild ist ziemlich gewölbt, die Oberfläche ist sehr dicht mit anliegenden braunen Borsten und dazwischen durch mit schwarzbrau- nen, aufrechtstehenden, viel stärkeren Borsten, besonders auf der Mitte, aus- gezeichnet. Die Grundfläche des Halsschildes ist gerunzelt. Am Basiszacken des Halsschildes stehen die größeren Borsten am dichtesten. Der Zacken selbst ist mit einigen hellen, aufrechtstehenden Schuppenborsten geschmückt. An den Hinterecken des Halsschildes ein breiter Flecken aus anliegenden sehr dichten weißen breiten Schuppen. Diese Schuppen greifen von der Unterseite her auf die obere Seite über. Die Flügeldecken sind dicht mit breiten zugespitzten Schuppen bedeckt. Der Untergrund ist nicht sichtbar. Auf dem zweigeteilten Schildchen stehen die schwarzen Borsten sehr dicht wie eine Bürste, an der Spitze des Schildchens einige weiße Schuppenbor- sten. In der Umgebung des Scutellums auf den Flügeldecken und entlang der Naht ebenfalls große aufrechtstehende, dunkle Borsten, aber viel weni- ger zahlreich als auf dem Halsschild. Die Unterseite und das Pygidium sind dicht mit weißen, anliegenden breiten Schuppen bedeckt. Die Beine sind mit hellen Schuppenhaaren ausgezeichnet.

C. melanoleuca Serv. ? Der Clypeus ist nicht vorgezogen, breit abgerundet und vorne gerade.

60 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

Das 2 wesentlich heller braun als das ö. Clypeus mit kurzen braunen Borsten, in den Augenwinkeln mit weißen Schuppenborsten bedeckt, der Halsschild mit weißer Mittellinie, 2 kurzen Linien auf der Seite und einer Querlinie aus gelbweißen Schuppen bestehend. Der Seitenrand ist vorne mit gelbbraunen breiten Schuppen, hinten mit reinweißen Schuppen bedeckt. Der weiße Fleck geht bis über die Hälfte der Basislinie, die ganze Ober- fläche des Halsschildes ist außer den gelben Schuppen mit braunen kurzen und längeren Borsten bedeckt. Die langen Borsten verdichten sich gegen den Halsschildzacken zu, dort steht ein Büschel gelblicher Schuppenborsten. Das Scutellum trägt ein dichtes und längliches Büschel distal gelber, apical brau- ner Schuppenborsten. Die Mittellinie ist frei. Die Flügeldecken sind mit gelben Schuppen dicht bedeckt, auf der Scheibe befinden sich undeutliche Flecken aus rein weißen und dunkelbraunen Schuppen bestehend. Die Schulterbeulen tragen dieselben Schuppen, aber abstehend. Die Unterseite ist wie das ö beschuppt, die Beine ebenfalls.

Der Clypeus ist noch mehr abgerundet, fast halbkreisförmig und der gerade Teil des Randes ist kürzer als beim d. Wie üblich ist auch das ? plumper und breiter gebaut als das 6.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge ö 7-8 mm.

Länge ? 8-10 mm.

37 aus Rio de Janeiro, Espiritu Santo, Neu-Freiburg. Neotype im Royal Museum Brüssel.

79) C. tibialis Blanch.

Ober- und Unterseite braunschwarz, Schenkel rotbraun, Tibien und Tarsen sowie Fühlerkeule und Halsschild schwarzbraun. Clypeus mit kurzen Borsten, stark runzelig punktiert, mit kurzen, etwas helleren Borsten, Schei- tel und Stirn ebenfalls mit kurzen, teils hellen, teils dunkleren Borsten. Hals- schild auf den dunklen Stellen mit dicht anliegenden braunen kurzen Borsten und sehr langen aufrechtstehenden dunkelbraunen Borsten. Die Hinterecken und der Seitenrand, der Vorderrand und die Basis, oft auch die Mittellinie und einige Längslinien mit breiten weißgelben Schuppen bedeckt. Der Hals- schild ist stark gewölbt, vorne am Halsschildzacken ein dichtes Bündel weiß- gelber Schuppen. Das Schildchen ist geteilt mit je einem Büschel gelber Schuppenborsten. Die Flügeldecken sind an der Basis und entlang der Naht einschließlich der Apicalbeule bis zur Spitze der Flügeldecken mit einem breiten Streifen weißer, ziemlich breiter eiförmiger Schuppen bedeckt. Der Rand nimmt ungefähr !/s bis zur Hälfte der Flügeldeckenbreite ein. Der übrige Teil der Flügeldecken ist braun beschuppt, mit gelegentlich einge-

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 61

streuten weißen Schuppen. Auch an der Basis und um das Scutellum herum einige lange, hellere, aufrechtstehende Borsten. Die Unterseite und das Pygidium sind sehr dicht und weiß beschuppt. Die weißen Schuppen sind dieselben wie auf der Oberseite, nur weniger gelb. Die Mittellinie der Unter- seite ist lang beborstet, die Beine mit helleren Borsten bedeckt.

Clypeus ö® stark abgerundet, fast halbkreisförmig. Vorder-Tibien mit 2 Zähnen. Länge 7-8 mm, 11 Ö8% aus Espiritu Santo, Brasilien, Santa Catarina.

Neotypus im Museum Brüssel (von Moser determiniert).

80) C. gibbicollis Blanch. (Tafel 1/3)

Die Art ist von C.tibialis nur durch Untersuchung der Geschlechts- organe Zu trennen, sonst gleicht sie völlig der C. tibialis Blanch. Mit dem mir vorliegenden Material sind weitere Unterschiede nicht feststellbar. Die ?? sind zur Zeit nicht determinierbar.

81) C. decora Gory (= variabilis Burm.)

Die genannte Art ist im wesentlichen unter variabilis bekannt gewor- den. Burmeister gibt bei C. decora u. a. an: „Diese Art ähnelt beiden vorigen in der Gestalt und Größe, unterscheidet sich aber von C. variabilis leicht durch den Mangel des kurzen Borstenbesatzes am Vorderrücken und von C. melanoleuca durch den Mangel der langen zerstreuten Borsten ebenda.“

Ich habe mir die Type von C. decora aus Oxford kommen lassen und möchte mich hiermit noch herzlich für die sehr wertvolle Hilfe bedanken. Ich konnte feststellen, daß die von Gory beschriebene C. decora vollkommen der bisher mit C. variabilis bezeichneten Art gleicht. Insbesondere sind die Büschel auf dem Halsschild reichlich vorhanden. Anscheinend hat Burmeister bei seiner Bemerkung eine andere Art zugrundegelegt. Vielleicht ein aber- ratives Stück von C. signata. Die C. variabilis ist eine der schwierigsten Arten, da sie tatsächlich sehr variabel ist. Im Zweifelsfalle kann nur die Untersuchung der Geschlechtsorgane helfen. Die Tiere sehen ungefähr so aus:

Oberseite und Unterseite braun, Halsschild braun, Beine etwas heller. Kopf Oberseite mit kurzen abstehenden braunen Borsten bedeckt. Die run- zelige Oberseite ist sichtbar. Halsschild mit schmutziggelben Schuppen an den Seiten bedeckt, in der Mitte mit einer breiten dunkelbraunen Fläche, welche sehr variabel und teils breit, teils weniger breit erscheint. Diese braune Fläche ist dicht mit braunen, aufrechtstehenden Borsten bedeckt, welche gegen Mitte der Basis zu immer länger werden und sich mit hellen

62 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

Schuppenborsten vermischt auf dem Halsschildzacken zu einer bürsten- artigen Stelle vereinigen. Dabei sind die Borsten auf dem Halsschildzacken etwas dicker und breiter als die Borsten auf der übrigen Fläche. Sie werden hier zu Schuppenborsten. Diese Beschreibung von Burmeister ist hier absolut richtig. Ich möchte sie im Original wiedergeben:

„Den Vorderrücken bedeckt ein zottig schuppiges Kleid, in dem die Schuppen nicht rund, sondern lanzettförmig gestaltet sind. Zwischen ihnen stehen auf der Mitte des Vorderrückens steife, senkrechte Haare, die in eine feine, rückwärts gebogene Spitze übergehen; je mehr nach hinten, um so dichter wird sie. Dadurch bildet sich auf der Mitte des Vorderrückens ein abgeplatteter, filzartiger Sattel, der scharf von den weißen bloß beschuppten Ecken sich absetzt. Zwischen diesem Filz stehen keine längeren Borsten zer- streut. Auf dem Schildchen ist ein ebensolcher Haarschopf vorhanden. Auf den Flügeldecken sind die Schuppen zwar auch noch zugespitzt, aber doch breiter und mehr angedrückt. Um das Schildchen steht eine Gruppe längerer Borsten. Die Fühlerfächer und Füße sind schwarz, oft auch die Schienen, aber nie die Schenkel. Auch die schwarzen Teile tragen ein weißliches Haar-

kleid.“

Die Flügeldecken sind dicht mit gelben und braunen Schuppen ver- mischt bedeckt, teilweise bilden die braunen Schuppen auch verschiedene Zeichnungen, welche dann ähnlich aussehen wie z.B. bei C. signata, doch bei den bei mir vorhandenen Exemplaren (ca. 60 Stück) überwiegen die einfarbigen Stücke bei weitem. Die Umgebung des Schildchens braun, das Schildchen selbst 2teilig und mit einer Bürste von braunen Borstenschuppen bedeckt. Die Färbung der Schuppen schwankt zwischen gelblichweiß bis schmutziggelb.

Die Unterseite ist gelbweiß und dicht beschuppt. Ebenso das Pygidium. Die Schuppen auf der Ober- und Unterseite sind relativ sehr breit, fast so breit wie lang. Auf den Seiten sind sie manchmal etwas zugespitzt.

Clypeus ö Ecken breit abgerundet, vorne ein kurzes Stück gerade. Vorder-Tibien mit 2 kräftigen Zähnen. Parameren asymmetrisch (siehe Abbildung). Länge 9-11 mm. 55 5% Santa Catarina, Minas Geraes, Espiritu Santo, Brasilien. Type C. decora im Museum Oxford.

Die Geschlechtsorgane der beiden Arten C. gibbicollis und C. variabilis sind äußerst ähnlich. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß C. gibbicollis eine Subspecies von C. variabilis darstellt, doch müßte die Lebensweise der Tiere hier noch geklärt werden, über die wir gar nichts wissen und vielleicht

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 63

Untersuchungen der weiblichen Geschlechtsorgane vorgenommen werden, eine Aufgabe, die den Rahmen dieser Arbeit wesentlich überschreiten würde.

Folgende Arten sind mir unbekannt geblieben: dorsata Burm. insularis Arrow elegans Nonfr. imitatrix Nonfr. Isoceraspis duckei Ohaus

Nach der Beschreibung dieser Arten gehört insularis zu cornuta Blanch. Gr. 1, elegans Nonfr. zu bufo n. sp. Gr. 3, imitatrix Nonfr. zu ohausi Moser Gr. 2. Die Eingruppierung von Isoceraspis duckei Ohaus ist zweifelhaft.

Metaceraspis n. g.

Habitus wie die Ceraspis-Arten der Gruppe 3 und wie die Gattung Hoplia. Die Fühler haben jedoch 10 Glieder (Ceraspis nur 9). Hintere und mittlere Klauen einfach, nur vordere Klauen gespalten. (Bei Ceraspis der Gruppe 3 immer eine der hinteren Klauen gespalten, Fühlerfahne 5 fast doppelt so lang wie $. Bei Ceraspis nur bei 2 Arten macrophylla Moser und quadrifoliata Moser, sonst bei Ceraspis ö nur um 1/ı bis !/s länger als 9). Auch der Fühlerstiel beim 5 der neuen Gattung wesentlich länger als beim 2. Im übrigen wie Ceraspis.

fukiensis n. sp.

Ober- und Unterseite schwarzbraun bis fast schwarz. Beine und Fühler dunkelbraun, manchmal auch die Flügeldecken heller braun. Oberseite des Kopfes und Halsschildes mit wenig dicht stehenden, aufrechten dunklen Borsten ausgezeichnet. Scutellum dicht mit weißlichen Borsten bedeckt, in der Mitte glatt. Flügeldecken nur mit ganz vereinzelten weißlichen aufrech- ten Borsten, sonst mit spärlichen, feinen, anliegenden Haaren bis auf die Seiten verziert. Vorderer Seitenrand des Halsschildes mit weißen Borsten bewimpert.

Clypeus 5% kurz. Ecken abgerundet, vorne gerade. Oberseite des Kopfes dicht runzelig punktiert. Halsschildvorderseitenrand gerade, Hinter- seitenrand geschweift, seitliche Ecken im apicalen Drittel liegend und sehr flach. Vorderecken nicht vorgezogen, rechtwinkelig. Halsschildbasis zwischen Hinterecken und den Basiszacken aufgebogen. Basiszacken und Scutellum- Einschnitt sehr gut ausgebildet, nicht ganz rechtwinkelig. Halsschild dicht mit flachen Punkten besetzt, die teilweise Borsten tragen. Die aufgebogenen Teile des Halsschildes glatt. Flügeldecken dicht und grob, etwas runzelig

64 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

punktiert. Schulterbeule glatt. An der Basis befinden sich 2-3 deutliche Längsfurchen, welche ungefähr ?/s der Länge des Scutellums erreichen. Einige undeutliche flache Rippen sind ausgebildet, sie sind jedoch individuell verschieden, manchmal auch teilweise glatt und ohne Punkte. Das Pygidium ist flach und dicht punktiert und trägt vereinzelte weißliche, anliegende Borsten. Die Unterseite ist dicht mit anliegenden weißen Borsten besetzt.

Vorder-Tibien mit 2 Zähnen.

Länge 6-8 mm. 5 6 7 ? aus Kuatung Fukien Chinan, Mai 1946 leg. Tschung Jen.

Type und Paratypen in meinem Museum.

Die Gattung Xenoceraspis aus Sikkim und Burma mit der einzigen Art dispar Arr. (Ann. Nat. Hist. 6 p. 453) ist viel schlanker. Das Scutellum hat ganz flache Zacken, eigentlich mehr eine Ausbuchtung. ö mit sehr dicht nabelförmig punktiertem Halsschild, $ mit sehr dicht rot behaartem Hals- schild. Sie kann nicht mit Metaceraspis verwechselt werden.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962

1; 2 3 4. 6) 6 7

Systematischer Index

C. clypealis n. sp. 43. C. ventralis n. sp. . C. lurida n. sp. 44. C. pereirae n. sp. . C. rufoscutellata Mos. 45. C. pauperata Burm. C. ocellata n. sp. 46. C. vestita Blanch. . C. opacipennis Mos. 47. C. sulcicollis Moser . C.immaculata Burm. 48. C. kuntzeni Moser . C. cornuta Blanch. 49. C. citrina Blanch. (= rufipes Burm.) 90. C. citrina Blanch. C. innotata Blanch. var. pisicolor Burm. C. moseri n. sp. 5l. C. castaneipennis Blanch. C. centralis Sharp 52. C. bufo n.sp. C. mexicana Harold 53. C.signata Blanch. C. squamulifera Mos. 54. C. mixta Blanch. C. quadripustulata Blanch. 55. C. amoena n. sp. C. quadrimaculata Blanch. 96. C. pulchra n. sp. (= quadrinotata Burm.) 57. C.nivea Serv. C. lineata Wat. (= brenskei Moser) C. ruficollis n. sp. 58. C. cinerea Moser C. brunneipennis Bat. (= lepidiota Moser) C. rubiginosa Latr. 59. C. flava Blanch. C. klenei Brenske 60. C. farinosa Burm. C. ohausi Mos. 61. C. plaumanni n. sp. C. rühli Brenske 62. C. griseosquamosa Moser C. macrophylla Mos. 63. C. obscura Blanch. C. quadrifoliata Mos. 64. C. subvittata Moser C. hispida Bates 65. C. zikani Moser C.nitida n. sp. 66. C. setiventris Moser C. modesta Burm. 67. C. fulva Blanch. C. bivittata Burm. 68. C. mutica Moser C. globicollis n. sp. 69. C. squamulata Moser C. martinezi n.sp. 70. C. guttata Blanch. C. mustela n. sp. (= vitticollis Mos.) C. pilatei Harold 71. C. guttata var. crucifera nov. (= velutina Bates) 72. C. diversa n. sp. C. bivulnerata Germ. 73. C. colon Burm. C. amazonica n. sp. 74. C.pallida Blanch. C. oblonga Moser 75. C. leucosoma Blanch. C. bicolor Moser 76. C. brittoni n. sp. C. elongata n. sp. 77. C. ornata n.sp. C. albovaria Blanch. 78. C. melanoleuca Serv. C. conspersa Burm. 79. C.tibialis Blanch. C. variegata Perty 80. C. gibbicollis Blanch. C. burmeisteri n. sp. 81. C. decora Gory C. vulpes n. sp. (= variabilis Burm.)

. C. tenuisquamosa n. sp.

Metaceraspis n. g. M. fukiensis n. sp.

Ent. Arb. Mus. Frey, Bd. 13, H.1

65

66 Frey: Revision der Gattung Ceraspis Serv. (Col. Melolonth.)

albovaria Blanch. amazonica n.Sp. amoena n.sp. bicolor Mos. bivittata Burm. bivulnerata Germ. brenskei Mos. brittoni n. sp. brunneipennis Bates bufo n.sp. burmeisterei n. sp. .

castaneipennis Blanch.

centralis Sharp cinerea Mos. . citrina Blanch. colon Burm. conspersa Burm. . clypealis n. sp. cornuta Blanc. . crucifera n. var. . decora Gory . diversa n.sp. . dorsata Burm. duckei Ohaus elegans Nonfr. elongata n. sp. farinosa Burm. flava Blanch. . fulva Blanch . gibbicollis Blanch. globicollis n. sp. . griseosquamosa Mos. guttata Blanch. hispida Bates . imitatrix Nonfr. . immaculata Burm. . innotata. Blanch. insularis Arrow . klenei Brenske kuntzeni Mos. lepidiota Mos. leucosoma Blanch. . lineata Wat. lurida n.sp. macrophylla Mos. martinezi n. sp. melanoleuca Serv.

. 90,

. 89,

36 34 46 39 29 33 47 97 24 44 38 44 19 47 43 96 37 15 18 94 61 39 63 63 63 30 48 48 92 61 30 49 94 27 63 18 19 63 25 43 47 97 23 16 26 30 9

Alphabetischer Index

mexicana Har. mixta Blanch. . modesta Burm. moseri n. Sp. mustela n.sp. mutica Mos. nitida n. sp. nivea Serv. oblonga Mos. obscura Blanch. . ocellata n. sp. ohausi Mos. opacipennis Mos. ornata n.Sp. pallida Blanch. plaumanni n.sp. pauperata Burm. pereirae n.sp. pilatei Har. pisicolor Burm. pulchra n. sp. . quadrifoliata Mos. .

quadrimaculata Blanch.

quadrinotata Burm.

quadripustulata Blanch.

rubiginosa Latr. rühli Brenske ruficollis n. sp. rufipes Burm. rufoscutellata Mos. . setiventris Mos. . signata Blanch. squamulata Mos. squamulifera Mos. . subvittata Mos. . sulcicollis Mos. tenuisquamosa n. sp. tibialis Blanch. variabilis Burm. . variegata Perty . velutina Bates ventralis n. sp. vestita Blanch. vitticollis Mos. vulpes n. sp.

zikani Mos.

20 46 29 18) 31 93 28 47 34 O0 [7 25 17 98 97 49 41 40 32 44 46 27 22 22 21 24 26 23 18 16 92 45 93 21 90 42 39 60 61 37 32 40 41 93 39 ol

- Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 67

Contribution ä la connaissance des Staphylinidae

LXXIV - Paederidus nouveaux d’Afrique occidentale par G. Fagel (Bruxelles) (Institut des Parcs Nationaux du Congo et du Ruanda-Urundi)

Notre excellent Collegue M. Haaf nous a fait le plaisir de nous com- muniquer un certain nombre de Paederini appartenant aux collections du Museum G. Frey (Tutzing). Nous l!’en remercions vivement. Parmi ce mat£- riel il ya deux Paederidus inedits captures par M. G. Frey au Parc National du Niokolo Koba (Senegal). Il nous a interesse d’autant plus de reconnaitre ces especes, que recemment nous avons eu l’occasion d’etudier les recoltes faites par MM. R. Roy et M. Condamin dans ce möme Parc national, etude dont le resultat est actuellement ä l’impression.

Le type des especes nouvelles se trouve au Museum G. Frey, des para- types ont &t& deposes dans les collections de V’Institut royal des Sciences naturelles de Belgique et du Musee Royal de l’Afrique Centrale.

Paederidus senegalensis n. sp. (Fig. 1)

Tete bleu-violet, pronotum rouge-orange, @lytres bleu-noir, parfois ä faibles reflets violets ou verdätres, abdomen et pattes entierement noirs, antennes noires, ä 2 premiers articles jaune bistre, face superieure du ler et de la moitie terminale du 2e, noire, palpes maxillaires testac6s, le 3e article entierement d’un noir profond.

Tete plus transverse que chez les especes voisines (1,11), ä yeux egale- ment plus grands (1,42), fort convexes, tempes arqu&es; convexe, calus supra-antennaires tres marques, fossettes postfrontales nettes; brillante, faibles traces de reticulation sur les regions occipitale et temporales; ponc- tuation me&diocre, assez profonde, Ecart&e; pubescence fine et longue, claire, avec quelques courtes soies sombres sur l’arriere et les tempes.

Antennes longues et greles, atteignant largement la base des &lytres, 3 beaucoup plus long que 2, penultiemes articles encore 1'/2 fois aussi longs que larges.

Pronotum nettement plus long que large (1,11), bien moins large (0,88) mais plus long (1,08) que la tete, fortement &treci vers l’arriere, largeur maximum situ&e en avant du milieu, cötes arques en avant, rectilignes vers 'arriere; brillant, sans r&ticulation, ponctuation sensiblement plus faible et moins profonde qu’ä la t&te, de m&me &cartement, portant de courtes et fortes soies noires dressees un peu crochues.

68 Fagel: Contribution ä la connaissance des Staphylinidae LXXIV

Scutellum noir, mat, entierement coriace.

Elytres sensiblement plus longs que larges (1,11), bien plus larges (1,36) et plus longs (1,36) que le pronotum, rectangulaires, Epaules larges, cötes tres faiblement arqu&s, troncature terminale oblique; convexes, avec un leger aplanissement postscutellaire commun suivi d’une @levation de la suture, en toit; assez brillants, pas de microsculpture nette, cependant teguments pas r&ellement lisses, ponctuation ä peu pres comme ä& la t&te, plus dense, Ecartee assez regulierement de 1 ä& 2 diameötres; pubescence discale fine et longue, sombre, tout le pourtour, base comprise, ä pubes- cence claire, pas plus longue mais sensiblement plus forte.

Abdomen ä& forte impression transversale basilaire des premiers seg- ments; brillant, reticulation fort superficielle et subisodiametrale sur les premiers tergites decouverts, bien plus nette et fortement transversale sur les suivants, ponctuation fine et peu profonde, peu dense; pubescence blanchätre longue et forte, nettement convergente de part et d’autre.

Pattes longues et greles.

ö: encoche du 6e sternite pas particulierement large ni profonde.

Edeage: figure 1.

Longueur: 7,2-8,1 mm. Holotype: Ö: Senegal: Parc National de Niokolo Koba, II. 1960

(G. Frey), in coll. Museum G. Frey (Tutzing).

Paratypes: 17 ex.: m&me origine, in coll. Museum G. Frey, Institut royal des Sciences naturelles de Belgique et Muse&e Royal de l’Afrique

Centrale.

Fig. 3. - Sommet de la face ventrale de l’edeage de:

1: Paederidus senegalensis n. sp., 2: P. Freyi n. sp., 3: P. luctuosus Klug.

Pour la clart&e du dessin les soies ont &t& omises.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 69

La nouvelle espece se place dans le voisinage de P. villiersi Fagel, du Dahomey, mais en differe par la stature bien plus Epaisse, la tete sen- siblement plus transverse, ä yeux plus grands et tempes arque&es, la ponc- tuation abdominale plus faible et la conformation de l’edeage.

P. balfour-brownei Fagel, de Angola, est encore un peu moins £pais, a les elytres subcarres et a intervalles de la ponctuation @leves en rugosites, la pubescence abdominale beaucoup plus courte, mais se differencie imme- diatement par la pubescence claire ne s’etendant pas sur toute la base des elytres.

Paederidus freyi n. sp. (Fig. 2)

Ressemble etonnamment ä P. luctuosus Klug, espece fort variable, re- presentee au Tchad par une race de faible taille, mais en est cependant facile ä separer avec un peu d attention.

Entierement noir, sauf la face inferieure des 2 premiers articles des antennes jaune bistre, les palpes labiaux en entier et les 2 premiers articles des maxillaires testaces, ainsi que les tarses brunfonce.

Tete nettement moins transverse (1,07-1,09 au lieu de 1,18-1,26); yeux petits (2,20-2,28 au lieu de 2,60-2,72) mais presque plus globuleux et plus saillants de la courbure de la töte, base plus etroite, tempes subrec- tilignes; teguments completement lisses, ponctuation un peu plus forte mais un peu moins abondante, plus irregulierement repartie; pubescence sans particularite.

Antennes plus greles, tous les articles plus allonges, 9 et 10 toujours nettement plus longs que larges.

Pronotum plus allong& (1,20), sensiblement moins large (0,83) mais plus long (1,09) que la tete, rappelant celui de P. cribricollis Bernh. mais a base plus large que chez celui-ci; assez brillant, pas de microsculpture, ponctuation moins forte qu’ä la t&te, plus dense sur le disque, plus Ecartee sur les cötes; pubescence blanchätre, assez forte et longue, un peu crochue, vers l’arriere convergeant fortement vers un point situe environ au "4 posterieur de la ligne mediane.

Scutellum mat, coriace.

Elytres allonges (1,14), bien plus larges (1,36) et plus longs (1,30) que le pronotum, rectangulaires, ä cötes subparalleles; submats, ponctuation fine et rugueuse, le disque ä teguments completement räpeux et mats, pubescence forte et longue, claire sur le pourtour et ä peine blonde sur le disque, tandis que la pubescence discale de P. luctuosus est toujours roux

feu, tranchant nettement sur la laterale.

709 Fagel: Contribution ä la connaissance des Staphylinidae LXXIV

Abdomen ä impression transversale basilaire des premiers tergites decouverts sensiblement moins profonde, teguments ä reticulation fine et dense, subisodiametrale sur les premiers segments, transversale sur les derniers, tandis que chez luctuosus elle est fortement transversale pouvant parfois &tre prise pour de la microstriation; pubescence bien moins visible, celle du milieu des tergites franchement plus courte, plus fine et sombre.

ö: encoche du 6e sternite plus large, bord posterieur du 5e ä peine arque& tandis que cet arc est beaucoup plus fort et subanguleux chez luc- tuosus.

Edeage: figure 2.

Longueur: 9,7-6 mm.

Holotype: 6: Senegal: Parc National de Niokolo Koba, II. 1960 (G. Frey), in coll. Museum G. Frey (Tutzing).

Paratypes: 19 ex.: möme origine, in Museum G. Frey, Institut royal des Sciences naturelles de Belgique et Musee Royal de l’Afrique Centrale.

Nous nous faisons un plaisir de dedier cette interessante espece ä M. G. Frey dont l’intense activite entomologique, tant personnelle, comme specialiste r&put@ des Onthophaginae, que generale, comme fondateur et mecene du Musee de Tutzing, est un exemple, malheureusement unique.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 al

Zwei neue Lamiiden aus den Beständen des Museums G. Frey (Col. Ceramb.)

von $. Breuning (Paris)

Herr Dr. Frey war so freundlich, mir eine kleine Partie Lamiiden seines Museums zur Bestimmung zu übersenden, wofür ich herzlichst danke.

Unter dem Material befanden sich zwei neue Formen, deren Beschrei- bungen hier folgen. Die Typen befinden sich im Museum G. Frey.

Pseudochariesthes superba, n. sp.

Langgestreckt. Fühler um drei Viertel länger als der Körper. Die unte- ren Augenloben zweimal so lang wie die Wangen. Die beiden inneren Halsschildquerfurchen gerade und tief eingeschnitten, der Halsschild nur mit einzelnen feinen Punkten besetzt. Die Decken nicht punktiert.

Schwarz, weißlichgrau tomentiert. Der Kopf außer dem rückwärtigen Teil des Scheitels hellrotbraun tomentiert. Halsschild mit wenig breiter, premedianer, hellrotbrauner Querbinde, die sich zu beiden Seiten der Mittellinie nach rückwärts merklich verbreitert und vorn durch eine schwärzliche Querlinie begrenzt wird, sowie mit fünf schwarzen Makeln: eine sehr langovale mittlere und jederseits zwei kleine runde, eine davon auf den Seiten der Scheibe, die andere auf der Mitte der Seitenteile. Auf jeder Decke vier ziemlich große, hellrotbraune, größtenteils schmal schwarz eingefaßte Makeln: eine dreieckige neben dem Schildchen, eine unregel- mäßig gestaltete laterale unter der Schulterbeule, eine runde laterale post- humerale und eine mediane neben der Naht, sowie drei schwarze Makeln: eine ziemlich kleine, runde sublaterale am Beginn des Apikalviertels, eine sehr kleine, runde subsuturale am Beginn des Apikalfünftels und eine noch kleinere sublaterale preapikale. Die Seitenteile der Sterna und das Ab- domen hellrotbraun tomentiert.

Länge: 13 mm; Breite: 4!/a mm. Typ ein ö von Somaliland: Eil, VII-1959, leg. C. Koch.

Eunidia thomseni Dist. ssp. rubroscapus nov.

Wie die Stammform, aber die preapikale weiße Deckennahtmakel sehr groß, die zwei Nahtdrittel des Apikalviertels der Decke einnehmend (der Grund darunter hellrot), das erste Fühlerglied hellrot, die Basalhälfte der Glieder vier bis elf weiß tomentiert.

Typ ein ö von Somaliland: Eil, VII. 1959, leg. C. Koch. - Die Art war bisher aus Somaliland noch nicht bekannt.

7622 Schedl: Scolytidae u. Platypodidae aus dem austral. polyn. Raum

Scolytidae und Platypodidae aus dem australisch-

polynesischen Raum 206. Beitrag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea Von Karl E. Schedl, Lienz/Osttirol

In den letzten Jahren sind mir größere Aufsammlungen von der Californian Academy of Science, vom Museum G. Frey, von Dr. ]J. J.H. Scent-Ivany aus dem australisch-polynesischen Raum zur Determi- nation zugegangen. Die dabei zutage gekommenen neuen Fundorte erwei- tern unsere Kenntnisse über die geographische Verbreitung bekannter Ar- ten in bedeutendem Maße, ihre Veröffentlichung scheint deshalb als zweck- mäßig. Dazu kommen einige wenige, aber interessante neue Arten, die nunmehr beschrieben werden. Die einzelnen Fundortmeldungen werden im Originaltext der Etiketten wiedergegeben. Einige synonymische Bemer- kungen sind eingeflochten.

Neue Fundorte Neu Guinea

Hylesinus porcatus Chap. Finishafen, IV. 1944, FE. S. Ross.

Stephanoderes alter Egg. Papua: Monda, Buna District, 16. VII. 1943, W. Bodenstein.

Poecilips minutissimus Schedl Hollandia, Deutsch Neu Guinea, 3. V. 1945, B. Malkin.

Ozopemon angustae Egg. Klamagoen Riv., XII. 1935, G. W. Heid collector.

Ozopemon sirambeanus Hag. Zd. Nw. Guinea, Kloof-bivak, 28. X. 1912, leg. Versteeg.

Arixyleborus canaliculatus Egg. Finishhafen, 21. IV. und 10. VI. 1944, E.S. Ross.

Eccoptopterus sexspinosus Motsch. Papua: Monda, Buna District, 9. X. und 15. XII. 1943, W. Bodenstein.

Xyleborus ferrugineus Fab. Hollandia, VIII. 1945, B. Malkin, Cal. Acad. Sci.

Xyleborus perforans Woll. Finishhaven. 2. and 12. V. 1944, E. S. Ross. Maffın Bay, 28. VI., 10. VII. 1944, E. S. Ross.

Xyleborus riehli Eichh. Papua, Somari, 10. VI. 1939, R. G. Wind collector.

Xyleborus similis Ferr. Hollandia, VIII. 1945, B. Malkin, Cal. Acad. Sci. Maffin Bay, 8. VII. 1944, E. S. Ross. Biak I., 2. IV. 1945, B. Malkin.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 783

Crossotarsus biconcavus n. sp. Ned. Nieuw Guinea: Sibil Sterrengeb. 6,., 15. Juni 1958, Coll. R. T. Simon Thomas.

Crossotarsus mniszechi Chap. W. New Guinea: Manokwari, 4. 57, leg. For. Service. Papua, Central District, Brown River Area, 11. VI. 1959, ex cut stem of Pometia pinnata, Coll. E. Kansiri.

Platypus caliculus Chap. Ned. Nieuw Guinea, Sibil Sterrengeb., 5. VI. 1958, R. T. Simon Thomas. Star Range, 1.500 m, mond Ok Tenma, 18. V. 1959, Museum Leiden, Neth. New Guinea Exp. Star Range, 1.260 m, Sibil op licht, 14., 16. und 29. IV. 1959, Museum Leiden, Neth. New Guinea Exp. Star Range, 1.500 m, bivak 39 a, 30. VI. 1959, Museum Leiden, Neth. New Guinea Exp.

Platypus chevrolati Chap. Maffin Bay, X. 1944, E. S. Ross. W. New Guinea, Monokwari, IV. 1957, leg. Lasschuit.

Platypus hybridus Schedl Isl. Halmaheira, Mt. Sembilan, 600 m, 27. IX.-6. X. 1951, Native Collector.

Platypus jansoni Chap. Baubauguina via Abau, 10.1V. 1959, in fallen Breadfruit, tree, Coll. B. G. Griffiths and A. Catley. Papua, Central District, Koitaki Estate, 19. III. 1954, borer of Rubber tree, Coll. J. J. H. Scent-Ivany.

Platypus lucasi Chap. W. New Guinea, Monokwari, IV. 1957, leg. Las- schuit.

Platypus pallidus Chap. Maffin Bay, X. 1944, FE. S. Ross.

Platypus radiosus Schedl Ned. Nieuw Guinea, Sibil Sterrengeb. 5. VI. 1958, R. T. Simon Thomas.

Platypus Selysi Chap. Papua, Central District, Koitaki Estate, 18. III. 1956, borer of Rubber tree, Coll. J. J. H. Scent-Ivany.

Spathidicerus nobilis Chap. Papua, Central District, Koitaki Estate, 18. II. 1956, borer of Rubber tree, Coll. J. J. H. Scent-Ivany.

Diapus 5-spinatus Chap. Star Range, Sibil op licht, 29. IV. 1959, Museum Leiden, Neth. New Guinea Exp.

Australien

Aricerus chapuisi Blandf. N. S. W. Lismore (Cal. Acad. Sci.), C. F. Deuquet.

Aricerus fici Lea N. S. W.: Uki Tweed Riv, C. F. Deuquet (Cal. Acad. Sci.).

Hylesinus varians Lea Queensland, Toowcomba, Koebele Collection.

Pachycotes villosus n. sp. West Australien, Murchison River, XII. 1959, Demarz.

74 Schedl: Scolytidae u. Platypodidae aus dem austral. polyn. Raum

Hypothenemus hispidus Egg. Die in Schedl „Proc. Roy. Soc. Queensland LX, 1949, p. 25“ als H. erythrinae Egg. gemeldeten Exemplare gehören richtig zu H. hispidus Egg. Stephanoderes melasomus Lea Warburton, Vict., XII. 55-1. 57, G. Frey. Ips cribricollis Eichh. W. Australia, Pinjarra, 16. VI. 1960, von Pinus ra- diata, Dept. Agric. (eingeschleppt). Xyleborus cognatus Blandf. Adelaide, 22. IV. 1957, F. R. J. Kepong. Xyleborus insulindicus Egg. North Q’land (Cal. Acad. Sci.). Xyleborus novaguineanus Schedl Australien: Wongabel, 11. II. 1930, R. W. Doggrell, boring in Endiandra Palmerstonii. Wongabel, 25. III. 1937, A. R. Brimblecombe, ex Black bean. Xyleborus perforans Woll. Cairns, Koebel (Cal. Acad. Sci.). Sidney, N. S. W., Wallis Yards, 23. III. 1923, ex Pacific maple. W.W.F. Sydney, N. S. W., April 1923, ex Shorea sp. Tech. Mus. Xyleborus saxeseni Ratz. West Australien, Umgeb. Perth, X. 1954, leg. H. Demarz. West Australien, Broockton, IV. 1958, H. Demarz. Xyleborus truncatus Er. Sydney, N. S. W., Deuquet collection. Platypus omnivorus Lea Illawarro, Deuquet Collection. Platypus pseudo-opacus Schedl Tweed R., Deuquet Collection (Cal. Acad. Sci.). Platypus quadricinctus n. sp. N. S. W., Tweed R., Deuquet Collection.

Neuseeland

Pachycotes ventralis Sharp Greymouth, Helms (B. M.).

North Island, R. N. Parker (B. M.).

Dendrotrupes costiceps Broun = Dendrotrupes vestitus Broun

Thomas Broun beschrieb in den „Manual New Zealand Coleoptera, 1881, Band 2, 3, 4, p. 741” die neue Gattung Dendrotrupes und die Arten D. vestitus und D. costiceps, wobei sich die letzteren nur durch die Ausfor- mung der Stirn unterscheiden. Die Nachprüfung einer Serie dieser Arten ergab, daß D. vestitus (Männchen) und D. costiceps (Weibchen) ein und dieselbe Art darstellen. D. costiceps ist einzuziehen. Diese Synonymie wurde auch von Dr. G. Be Rawlings, Forest Research Institute in Rotorua, New Zealand, brieflich bestätigt.

In demselben Brief teilt Herr Dr. Rawlings auch mit, daß Acran- tus opacus Broun, Ann. Mag. Nat. Hist. XV, 1895, p. 417, mit Acrantus (Homarus) mundulus Broun (Manual New Zealand, Coleoptera, Band 2, 3, 4, 1881, p. 740) und Platypus apicalis White (Erebus et Terror, zoolog.,

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 )

partie XI, 1846, p. 18) mit Platypus douei (Reiche) Chapuis (Monographie des Platypides 1866, p. 237) identisch sind. Die Synonymie von Acrantus opacus Broun zu A. mundulus Broun konnte nicht nachgeprüft werden, doch ist anzunehmen, daß Dr. Rawlings authentisches Material verglichen hat. Die Synonymie von Platypus douei Chap. zu Pl. apicalis White geht aus den Beschreibungen der beiden Arten unschwer hervor.

Polynesien

Hylesinus porcatus Chap. Fiji Islands, 9. XI. 1899, Koebele Coll. Hylesinus robustus Egg. Fiji Islands, Viti Levu, XI. 1956, G. Frey. Hylesinus subcostatus Egg. Admirality Islands: Loren Gau, VIII. 1944 (Cal. Acad. Sci.). Xyleborus bicolor Blandf. Solomon Islands: Malaita, East Kwara’ae, X. 1957, P. G. Fenemare. Xyleborus fijianus Schedl Fiji Islands, Viti Levu, XI. 1956, G. Frey. Xyleborus perforans Woll. Admirality Islands: Loren Gau, VIII. 1944 (Cal. Acad. Sci.). Tahiti, 26. VI. 1916, R. Hopping (Cal. Acad. Sci.). Tahiti: Punaavia, 28. VIII. 1939, G. A. de Witte. Neue Hebriden: Esperitu Santo (Cal. Acad. Sci.). Samoa: Vaiteile, 2. VIII. 1895. Solomon Inseln: Guadecanal, Il.-IX. 1945, B. Malkin (Cal. Acad. Sci.). Xyleborus similis Ferr. Admirality Islands: Los Negros, IV. 1945, J.R. Stuntz. (Cal. Acad. Sci.). Platypus solidus Walk. Solomon Isl., Van Dyke Collection (Cal. Acad. Sci.). Platypus turbatus Chap. Guadecanal u. Florida Islands, I.-III. 1945, J. R. Stuntz (Cal. Acad. Sci.).

Pachycotes villosus n. sp.

Weibchen. - Dunkelrotbraun, nahezu matt erscheinend, 2,6 bis 3,0 mm lang, 2,2 mal so lang wie breit. Von den anderen Pachycotes-Arten durch die kurzen, gedrungenen, sehr dicht stehenden Schuppen des Hals- schildes und der Flügeldecken leicht zu unterscheiden.

Stirn breit gewölbt, sehr dicht körnelig punktiert, was besonders in der unteren Hälfte auffällt, die Punkte tragen schief nach oben abstehende kurze Schuppenhärchen, die nach unten gerichtete Franse am Epistomal- rand besteht aus längeren gelbroten Schuppenhärchen, Fühler wie in der Gattung üblich.

Halsschild bedeutend breiter als lang (37:27), nahe der Basis am breitesten, die letztere deutlich zweibuchtig, mit einem winkeligen Vor-

76 Schedl: Scolytidae u. Platypodidae aus dem austral. polyn. Raum

sprung in der Mitte, hintere Seitenecken rechtwinkelig und deutlich gerun- det, die Seiten in der basalen Hälfte nahezu parallel, leicht gebogen, dann kräftig schief eingezogen, Apex breit gerundet, subapikale Einschnürung deutlich; Scheibe der Länge nach schwach gewölbt, ohne Buckel, äußerst dicht mit Punkten scheinbar verschiedener Größe bedeckt, die aber durch die daraus entspringenden, gedrungenen abstehenden Schuppen größten- teils verdeckt sind, eine Reihe von schlankeren Schuppenhärchen entlang des Vorderrandes bis zur subapikalen Einschnürung. Schildchen nicht sicht- bar.

Flügeldecken nur wenig breiter (40:37) und doppelt so lang wie der Halsschild, ausgesprochen walzenförmig in der basalen Hälfte, der Apex sehr breit gerundet, die Basis zweibuchtig, mit kräftigen abstehenden stumpfen Höckern besetzt, gegen die Naht noch zwei weitere Reihen ähn- licher, aber etwas kleiner werdender Schuppenhöcker; Scheibe gestreift- punktiert, die Streifen deutlich eingedrückt, die Reihenpunkte ziemlich grob und enggestellt, die Zwischenräume dicht gerunzelt-punktiert, die Punkte tragen kurze, gedrungene, flache, abstehende rotgelbe Schuppen, deren Flachseite mit der Längsachse des Käfers übereinstimmt, die die Punktie- rung größtenteils verdecken; auf dem kurz abgewölbten Absturz laufen alle Zwischenräume bis zum Hinterrand durch, der dritte Zwischenraum kurz vor dem Hinterrand mit einem kräftigen mäßig spitzen Höcker, der vierte bis sechste Zwischenraum mit einer längeren Serie solcher Höcker, die gegen die Flügeldeckenscheibe allmählich kleiner werden, noch kleinere unregel- mäßig gestellte Höckerchen auf den seitlichen Zwischenräumen 7 bis 9; auf dem Absturz die abstehenden Schuppen etwas kräftiger und länger, aber nicht mehr deutlich spachtelförmig.

Type und Cotypen im Museum G. Frey, Cotypen auch in Sammlung

Schedl.

Fundort: W. Australien, Murchison River, XII. 1959, Demarz.

Das Männchen hat die Stirn etwas stärker abgeflacht, die Behaarung

länger, und die Flügeldecken sind etwas gedrungener.

Crossotarsus biconcavus n. sp.

Männchen. - Schwarzbraun, 8,3 mm lang, nahezu dreimal so lang wie breit. Die neue Art ist etwas größer als die beiden Verwandten C. piceus Chap. und C. laratensis Bees. Wie in diesen Arten, endigen die Zwischenräume 1 bis 6 am Hinterrand der Flügeldecken stumpf, aber frei, wobei der erste Zwischenraum am längsten ist, die anderen nach dem 4. bis 6. zu kürzer, doch ist im Gegensatz zu diesen Arten die Außenecke jeder Flügeldecke durch den stumpf endigenden und flach gebauten (nicht nach unten verdickten) 7. Zwischenraum gebildet, gemeinsam mit den beiden

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 HT,

Verwandten zeigt das 5. Abdominalsternit in der Nähe des Vorderrandes einen kleinen konischen Höcker, ganz ähnlich, wie bei C. laratensis Bees., während der Höcker von C. piceus Chap. viel kräftiger ist und mehr im Zentrum des 5. Sternites steht.

Stirn fast eben, dicht, netzartig gerunzelt-punktiert, in der Mitte mit einer glänzenden Längsgrube, Behaarung kurz, spärlich, gegen den Scheitel etwas dichter stehend, Fühlerschaft ähnlich wie bei C. piceus Chap., aber mehr rechteckig.

Halsschild kaum breiter als lang (20 : 19), Umriß ganz ähnlich wie in C. piceus Chap., Scheibe glänzend, winzig chagriniert und zerstreut mit feinen Pünktchen besetzt, eine Serie größerer Punkte, welche abste- hende lange Haare tragen, entlang des Vorderrandes.

Flügeldecken ähnlich wie in C. piceus Chap., glänzend, ge- streift-punktiert, die Streifen leicht vertieft, die Reihenpunkte sehr klein, etwas unregelmäßig in weiten Abständen gestellt, die Zwischenräume noch lockerer fein punktiert; am Hinterrand der erste und siebente Zwischenraum gleich lang, vom ersten Zwischenraum bis zum fünften an Länge abneh- mend, der sechste wieder etwas länger als der fünfte, wodurch ein kräftig zweibuchtiger Hinterrand entsteht.

Die Hinterhüften schaufelartig nach rückwärts vorgezogen, rechteckig abgeschlossen, mit leicht gebogener und mit Borsten besetzter Apikalkante. Die Sternite 2 bis 5 mattglänzend, zerstreut punktiert, das 5. Sternit wie üblich konkav.

Type in der Zoologischen Sammlung des Bayerischen Staates in Mün- chen, Cotype in Sammlung Schedl.

Fundort: Ned. Nieuw. Guinea, Sibil Sterrengeb., 5. und 15. VI. 1958, hoogte: 1.250 m, op lamplicht gevangen, Gras-bos, R. T. Simon Tho- mas.

Platypus quadricinctus n. sp.

Männchen. Rotbraun, 4,4 mm lang, 2,5 mal so lang wie breit; der Käfer, welcher bisher stark durch Harz verschmutzt unter Platypus ex- terne-dentatus Fairm. steckte, zeigt einen ähnlichen Flügeldeckenabsturz, wie dies bei den Platypi lunati üblich ist, doch sind die hinteren Seiten- ecken wie bei P. externe-dentatus Fairm. spitzig vorgezogen und der breite Hinterrand zeigt zwischen den leicht angedeuteten Nahtwinkeln und den Seitenfortsätzen einen kurzen dreieckigen Zahn auf jeder Seite.

Stirn eben, winzig punktuliert, deshalb seidenglänzend und mit ziemlich großen flachen Punkten, die kurze abstehende Haare tragen, be- setzt, ein kleines Längsgrübchen in der Mitte der unteren Hälfte ange-

78 Schedl: Scolytidae u. Platypodidae aus dem austral. polyn. Raum

deutet, auf dem Scheitel fein zerstreut punktiert, mit einzelnen langen Haaren.

Halsschild etwas breiter als lang, kurz nach dem Vorderrand am breitesten, die seitlichen Schenkelgruben seicht, von oben gesehen nur vorne deutlich begrenzt; Scheibe glänzend, winzig chagriniert und unregel- mäßig zerstreut mit sehr feinen Pünktchen besetzt, eine Reihe längerer Härchen aus etwas größeren Punkten entspringend entlang des Vorder- randes, eine Gruppe von 5 bis 6 größeren Punkten mit ebenfalls abstehen- den Härchen in einigem Abstand rechts und links der kurzen Miittelfurche.

Flügeldecken gedrungen, deutlich breiter als der Halsschild und ähnlich gebaut, aber etwas gedrungener als bei Platypus subdepressus Schedl, die Seiten in den basalen drei Fünfteln gerade, ganz leicht divergie- rend, dann verengt gerundet und am Hinterrand in schlanke seitliche Fort- sätze endigend; Scheibe hochglänzend, mit zarten Reihen feiner Pünktchen, von denen nur die Nahtreihen in eingedrückten Streifen liegen, die Zwi- schenräume sehr breit, mit winzigen zerstreut liegenden Pünktchen; der Ab- sturz beginnt nach den basalen zwei Fünfteln, ist oben leicht abgewölbt wie in P. subdepressus, dabei matt, winzig punktuliert, die Reihenpunkte nicht mehr erkennbar, anstelle dessen leicht eingedrückte Streifen, die Zwischen- räume tragen je eine Reihe langer abstehender Härchen, am unteren Drittel des Absturzes jederseits der Naht ein Quereindruck, die Nahtecken selbst leicht vorgezogen, der Hinterrand mit den eingangs erwähnten Zähnchen zwischen Seitenfortsätzen und Naht.

Type in Sammlung Schedl. Fundort: New South Wales: Tweed River.

Weitere Stücke dürften sich unter den Namen Crossotarsus externe- dentatus Fairm. im South Australian Museum befinden.

Spathidicerus nobilis Chapuis fem.

Unter meinen Stücken von Spathidicerus nobilis Chap. ist eines ab- weichend gebaut, indem die Stirn in der oberen Hälfte einen flachen Ein- druck aufweist, in etwas mehr als der unteren Hälfte sehr fein dicht punk- tiert ist, wahrscheinlich ein Zeichen, daß hier ein Haarornament abgerieben wurde, außerdem ist in diesem stark punktierten Teil in dessen oberer Hälfte ein schwacher Längseindruck gerade noch erkennbar. Der Halsschild des Weibchens ist jenem des Männchens sehr ähnlich, doch sind die Längs- strichelchen in den basalen zwei Fünfteln viel kräftiger und dichter gestellt. Auf den Flügeldecken sind die hinteren Seitenfortsätze etwas gedrungener und der Fortsatz des dritten Zwischenraumes am oberen Absturzrand we- sentlich kürzer und mehr dreieckig. Man wird kaum fehlgehen, in diesem Exemplar das Weibchen zu vermuten.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 79

Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.) 23. Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden

von Hans Kulzer, Museum Frey

Peltolobus Lac. (Trimytini). Peltolobus Lacordaire, Gen. Col, V, 1859, p. 71 (= Megalophrys Waterhouse) Ann. Mag. 16, 1845, p. 322; Gebien, Kat. 1936, p. 90, homonym zu Megalophrys Kuhl & Wagl. (Amphib.) (= Alhuena Kulzer), Ent. Arb. Mus. Frey, 7, 1956, p. 912, Abb. 1.

Die Gattung ist durch folgende Merkmale ausgezeichnet:

Mentum transversal, flach, groß, deckt die Mundteile fast zu. Submen- tum an den Seiten mit einem Zahn. Endglied der Maxillarpalpen schwach beilförmig. Oberlippe weit vorstehend, bei geschlossenen Mandibeln von diesen ganz zugedeckt. Mandibeln groß, vorstehend, Außenkante von oben gesehen scharf gebogen, von der Seite gesehen breit, tief gespalten, der untere Zahn ist viel länger, glatt und am Ende abgestutzt. Clypeus lappen- förmig vorgezogen, Gelenkhaut nicht sichtbar. Kopf schwach gewölbt, Augen von oben gesehen kugelig, etwas vorstehend, mit einer tiefen Furche umgeben. Wangen breit ausladend, vorne etwas vorgezogen, so daß zum Clypeus eine Ausbuchtung entsteht, die Wangen sind durch eine Furche von den Augen getrennt. Fühler fadenförmig, sie überragen etwas den Halsschild, alle Glieder sind rund und länger als breit, Glied 3 ist am längsten. Halsschild an der Basis eingeschnürt, leicht gewölbt, manchmal an den Seiten verflacht. Flügeldecken gewölbt, länglich oval, ohne Seitenrand- kante. Bei waterhousei oben abgeflacht. An den Seiten in Höhe der Hinter- hüften haben die Flügeldecken einen * deutlichen Eindruck. Beine schwach, ohne Auszeichnungen, Vorderschienen am Ende der Außenkante ohne

Zahn.

Bestimmungstabelle der Arten

1 (4) Halsschild schmal, bis zum Seitenrand gewölbt, größte Breite in der Mitte, zur Basis sanft ausgeschweift verengt, schlankere Formen, braun bis dunkelbraun.

2 (3) Halsschild an der Basis ohne Eindruck, Zwischenräume der Flügel- decken sehr fein punktiert. Länge 8-10 mm. Patagonien. Erster Zwischenraum am Ende stark eingedrückt, so daß die Naht empor- gehoben ist.

patagonicus Wat.

80 Kulzer: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.)

3 (2) Halsschild an den Seiten vor der Basis mit einem deutlichen Ein- druck. Zwischenräume der Flügeldecken gröber punktiert. Länge

7-8 mm. Patagonien (nach Berg). desertorum Berg

4 (1) Halsschild breit, an den Seiten breit verflacht, größte Breite hinter der Mitte und im letzten Drittel plötzlich stark verengt. Breitere For- men, dunkelbraun, fast schwarz.

5 (6) Halsschild und Flügeldecken flach, Flügeldecken subparallel, an den Schultern mit einem Eindruck, so daß die Schultern etwas empor- gehoben sind. Das ö hat am Prosternum in der Mitte eine lang ab- stehende gelbe Behaarung. Länge 10-11 mm. Chile.

waterhousei Bat. (= Alhuena penai Klzr.)

6 (5) Halsschild in der Längsmitte gewölbt, am verflachten Seitenrand mit Eindrücken, Seitenrandkante etwas erhaben. Flügeldecken gleich- mäßig oval, stark gewölbt, an den Schultern ohne Eindruck. Länge 9 mm. Neuquen, Argentinien.

ardoini n. sp.

Peltolobus ardoini n. sp.

Ungeflügelt, schwarz, glänzend, Fühler und Beine dunkel rotbraun, kahl. Länge: 9 mm, Breite: 3'/2 mm.

Kopf groß, so breit wie die Basis des Halsschildes, mäßig gewölbt, grob und dicht punktiert. Augen sehr klein, kugelig, mäßig fein fazettiert, seitlich etwas vorstehend, von einer feinen Furche umgeben, die die Augen von den Wangen und Schläfen trennt. Wangen groß, 4mal so lang wie der Durchmesser der Augen, der Seitenrand bildet einen Kreisbogen. Schläfen kurz, sehr stark verengt, von den Augen im rechten Winkel abgesetzt. Clypeus im Bogen vorgezogen, ohne Ecken und ohne Clypealfurche. Die Stirn fällt an den Seiten zu den Augen steil ab. Fühler fein, sie überragen etwas die Basis des Halsschildes, Glied 1 dick, so lang wie das 3., Glied 3 ist 1!/2 mal so lang wie das 2. und 1'/emal so lang wie das 4. Alle Glieder sind länger als breit, Endglied oval. Mandibeln sehr groß und breit, kräftig punktiert, in der Mitte am Außenrand im rechten Winkel umgebogen, an der vorderen Seite breit gespalten, der obere Teil ist kürzer. Mentum groß, quer sechseckig, bedeckt den Kehlausschnitt ganz, wie der übrige Teil des Unterkopfes grob und dicht punktiert. Submentum mit einem großen, queren und flachen Eindruck, an den Seiten mit einem großen und breiten,

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 sl

nach vorne gerichteten Zahn, der sich an der Innenseite eng an das Men- tum anschließt. Endglied der Maxillarpalpen schwach beilförmig, das der Labialpalpen sehr klein und oval.

Halsschild doppelt so breit wie in der Mitte lang, nach den Seiten leicht gewölbt, an den Seiten abgeflacht mit flachen Eindrücken. Größte Breite hinter der Mitte, nach hinten im Bogen stark verengt und vor der Basis kurz ausgeschweift, nach vorne im flachen Bogen wenig verengt. Basis viel schmäler als der Vorderrand, leicht geschwungen, dick gerandet, Hinterwinkel nicht vorstehend, die stumpfe Spitze zeigt, durch die Aus- schweifung des Seitenrandes bedingt, etwas nach außen. Vorderrand fast gerade, nur an den Seiten mit einer Randleiste, Vorderwinkel kaum vor- stehend und verrundet. Die Scheibe ist kräftig und gleichmäßig dicht punk- tiert. Schildchen sehr klein, queroval, glatt.

Flügeldecken eiförmig, stark gewölbt, ohne Schulterbeulen und ohne Seitenrandkante, die Decken sind bis an die Epipleuren gleichmäßig gewölbt, mit je 9 regelmäßigen und dichten Punktreihen, wovon die 7. von oben gerade noch, die 8. und 9. nicht mehr sichtbar sind. Die Punkte in den Reihen sind ziemlich groß und reichen bis ans Ende. Zwischenräume flach, mit zwei unregelmäßigen Reihen sparsamer und sehr feiner Punkte. An den Seiten in Höhe der Hinterhüften befindet sich ein kurzer aber deutlicher Eindruck. Hinten sind die Flügeldecken etwas abgeschrägt, so daß die Enden schwach vorstehen. Epipleuren glatt, schmal und bis ans Ende rei-

chend.

Prosternum nach vorne schwach, nach den Seiten stärker geneigt, grob und dicht punktiert, zwischen den Rippen gerunzelt, hinten bis zur halben Höhe abfallend und in einen kleinen Zapfen endend, kaum vor- stehend. Mesosternum flach geneigt, ohne erhabene Ränder. Die ganze Unterseite des Hinterkörpers dicht und grob punktiert. Analsegmente ohne Gelenkhaut. Beine mäßig lang, fein punktiert, ohne Auszeichnung. Die Schenkel sind am Ende wenig verdickt. Schienen gerade, dünn, am Ende etwas verbreitert, Vorderschienen am Ende ohne Zahn. Tarsen dünn, schwach beborstet, Sohle ohne Härchen. 8 unbekannt.

Patria: 1 2, Loncopue, Neuquen, IX. 1959, Argentinien. Holotype in coll.

Ardoin, Arcachon.

P. ardoini ist mit keiner anderen Art der Gattung verwandt. Kopf und Halsschild sind so ähnlich wie bei waterhousei, der Hinterleib aber ist stark gewölbt, glatter und in den Zwischenräumen kaum punktiert. P. patagonicus und desertorum sind schlanker und haben einen ganz anders geformten

Halsschild.

Ent. Arb. Mus. Frey, Bd. 13, H.1 6

82 Kulzer: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.)

Cardigenius bucki n. sp. (Asidini).

Kurz oval, stark gewölbt, schwarz, matt, Beine und Fühler kaum heller. Oberseite behaart. Länge: 16 mm, Breite 9 mm.

Kopf klein, flach, grob punktiert, mit unregelmäßigen Eindrücken und mit Börstchen versehen. Augen quer, etwas schräg gestellt, leicht ge- wölbt, fein fazettiert, ohne Augenfurchen und Falten, von den Wangen und Schläfen nicht eingeengt, seitlich etwas vorstehend. Wangen doppelt so lang wie ein Augenlängsdurchmesser, etwas schmäler als die Augen, im starken Bogen nach vorne verengt. Clypeus kurz, breit, rechteckig, nicht punktiert, nur am Vorderrand mit einigen Borstenpunkten. Vorderrand ge- rade, Ecken verrundet, Clypealnaht eingedrückt. Fühler 10gliedrig, sie erreichen knapp die Mitte des Halsschildes, Glied 3 ist 2mal so lang wie 4, das 7. und 8. ist rund, 9. quer, Endglied größer als das 9. und queroval. Mentum groß, breit herzförmig, flach, an den Seiten etwas eingedrückt und grob punktiert. Endglied der Maxillarpalpen stark beilförmig, das der Labialpalpen sehr klein und oval. Mandibeln zweizähnig und an der Vor- derseite gefurcht.

Halsschild 1'2mal so breit wie lang, stark gewölbt, größte Breite in der Mitte. Seitenrand flach und schmal abgesetzt, ohne Randleiste, nach hinten schwächer, nach vorne stärker im Bogen verengt. Basis doppelbuch- tig, Hinterwinkel nicht vorstehend und verrundet. Die Scheibe ist matt, chagriniert, ohne Punkte und mit langen, braunen Haaren bedeckt.

Flügeldecken kurz oval, breit, nicht punktiert, fein chagriniert, ohne Rippen. Die Seitenrandkante reicht ungefähr bis zur Mitte, ist grob gerunzelt und vorne auf der Unterseite ausgehöhlt. Die Oberseite der Flü- geldecken ist mit braunen, langen, abstehenden, teilweise in Büscheln bei- sammen stehenden Haaren mäßig dicht bedeckt. Epipleuren sind nur im letzten Drittel erkennbar. Der umgeschlagene Teil der Flügeldecken ist spärlich behaart.

Prosternum kurz, nicht punktiert, zwischen den Hüften breit und behaart, hinten gewölbt abfallend und nicht vorstehend. Die ganze Unter- seite ist anliegend und spärlich gelb behaart. Abdomen stark gewölbt und kaum punktiert. Beine kräftig, kurz, gerade, Schenkel kaum verdickt, Schie- nen geraspelt, Vorderschienen am Ende mit einem dreieckigen Zahn. Tarsen fein, auf der Unterseite beborstet.

Patria: 2 Exemplare S.F. Paula, I. 1937 und 1. 1958, Rio Grande do Sul,

Bras. leg. Pe. Buck. Holotype im Museum Frey, Paratype in coll. Buck.

C. bucki ist mit C. crinifer Fairm. am nächsten verwandt, diese Art ist aber kleiner und schlanker. Halsschild ist fast kahl und dicht mit glänzenden, flachen Tuberkeln besetzt. Die Seitenrandkante der Flügeldecken reicht bis

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 83

ans Ende und besteht aus kleinen, glänzenden Höckerchen. Die Behaarung der Flügeldecken ist der neuen Art ähnlich. Alle anderen Arten der Gattung sind nicht behaart. In meiner Bestimmungstabelle der Gattung in Ent. Arb. Mus. Frey, 12, 1961, p. 208 ist die neue Art unter 7 (10) einzureihen.

Epipedonota riverai n. sp. (Nycteliini).

Länglich oval, ziemlich flach, schwarz glänzend, Beine und Fühler dun- kel rotbraun, $ breiter und etwas stärker gewölbt. Länge: 131/2-15 mm, Breite: & 6-6!/a mm, $ 8-9 mm.

Kopf breit kurz, Augen schmal, seitlich etwas vorstehend, leicht ge- wölbt, von den Wangen und Schläfen nicht eingeengt. Wangen nicht so breit wie die Augen, vor den Augen kurz verrundet und dann nach vorne gerade verengt, mit dem Seitenrand des Clypeus fast eine Linie bildend. Schläfen unmittelbar hinter den Augen verengt. Vorderrand des Clypeus im Bogen ausgeschnitten, die Ecken sind stumpf, manchmal verrundet. An den Seiten des Clypeus befindet sich ein # tiefer Eindruck. Zwischen den Wangen und Augen ist die Stirn tief und gerunzelt eingedrückt. Dieser Eindruck setzt sich hinten in der Mitte bis zum Scheitel fort und hat vorne in der Mitte ein feines Längsfältchen. Die Oberseite des Kopfes ist sehr spärlich und fein punktiert. Fühler mäßig dick, sie überragen etwas die Mitte des Halsschil- des, Glied 3 ist 11/smal so lang wie 4, Glied 9 und 10 sind am breitesten und fast kugelig, Endglied klein und stumpf zugespitzt. Mentum groß, breit, der Vorderrand ist eingebuchtet und gewölbt, an den Seiten und hinten nieder- gedrückt, vorne grob, hinten fein gerunzelt. Endglied der Maxillarpalpen fast parallel und am Ende abgestutzt, das der Labialpalpen ebenso gebildet nur sehr klein.

Halsschild 2mal so breit wie in der Mitte lang, größte Breite ungefähr in der Mitte, nach hinten leicht ausgeschweift und wenig, nach vorne im flachen Bogen etwas stärker verengt. Seitenrandkante wulstig und etwas aufgerichtet. Basis ohne Randkante, manchmal in der Mitte schwach, an den Seiten immer etwas ausgebuchtet. Hinterwinkel ziemlich weit vor- stehend, mit einer stumpfen Spitze. Vorderrand mit einer kräftigen Rand- kante, im Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel vorstehend und verrundet. Die 2 Längsschwielen sind sehr kräftig, vorne nach den Seiten etwas ver- breitert, der Zwischenraum ist tief eingedrückt und unregelmäßig quer- und längsgefaltet. Die Seiten sind quergerunzelt. Die Scheibe ist spärlich mit feinen gelben Börstchen versehen und nicht punktiert.

Flügeldecken länglich oval, nicht sehr stark gewölbt, am Ende stark abschüssig. Seitenrand gleichmäßig gebogen, größte Breite in der Mitte. Auf jeder Seite befinden sich 2 Rippen, in der Mitte eine stark erha-

84 Kulzer: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.)

bene, glatte, etwas gebogene, zwischen dieser und dem Seitenrand eine

schwächere, leicht gewellte Rippe. Seitenrandkante kräftig, glatt und stark

gewellt. Naht ebenfalls rippenförmig erhaben. Alle Zwischenräume kräftig und dicht quergerunzelt. Die ganze Oberseite ist # dicht mit kurzen, gelben

Börstchen bedeckt, die beim @ dichter stehen. Punktur ist keine zu erkennen.

Der umgeschlagene Teil ist glatt, kaum beborstet. Die Epipleuren reichen

bis ans Ende, sind aber schwach markiert.

Prosternum nach vorne und hinten geneigt, zwischen den Hüften sehr breit, mit Randfurchen, hinten im Kreisbogen abschließend und etwas vorstehend. Mesosternum breit eingedrückt. Abdomen fast glatt, stark glän- zend, kaum punktiert und kaum behaart. Beine dünn, alle Schenkel auf der Unterseite mit goldgelber Behaarung. Vorder- und Mittelschienen gerade, die hinteren leicht gebogen.

Patria: In Anzahl Fdo. Malcho, Cord. Parral, XII. 1957, leg. M. Rivera, Holo-, Allo- und Paratypen; 15 Stück Romehual, Cord. Parral, XI. 1960, leg. M. Rivera, Paratypen; 7 Stück Villegas, Cord. Parral, XI. 1960, leg. M. Rivera, Paratypen. Holo-, Allo- und Paratypen in Coll. L. Pena, Santiago de Chile, Paratypen im Museum Frey.

E.riverai gehört in die rugulosa-Gruppe, Arten mit stark gerunzelter Oberseite und gleichmäßig gebogenem Seitenrand des Halsschildes, diese Arten haben aber auf den Flügeldecken nur je eine erhabene Rippe. Am nächsten steht der neuen Art E.rossi Klzr., diese ist aber schlanker, die Querfalten auf den Flügeldecken sind viel größer, auch hat rossi nur je eine Rippe und ist fast kahl.

Scotobius ardoini n. sp. (Scotobiini).

Matt, schwarz, mit einem Stich ins Braune, kahl, länglich oval. Länge: 18 mm, Breite 7 mm.

Kopf breit, Oberfläche sehr uneben, grob und dicht punktiert und stark gerunzelt. Vorderkopf verkehrt. trapezförmig, in der Mitte längsge- wölbt, die Seiten sind eingedrückt, die Ränder etwas gehoben, Vorderrand fast gerade. Wangen breiter als die Augen, die Seiten hinten gebogen, nach vorne gerade verengt. Stirn gewölbt, Amal so breit wie ein Auge von oben gesehen, in der Mitte mit einer undeutlich abgegrenzten Längsfurche. Augen schmal, klein, leicht nierenförmig. Fühler sind an dem sonst gut erhaltenen Exemplar nicht vorhanden. Mentum rauh, eckig gerunzelt punktiert, an den Seiten eingedrückt. |

Halsschild 1!/smal so breit wie in der Mitte lang, größte Breite etwas hinter der Mitte. Seitenrand stark gebogen, nach vorne und hinten stark verengt, vor der Basis kaum merklich ausgeschweift, breit und sehr

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 85

hoch aufgerichtet, von der Seite gesehen ist der Rand höher als die Mitte des Halsschildes. Basis leicht gebogen, Hinterwinkel stumpf und nicht vorste- hend. Vorderrand durch die weit und breit lappenförmig vorgezogenen Vor- derwinkel sehr schmal. Die Scheibe ist leicht gewölbt, mit undeutlichen Ein- drücken in der Mitte und vor der Basis, die Mitte ist flach punktiert, die Seiten und der aufgerichtete Rand leicht gerunzelt. Schildchen breit drei- eckig und nicht punktiert.

Flügeldecken gleichmäßig länglich oval, ganz flach, größte Breite in der Mitte. Seitenrandkante scharf, schmal, leicht krenuliert, von der Schul- ter bis fast ans Ende aufgerichtet, von der Seite gesehen liegt die Randkante höher als die Naht. An Stelle der Rippen befinden sich je 4 feine, dicht stehende Tuberkelreihen, die fast das Ende erreichen. Die breiten, flachen Zwischenräume haben in der Mitte eine mäßig grobe, flache Punktreihe, sonst ist die Oberseite fein chagriniert. Der umgeschlagene Teil der Flügel- decken steht, mit Ausnahme an den Schultern, von oben gesehen etwas bauchig vor und hat ebenfalls wie die Oberseite 3 deutliche und eine 4. un- deutliche Tuberkelreihe und punktierte Zwischenräume. Die Epipleuren sind schmal und reichen bis ans Ende.

Prosternum am Vorderrand mit einer deutlichen Randkante, fein und spärlich punktiert, zwischen den Hüften breit, nach vorne und hinten stark geneigt, hinten nicht vorstehend und am Grunde verrundet. Mesoster- num flach geneigt, ohne erhabene Ränder und ohne Aushöhlung am Vorder- rand. Metasternum und Abdomen fein punktiert, etwas gerunzelt, staub- artig und spärlich behaart. Beine für den Gattungscharakter ziemlich lang und sehr dünn, grob und gerunzelt punktiert, alle Schenkel auf der Unter- seite scharf doppelkantig. Schienen gerade, am Ende kaum verbreitert, eben- falls scharf gekantet, die Kanten sind kurz beborstet. Aedoeagus nadel- förmig, der hintere Sack vom Gelenk ab ist ebenfalls sehr schmal, ungefähr 3mal so lang wie der vordere Teil. Auch der Charakter des Aedoeagus ist etwas abweichend von den übrigen Arten. ? unbekannt.

Patria: 1 ö, Laguna Blanca, Neuquen, Argentinien, 12. XII. 1959. Holotype in coll. Ardoin, Arcachon.

Sc. ardoini ist von allen anderen, zahlreichen Arten der Gattung sehr verschieden und mit keiner anderen Art zu verwechseln, charakterisiert durch die scharfen, aufgerichteten Seitenrandkanten der flachen Flügeldecken und durch die feinen Tuberkelreihen auf denselben. Sc. akidioides Wat. ist viel- leicht am nächsten verwandt, doch diese Art hat breite, fast runde Flügel- decken, die leicht gewölbt, und viel breiter als der Halsschild sind. In meiner Bestimmungstabelle, Ent. Arb. Mus. Frey, 6, 1955, p. 453 muß die neue Art unter 3 (6) eingereiht werden.

36 Kulzer: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.)

Platesthes silphoides ssp. hirtipes nov. (Praocini).

Schwarz, ö schwach, ® stärker gewölbt. Länge: 15-17 mm, Breite:

ö 7-8, 2 8!/2-9 mm.

Die neue Unterart unterscheidet sich von der Stammform wie folgt: Etwas größer (Stammform Länge 11-14 mm, Breite ö 5-6mm,

6-8 mm), dunkler, weniger glänzend. Kopf und Halsschild wie bei der Stammform. Flügeldecken auch beim & leicht gewölbt, die Rippen sind schwächer, nicht so stark erhaben, manchmal sogar sehr flach, besonders beim 2. Der Seitenrand der Flügeldecken ist stärker gebogen, die Naht ist flach, bei der Stammform etwas erhaben. Alle Schenkel und Schienen auf der Unterseite dicht mit gelben, längeren Härchen bedeckt. Bei der Stamm- form sind alle Schenkel fast kahl und die Schienen nur ganz fein, kurz und spärlich beborstet. Aedoeagus nicht verschieden.

Patria: 7 Stück Sa. Tepuel (Tecka) Chubut, Argentinien, 11. III. 1961, leg. L. E. Pena, Holo-, Allo- und Paratypen in Coll. Pena, Paratypen im Mus. Frey; 8 Stück Tecka, Chubut 11. III. 1961, leg. Pena, Paratypen; 3 Stück S. Tecka, Chubut, 20. X. 1960, leg. Pena, Paratypen.

Praocis (Orthogonoderus) argentina n. sp. (Praocini).

Kurz oval, breit, stark gewölbt, der ganze Käfer schwarz, glänzend, kahl. Länge: 11!/2-12!/a mm, Breite 6'/4-7 mm.

Kopf klein, breiter als lang, schwach gewölbt, spärlich und fein, am Scheitel etwas gröber punktiert. Augen schmal, klein, schräg, Stirn 4mal so breit wie ein Auge von oben gesehen, Hinterrand mit einer feinen Leiste, seitlich ganz schwach vorstehend. Wangen groß, im Kreisbogen nach vorne stark verengt. Clypeus sehr kurz, Vorderrand im Bogen ausgeschnitten, Ecken verrundet. Die Stirnfurche ist leicht gebogen, schmal und tief ein- geschnitten. Fühler sehr fein, sie überragen nur wenig die Mitte des Hals- schildes, Glied 3 ist 1?/amal so lang wie 4, Glied 9 größer, so lang wie breit und hat eine etwas viereckige Form, Glied 10 quer, kurz, Endglied sehr klein und quer. Mentum kurz und breit, Vorderrand fast gerade. Endglied der Maxillarpalpen schwach beilförmig, das der Labialpalpen klein und oval.

Halsschild 2!/smal so breit wie in der Mitte lang, nach den Seiten stark gewölbt, Seitenrandkante deutlich, auch an der Basis nicht abgesetzt, größte Breite an der Basis, nach vorne im Bogen stark verengt. Basis stark doppelbuchtig, ohne Randleiste, Hinterwinkel mit einer stumpfen Spitze vorstehend. Vorderrand im Bogen ausgeschnitten, nur an den Seiten fein gerandet, Vorderwinkel rechteckig etwas vorstehend. Die Scheibe ist in der Mitte fein und spärlich, an den Seiten etwas kräftiger und dichter punktiert. Auf jeder Seite vor der Basis befindet sich ein # deutlicher, flacher Eindruck.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 87

Auf der flachen Unterseite des Halsschildes sind lange, gelbe Härchen vor- handen, die von oben gesehen an den Seiten vorstehen. Schildchen sehr klein, halbkreisförmig, nur bei geneigter Halsschildstellung sichtbar.

Flügeldecken etwas breiter als der Halsschild, stark gewölbt, gleichmäßig kurz oval, größte Breite in der Mitte, mit je drei deutlichen, glatten und breiten Rippen, und drei undeutlichen, manchmal nur hinten erkennbaren Zwischenrippen. Die erste Rippe ist in der Mitte der Flügel- decken, die dritte unmittelbar an der breiten, stark quergerunzelten Seiten- randkante, die von der äußersten Rippe von oben gesehen fast ganz ver- deckt ist. Die Zwischenräume der Rippen und der Zwischenrippen sind kräftig aber flach punktiert. Epipleuren an den Schultern breit, dann schmal bis ans Ende reichend, nicht punktiert aber etwas runzelig und mit einzelnen

gelben Härchen versehen.

Prosternum stark gewölbt, grob und runzelig punktiert, vorne steil und gewölbt abfallend, Vorderrand nur an den Seiten fein gerandet, zwischen den Hüften breit, gewölbt, stark quergerunzelt, nach hinten breit vorstehend, das Ende ist verrundet und etwas aufstehend. Propleuren in der Mitte mit flachen Längsfalten, an den Seiten, besonders hinten flach und granuliert. Mesosternum niedergedrückt, ausgehöhlt, mit wulstigen hohen Rändern. Metasternum und Abdomen fein und dicht granuliert. Beine nicht sehr kräftig, grob punktiert, spärlich beborstet, Schenkelunterseite scharf gekantet. Vorderschienen am Ende breit, Außenkante mit kurzen, dicken Börstchen, Endzahn so lang wie die ersten 2 Tarsenglieder. Mittel- und Hin- terschienen geraspelt, gerade. Tarsen kurz, mit wenigen kurzen Börstchen

und ohne weiße lange Behaarung.

Patria: 10 8 ö und 3 29, Loncopu£, Neuquen, Argentinien, IX. 1959. Holo-,

Allo- und Paratypen in coll. Ardoin, Arcachon, Paratypen in Mus. Frey.

P. argentina ist am nächsten verwandt mit P. costipennis Sol. und P. rugata Sol., diese beiden Arten haben aber einen viel stärker und dichter punktierten Halsschild, die Rippen der Flügeldecken sind schwächer, Zwi- schenrippen kaum zu erkennen, und vor allem ist die Punktur der Flügel- decken viel gröber und etwas gerunzelt. Sehr ähnlich sieht die neue Art einem $ von P. penai ähnlich, doch diese Art hat an den Tarsen und das Öö auch am Ende der Flügeldecken lange, helle und steife Härchen, und die Schienen sind viel dicker.

Oligocara Sol. (Ulomini).

Solier, Studi Ent. 1848, p. 153 (7), p. 224 (78); - in Gay, Chile, V, 1851, p. 226. - Lac. Gen. Col. p. 328; Kulzer, Ent. Arb. Mus. Frey 9, 1958, p. 201.

88 Kulzer: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.)

Die Gattung Oligocara ist sehr nahe verwandt mit Uloma Latr., sie unterscheidet sich von dieser Gattung nur durch die Vorderschienen und die verdickten Vorderschenkel. Bei Oligocara sind die Vorderschienen länger, schlanker, am Ende schwach verbreitert und haben auf der Außenkante keine Zähne. Bei Uloma sind die Vorderschienen kürzer, nach dem Knie + stark verbreitert und haben auf der Außenkante 4-7 kräftige, scharfe Zähne. Die Arten von Oligocara sind ungeflügelt und die Decken sind verwachsen, die 6 6 haben am Vorderrand des Halsschildes keinen Eindruck, die Uloma- arten sind geflügelt, die ö ö haben am Vorderrand des Halsschildes einen # starken Eindruck der manchmal an den Seiten mit Höcker versehen ist, aller- dings gibt es auch Arten, wo die ö ö am Halsschild keinen Eindruck haben. Der Bau des Aedoeagus ist in beiden Gattungen sehr ähnlich.

Von Oligocara waren bis jetzt 2 Arten bekannt, nitidum Sol. und tibialis Klzr., beide aus Chile; eine neue Art erhielt ich von P. Pio Buck aus Rio Grande do Sul, Brasilien.

Oligocara bucki n. sp.

Länglich oval, schwarz, glänzend, Tarsen und Fühler etwas heller, kahl, ungeflügelt, Flügeldecken verwachsen. Länge: 10-10!/e mm, Breite: 4 bis 4!/2 mm.

Kopf breiter als lang, schwach gewölbt, sehr fein punktiert. Augen quer, von den Wangen schwach, von den Schläfen nicht eingeengt, seitlich wenig vorstehend. Von der Seite gesehen ist der Hinterrand ganz gerade. Wangen sind an den Seiten schwach gebogen und nach vorne stark verengt. Clypeus sehr breit, kurz, schwach gewölbt, Vorderrand fast gerade, die Ecken sind verrundet. Clypealnaht kaum eingedrückt. Oberlippen weit vor- stehend, Vorderrand leicht gebogen, Gelenkhaut deutlich. Die Fühler sind kräftig, sie erreichen nicht ganz die Mitte des Halsschildes. Glied 1 ist sehr dick, viel länger als 2, Glied 3 ist 11/amal so lang wie 4, das 6.-10. ist quer, Endglied ebenfalls breiter als lang und vorne verrundet. Mentum beim Ö groß, queroval, schalenförmig ausgehöhlt, glatt, mit einem feinen Börstchen- kranz umgeben, beim $ ist das Mentum etwas länger als breit, birnenförmig, in der Mitte mit einem Eindruck, an den Seiten gewölbt, punktiert und ohne Börstchenkranz. Endglied der Maxillarpalpen schwach beilförmig, Endglied der Labialpalpen beim ö auf der Unterseite glatt, glänzend, kreisrund, flach, kaum tellerförmig ausgehöhlt. Beim $ sind die Labialpalpen länglich oval. Mandibeln kräftig, an den Seiten stark gebogen und scharf zweispitzig.

Halsschild 1'/amal so breit wie lang, gleichmäßig gewölbt, größte

Breite in der Mitte, Seitenrand schwach gebogen, hinten kaum ausgeschweift,

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 89

mit sehr feiner Randkante. Die Basis ist ungefähr so breit wie der Vorder- rand, etwas doppelbuchtig, Randkante undeutlich, Hinterwinkel nicht vor- stehend und stumpf rechteckig. Vorderrand fast gerade, nur an den Seiten mit einer Randleiste, Vorderwinkel kaum vorstehend und verrundet. Die Scheibe ist mikroskopisch fein und gleichmäßig punktiert. Schildchen halb- kreisförmig, etwas gewölbt.

Flügeldecken gleichmäßig oval, gewölbt, ohne Seitenrandkante, ohne Schulterbeulen, mit sehr feiner Punktur in den Streifen. Zwischen- räume leicht gewölbt und mikroskopisch fein punktiert. Epipleuren glatt, an den Schultern breit, dann schmal bis ans Ende reichend.

Prosternum nach vorne schwach geneigt, zwischen den Hüften an den Seiten mit einer deutlichen Randfurche, nach hinten gewölbt ab- fallend. Beim ö ist die Mitte, fast bis zum Vorderrand, mit kurzen, gelben Börstchen versehen. $ ist kahl. Mesosternum vorne ziemlich stark einge- drückt. Abdomen kaum punktiert, an den Seiten leicht längsgerieft. Anal- segment und Pygidium mit kleinen Ausbuchtungen die ineinander greifen, so daß ein fester Verschluß entsteht. Beine kurz, Schenkel, besonders die vorderen verdickt, beim & sind die mittleren und hinteren auf der Unter- seite mit einer aus kurzen, gelben Härchen bestehenden Leiste versehen, die dem ® fehlt. Sonst sind die Schenkel glatt und unbehaart. Vorderschienen gerade, schmal, nach vorne schwach verbreitert, an der Außenkante glatt, von der Seite gesehen in der Mitte mit einem stumpfen Höcker, die Unter- seite in der zweiten Hälfte ist flach, gehöckert, mit scharfer Außenkante. Das innere Ende ist etwas vorgezogen, so daß die Tarsen seitlich eingeengt sind. Außerdem sind die Vorderschienen am Ende beim & dicht gelb be- haart. Mittelschienen beim Öö im letzten Drittel auf der Unterseite etwas verbreitert und schwach gekrümmt, beim $ gerade und am Ende nur schwach verbreitert. Hinterschienen in beiden Geschlechtern gerade und dünn. Aedoeagus vorne vom Gelenk ab kurz, flach und breit, etwas nach aufwärts gebogen, an den Seiten parallel, vorne etwas ausgeschweift, Vor- derrand breit und gerade abgestutzt. Hinter dem Gelenk ist der Aedoeagus sehr lang, stark gekrümmt und nach hinten ziemlich stark verbreitert.

Patria: 2 dd und 3 ?9, Sao Francisco de Paula, 900 m, Rio Grande do Sul, Brasilien. Holo-, Allo- und Paratype im Mus. Frey, 2 Paratypen in coll. P. Pio Buck.

O. bucki ist leicht von den anderen 2 Arten der Gattung durch die geringere Größe, 10-10!/s mm (die anderen Arten sind 14mm lang), zu unterscheiden. Bei O. nitidum ist der Halsschild so breit wie lang, und die Zwischenräume der Flügeldecken sind fast flach. O.tibialis 5 hat stark gekrümmte Mittelschenkel und in der Mitte der Mittelschienen auf der

90 Kulzer: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.)

Unterseite einen breiten dreieckigen Zahn. Auch sind die Aedoeagi der bei- den Arten von dem der O. bucki sehr verschieden. Sehr ähnlich in der Ge- stalt ist die neue Art einem @ der Uloma retusa var. atrata Geb.

Neue Arten der Gattung Ulosonia Lap. (Ulomini) und Bestimmungstabelle.

Die Arten dieser Gattung sehen sich alle sehr ähnlich und sind schwer zu bestimmen, besonders die PP, die keine sekundären Geschlechtsunter- schiede haben. Die Armierung des Kopfes beim 5 ist sehr variabel, der Unterschied zwischen schwachen und kräftigen ö Ö ist meistens sehr groß. Auch ist die Punktur des Halsschildes innerhalb der gleichen Art recht unter- schiedlich. Durch Genitaluntersuchungen beim ö aber ist es eine Leichtig- keit die Arten zu identifizieren, denn die Aedoeagi sind für die einzelnen | Arten sehr charakteristisch.

Unbekannt geblieben ist mir nur U. ceratodera Fairm. aus Venezuela, aus der Beschreibung dieser Art in Ann. Fr. 41, 1892 p. 85 geht aber hervor, dal diese Art wohl nicht in die Gattung Ulosonia gehört, denn außer der Kopfarmierung des Ö ist auch der Halsschild von ceratodera am Vorderrand mit 2 ziemlich dicken Hörner bewehrt, die allen anderen Arten von Ulosonia

fehlen.

Bestimmungstabelle der Gattung Ulosonia Lap.

1 (10) Das Horn am Vorderrand des Clypeus ist so lang oder nur wenig kürzer und # steil aufgerichtet.

2 (7) Das Horn am Vorderrand des Clypeus ist nicht dicker und hat die gleiche Form wie die Stirnhörner.

3 (6) Halsschild außer der feinen Punktur noch mit zerstreuten, groben Punkten besetzt.

4 (5) Größere Art, Länge 8-9 mm, stärker gewölbt. Kopfhörner lang und dünn, bei starken & ö Stirnhörner etwas nach innen gebogen. Konzentriert auf die Mitte der Scheibe befinden sich einige grobe und tiefe Punkte, selten sind auch an den Seiten 2 oder 3 solcher Punkte. Reihenpunktur der Flügeldecken kräftig, etwas vertieft, die Punkte stehen ziemlich nahe beisammen. Zwischenräume leicht gewölbt und mikroskopisch fein punktiert. Seitenrand des Hals- schildes und der Flügeldecken durch eine Furche abgesetzt, die Randkante schwach erhaben. Dunkelbraun bis schwarz (Aedoeagus Abb. la). Am. c.

tricornis Dalm.

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 91

5 (4) Kleinere Art, Länge 7-8 mm, flacher. Kopfhörner wie bei tricornis

10 (1

Sn

=

aber schwächer. Halsschild fein aber deutlich punktiert, die groben Punkte sind nicht so groß und flacher als bei tricornis und auf der ganzen Scheibe zerstreut. Die Reihenpunktur der Flügeldecken ist feiner, flacher und weniger vertieft. Zwischenräume flach und sehr fein aber deutlich punktiert. Seitenrandkante des Halsschildes und der Flügeldecken breit, aber flach abgesetzt. Braun bis dunkel- braun. Aedoeagus wie bei tricornis nur im vorderen Teil etwas aus- geschweift. Mexico. depressa Champ. Halsschild fast glatt, ohne grobe Punkte dazwischen. In der Form und in der Kopfarmierung wie tricornis, nur etwas schwächer. Die Punkte in den Reihen der Flügeldecken stehen etwas weiter aus- einander. Zwischenräume leicht gewölbt und fein punktiert. Seiten- randkante des Halsschildes und der Flügeldecken durch eine tiefe Furche abgesetzt, die Randkante ist deutlich aufgerichtet. Sehr ab- weichend von den übrigen Arten ist der Aedoeagus (Abb. 1b) Am. c. canaliculata Champ. Das Horn am Vorderrand des Clypeus hat eine andere Form und ist viel dicker als die Stirnhörner.

Das Horn am Vorderrand des Clypeus ist steil aufgerichtet, im Umfang 3mal so dick wie ein Stirnhorn, von oben gesehen rund, parallel, am Ende abgestumpft, von der Seite gesehen an der Basis breit und nach oben zugespitzt. Stirnhörner gerade, steil aufge- richtet. Halsschild gewölbt, glänzend, mit deutlichen feinen und groben, tiefen, auf der ganzen Scheibe zerstreuten Punkten. Seiten- randkante des Halsschildes kaum, der Flügeldecken breit abge- setzt. Dunkelbraun. Länge 8mm (Aedoeagus Abb. Ic). Brasilien.

brasiliensis n. sp.

Das Horn am Vorderrand des Clypeus ist etwas nach vorne geneigt, auf der Ober- und Unterseite flach, breit, parallel, 2mal so breit wie ein Stirnhorn, am Ende abgestutzt und etwas eingesattelt, von der Seite gesehen ist das Horn schmal. Stirnhörner auch etwas nach vorne gerichtet und nach innen gekrümmt. Halsschild flach, wenig glänzend, fein aber deutlich punktiert, ohne grobe Punktur dazwi- schen. Seitenrandkante des Halsschildes kaum, die der Flügeldek- ken breit abgesetzt. Länge 6!/2-7!/a mm. Am. c. (Am. mer.?) dejeani Champ. Das Horn am Vorderrand des Clypeus ist sehr kurz, dreieckig, zahnartig, flach, nicht oder schwach aufgerichtet, bei schwachen

92

Kulzer: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.)

11 (18)

12 (13)

13 (12)

17)

15 (16)

16 (15)

ö 6 fast ganz verschwunden, manchmal kegelförmig, manchmal ist ein kleines Zäpfchen gebildet, das dann in der Mitte etwas ausge- schweift ist (bei vacca), niemals aber !/s der Länge der Stirnhörner überschreitet und niemals diesen in der Form ähnlich ist.

Vorderschienen beim & auf der Unterseite am Knie ohne Einbuch- tung, bis ans Ende gerade und schwach verbreitert.

Halsschild und Oberseite des Kopfes matt seidenglänzend, kaum erkennbar punktiert. Beim 9 ist der Clypeus fein und dicht, die Stirnhöhle fast grob punktiert. Horn am Vorderrand des Clypeus kurz, stumpf kegelförmig und etwas aufgerichtet. Die Stirnhörner sind stark nach vorne gerichtet. Reihenpunktur der Flügeldecken fein, die Punkte stehen nahe beisammen, Zwischenräume flach, mikroskopisch fein punktiert. Dunkelbraun, fast schwarz. Länge 91/8-10 mm (Aedoeagus Abb. If). Brasilien.

laevicollis n. sp.

Halsschild und Oberseite des Kopfes glänzend. Punktur des Hals- schildes # deutlich und immer mit * zahlreichen gröberen Punkten vermengt.

Horn am Vorderrand des Clypeus ist sehr schwach entwickelt, mei- stens ganz flach und nur als dreieckiger Vorsprung angedeutet, nicht aus der Ebene des Clypeus herausragend, nur bei kräftig ent- wickelten 5 ö hebt es sich etwas ab. Stirnhörner stark nach vorne geneigt.

Breite, flache Form. Stirnhöhle grob, runzelig und dicht punktiert. Halsschild an den Seiten gleichmäßig gebogen, die Scheibe ist mikroskopisch fein, manchmal etwas kräftiger punktiert, mit # zahlreichen, groben Punkten dazwischen, manchmal sind es nur einzelne Punkte. Die Reihenpunktur der Flügeldecken ist fein, die Punkte stehen ziemlich weit auseinander. Zwischenräume leicht, an den Seiten stärker gewölbt und mikroskopisch fein punktiert. Länge 9-10 mm (Aedoeagus sehr abweichend von dem der übrigen Arten Abb. 1d und e). Weit verbreitete Art, Mexico, Am. c. u. mer. Cuba.

biimpressa Latr.

Schmäler, gewölbter. Stirnhöhle fein punktiert, nicht gerunzelt, Halsschild Seitenrand subparallel. Scheibe fein punktiert mit meh- reren, auf der ganzen Scheibe verteilten gröberen Punkten. Reihen- punktierung der Flügeldecken fein, die Punkte stehen dichter bei- sammen. Zwischenräume leicht gewölbt und mikroskopisch fein

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 93

17 (14)

18 (11)

punktiert. Länge 8-8'/a mm. Californien, Arizona (Aedoeagus Abb. lg und h). marginata Lec.

Horn am Vorderrand des Clypeus sehr variabel, entweder kurz, spitzkegelförmig und etwas aufgerichtet, oder wie ein kleines oben abgestumpftes Zäpfchen, das manchmal in der Mitte etwas ausge- schweift ist. Stirnhörner gerade, parallel und senkrecht abstehend, die Stirnhörner sind manchmal sehr dick. Oberseite des Kopfes und die Stirnhöhle fast glatt oder nur sehr schwach punktiert. Halsschild ziemlich stark gewölbt, an den Seiten subparallel, die Scheibe ist fein aber deutlich punktiert, die # zahlreichen gröberen Punkte sind hauptsächlich an den Seiten konzentriert. Flügeldecken schmal, subparallel, Punktreihen deutlich, die Punkte stehen weit ausein- ander, Zwischenräume fast flach, chagriniert oder kaum punktiert. Länge 5!/2-7 mm. Brasilien, Argentinien (Aedoeagus Abb. li). vaccaE. (= parvicornis Fairm.) Syn. nov.!)

Vorderschienen beim Öö auf der Unterseite am Knie mit einer deut- lichen Ausbuchtung und dann nach vorne etwas stärker verbreitert als bei den anderen Arten der Gattung. Horn am Vorderrand des Clypeus kurz, dick, stumpfkegelförmig und etwas aufgerichtet. Stirnhörner gerade, senkrecht abstehend. Oberseite des Kopfes glänzend, fein und spärlich punktiert, mit gröberen, auf der ganzen Scheibe zerstreuten Punkten besetzt. Reihenpunktur der Flügel- decken mäßig fein. Länge 7'/a-8 mm. Amazonas (Aedoeagus Ab- bildung Ik).

amazonica n. sp.

1) U. parvicollis Fairm. bezieht sich auf ein sehr schwaches 4 der U. vacca. Type im Pariser Museum. Die Armierung des Kopfes ist sehr stark reduziert, wie es bei den anderen Arten der Gattung auch vorkommt. Genitalpräparate des & haben keinen Unterschied ergeben, außerdem sind Übergänge zu kräftigen 4 d vorhanden.

94 Kulzer: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.)

f g h | N

Abbildung 1, a-k: Aedoeagi der Ulosonia Arten

a) tricornis Dalm. f) laevicollis n. sp.

b) canaliculata Champ. g) marginata Lec. (dorsal) c) brasiliensis n. sp. h) marginata Lec. (lateral) d) biimpressa Latr. (dorsal) i) vacca F.

e) biimpressa Latr. (lateral) k) amazonica n. sp.

Ulosonia brasiliensis n. sp. (Abb. Ic)

Parallel, flach, schwarz, stark glänzend, Unterseite, Beine und Fühler kaum heller. Länge: 8 mm, Breite: 3 mm.

Kopf des ö so breit wie lang, vorne verrundet, nur der hintere Teil des Stirneindruckes ist fein punktiert, die übrige Oberseite glatt. Augen leicht gewölbt, an den Seiten leicht vorstehend, innen am Horn abschnei- dend. Wangen fast so breit wie die Augen, schwach gewölbt, nach vorne im flachen Bogen verengt und mit dem Vorderrand des Clypeus verrundet. Der Stirneindruck ist breit aber nicht sehr tief, setzt sich an den Seiten bis zum vorderen Horn in einer Furche fort, dadurch ist der Seitenrand des

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 95

Clypeus erhaben und die Mitte desselben leicht gewölbt. In der Mitte des Vorderrandes befindet sich ein dickes, fast senkrecht aufstehendes Horn, das im Umfange Smal so dick und um !/s kürzer ist als ein Stirnhorn, von hinten gesehen ist es fast parallel und oben abgestumpft, von der Seite gesehen an der Basis sehr breit und nach oben stark verjüngt. Die Stirnhörner sind lang, gerade, unten und oben gleich dick und etwas nach vorne gerichtet. Die Fühler sind kräftig, Glied 3 etwas länger als 4, das 7.-10. so lang wie breit, Endglied fast rund. Die Maxillarpalpen haben eine sehr schräg abgestutzte Tastfläche.

Halsschild doppelt so breit wie lang, nach den Seiten und nach vorne ziemlich stark gewölbt, stärker als bei den übrigen Arten, größte Breite hinter der Mitte, zur Basis kaum, nach vorne im flachen Bogen ver- engt. Seitenrandkante schmal abgesetzt. Basis doppelbuchtig, nur ein kurzes Stück in der Mitte ohne Randkante, Hinterwinkel rechteckig. Vorderrand ebenfalls doppelbuchtig, die Mitte etwas vorgezogen, ganz gerandet, Vor- derwinkel vorstehend und breit verrundet. Die Scheibe ist sehr fein punk- tiert und mit zahlreichen, unregelmäßig zerstreuten, groben und tiefen Punkten, auch an den Seiten, bedeckt.

Flügeldecken subparallel, Seitenrandkante schmal abgesetzt, die Punkte in den Reihen sind grob. Die Zwischenräume sind oben schwach, an den Seiten etwas stärker gewölbt und mikroskopisch fein punktiert.

Prosternum flach, nach vorne und hinten schwach geneigt, fein punktiert. Prosternalfortsatz vorstehend und am Ende abgestumpft. Ab- domen in der Mitte fein, an den Seiten stärker punktiert. Beine kurz, Schen- kel verdickt, Schienen gerade, Tarsen fein und kurz. Charakteristisch bei der Art ist der Aedoeagus, für die Gattung ziemlich groß, gewölbt, vorderer Teil ist am Gelenk am breitesten, nach vorne ganz gerade zugespitzt mit einer stumpfen Spitze ohne Börstchen, der hintere Sack ist etwas länger und nach hinten schwach verbreitert. 2 unbekannt.

Patria: 2 ö ö, Brasilien, S. Leopoldo. Holo- und Paratype im Museum Frey.

U. brasiliensis ist leicht kenntlich am dicken Horn in der Mitte des Vor- derrandes des Kopfes. Ein ähnliches Horn hat U. dejeani Champ., dieses Horn ist aber von der Seite gesehen nach oben nicht verjüngt, außerdem hat diese Art einen flacheren und viel schwächer punktierten Halsschild.

Ulosonia laevicollis n. sp. (Abb. 1f)

Groß, flach, lang gestreckt, parallelseitig, glänzend schwarz, manchmal etwas ins Bräunliche übergehend, Beine, Fühler und Unterseite etwas hel- ler. Länge: 91/2-10 mm, Breite: 31/2-33/4 mm.

Kopf des ö seidenglänzend, die ganze Oberseite, auch die Stirnver- tiefung mikroskopisch fein punktiert. Die Augen grob fazettiert, sie über-

96 Kulzer: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.)

ragen etwas den Seitenrand und schneiden am Innenrand direkt am Horn ab. Wangen fast so breit wie die Augen, gewölbt, hinten an den Seiten stark gebogen, nach vorne ganz schwach ausgeschweift verengt und mit dem Vor- derrand verrundet. Der Stirneindruck ist sehr tief und setzt sich nach vorne in einer flachen Furche fort, diese Furche umschließt kreisförmig den Vor- derkopf, so daß dieser etwas gewölbt ist, manchmal ist in der Mitte der Wölbung eine schwache Längsfurche zu erkennen, bei schwach entwickelten ö 6 ist das kurze stumpfe Horn in der Mitte des Vorderrandes dreieckig, flach und nicht aufstehend, bei stärkeren 5 Öö etwas gewölbt, länger und schwach aufgerichtet. Neben den Augen befindet sich ein kräftiges, ziemlich langes, am Ende stumpfes Horn, das stark nach vorne geneigt und etwas gekrümmt ist. Beim $ ist der Stirneindruck dicht und kräftig, der Vorderteil des Kopfes fein aber deutlich punktiert, neben den Augen befindet sich an Stelle der Hörner eine Beule und der Vorderrand des Kopfes ist gerade abgestutzt, die Wangen sind nach vorne fast gerade verengt. Die Fühler erreichen nicht ganz die Basis des Halsschildes, Glied 3 ist etwas länger als 4, vom 6. ab sind sie erweitert, 7-9 breiter als lang, Endglied queroval. Mentum an der Basis schmal, gerade, nach vorne stark erweitert, Vorder- rand etwas verrundet und gewölbt, die Mitte ist flach. Endglied der Maxil- larpalpen schwach beilförmig, am Ende stark schräg abgestutzt, Labial- palpen klein, schwach beilförmig.

Halsschild 1!/smal so breit wie in der Mitte lang, größte Breite in der Mitte, nach vorne im Bogen mäßig, nach hinten kaum verengt. Seiten- rand mit einer schmalen Furche und einer kräftigen Randkante. Basis in der Mitte etwas vorgezogen, nur an den Seiten mit einer Randleiste. Auf jeder Seite mit einem schwachen Eindruck, auch in der Mitte der Basis ist manch- mal ein schwacher Eindruck zu erkennen, besonders beim d. Hinterwinkel stumpf rechteckig. Vorderrand im Bogen ausgeschnitten, an den Seiten mit einer Randleiste, Vorderwinkel vorstehend und stumpf. Die Scheibe ist nach den Seiten und vorne gewölbt und mikroskopisch fein punktiert, stark glänzend. Schildchen klein, halbkreisförmig kaum punktiert.

Flügeldecken parallel, flach, Seitenrand schmal aber scharf ab- gesetzt, an den Schultern rechteckig, Basis am Schildchen etwas zurückge- zogen und so breit wie der Halsschild. Die Punktstreifen sind sehr fein, reichen bis ans Ende, die Punkte stehen dicht. Zwischenräume oben kaum an den Seiten etwas stärker gewölbt, äußerst fein aber deutlich punktiert. Die Epipleuren reichen bis ans Ende, sind auf der Innenseite dick gerandet und nicht punktiert.

Prosternum flach, nach vorne und hinten leicht geneigt, fein punktiert, Prosternalfortsatz ziemlich weit vorstehend, mit stumpfer Spitze

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 97

und an den Seiten ohne Kanten, in der Mitte mit einer ganz flachen Längs-

furche. Mesosternum vorne tief eingedrückt und gewölbt abfallend. Ab-

domen in der Mitte kaum, an den Seiten kräftig punktiert. Beine kurz,

Schenkel etwas verdickt, Schienen gerade, Tarsen dünn. Der Aedoeagus ist

verhältnismäßig groß, der vordere Teil ist am Gelenk am breitesten, nach

vorne gerade verengt, mit stumpfer, etwas nach abwärts gerichteten Spitze ohne Härchen, der hintere Sack ist nach hinten erweitert und bildet am

Gelenk einen Kreisbogen.

Patria: 7 6& und 5 ?9, Hansa Humbold, Sta. Catharina, Brasilien. Holo-, Allo- und Paratypen im Museum Frey; 1 6 und 2 Brasilien, Nova Teutonia 11. XI. 1955, leg. F. Plaumann. Paratypen in coll. Ardoin; 2 öö und 1 ® Brasilien ohne genaue Fundortsangabe, Paratypen, ex coll. Haag-Rutenberg in Zool. Staatssammlung München; 3 ?%, Bresil, Prov. Sta. Catarina, Hansa Humboldt. leg. Ant. Maller, 1934, Paratypen im Pariser Museum.

Ulosonia amazonica n. sp. (Abb. Ik)

Flach, langgestreckt, parallelseitig, glänzend, dunkelbraun bis fast schwarz, Beine und Fühler etwas heller. Länge: 7'/s-8 mm, Breite 31/a bis 31/2 mm.

Kopf des ö glänzend, fein aber deutlich punktiert, Stirnvertiefung kräftig, Scheitelkante gröber punktiert. Augen grob fazettiert, gewölbt, sie überragen den Seitenrand des Kopfes nicht und reichen am Innenrand bis zum Stirnhorn. Wangen so breit wie die Augen, nach vorne im schwachen Bogen stark verengt. Der Vorderrand des Clypeus bildet einen Kreisbogen, in der Mitte mit einem kurzen, kegelförmigen etwas aufgerichteten Horn. Stirnhörner mäßig lang, parallel, nach vorne gerichtet. Kopf beim $ mit einem halbkreisförmigen, nicht sehr tiefen Eindruck, der an den Seiten fast den Vorderrand erreicht. Vorderrand des Clypeus fast gerade, Ecken ver- rundet. Die Wangen sind nach vorne fast gerade verengt. Am Innenrand der Augen befinden sich an Stelle der Hörner flache Beulen. Vorderkopf fein und spärlich, Stirnvertiefung grob und dicht punktiert. Die Fühler erreichen nicht ganz die Basis des Halsschildes, Glied 3 ist etwas länger als 4, vom 6. ab sind die Glieder verbreitert, das 9. und 10. ist breiter als lang, Endglied fast rund, etwas länger als breit. Mentum trapezförmig, punktiert, in der Mitte gewölbt. Maxillarpalpen stark beilförmig, am Ende stark abgeschrägt, Labialpalpen klein, fast parallel.

Halsschild 1?/smal so breit wie lang, mäßig gewölbt, größte Breite in der Mitte, nach hinten kaum und gerade, nach vorne im Bogen mäßig verengt. Seitenrand mit einer schmalen Furche und einer kräftigen Rand-

Ent. Arb. Mus. Frey, Bd. 13, H.1 7

98 Kulzer: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.)

kante. Basis leicht doppelbuchtig, mit einer feinen, in der Mitte unterbroche-

nen Randkante, auf jeder Seite in der Mitte mit einem schwachen Längs-

eindruck. Hinterwinkel nicht vorstehend und rechteckig. Vorderrand im

Bogen ausgeschnitten, leicht doppelbuchtig, Randleiste fein, in der Mitte

undeutlich, Vorderwinkel vorstehend und stumpf. Die Scheibe ist sehr fein

und mäßig dicht punktiert, dazwischen sind einzelne grobe Punkte unregel- mäßig eingestreut. Schildchen halbkreisförmig.

Flügeldecken parallel, flach, Seitenrandkante flach abgesetzt, an den Schultern eckig vortretend, die Punktreihen sind mäßig fein, reichen bis ans Ende und stehen ziemlich nahe beieinander. Zwischenräume leicht ge- wölbt, kaum punktiert, fein chagriniert. Die Be sind Be und reichen bis ans Ende.

Prosternum nach den Seiten gewölbt, glänzend, sehr fein punk- tiert, zwischen den Hüften etwas eingeengt, hinter den Hüften mit einem parallelen, glatten, kaum geneigten und vorstehenden Fortsatz. Mesoster- num tief eingedrückt mit wulstigen Rändern, glatt, glänzend. Abdomen in der Mitte glatt, an den Seiten und das ganze Analsegment fein punktiert. Beine kurz, schwach, Schenkel wenig verdickt, Schienen gerade. Beim sind die Vorderschienen am Knie auf der Unterseite in einem kurzen, aber deutlichen Bogen ausgeschnitten und dann verbreitert. Sehr auffallend und abweichend von den übrigen Arten ist der Aedoeagus. Der vordere Teil ist in der hinteren Hälfte fast parallel, sehr wenig chitinoes, durchsichtig, dann nach vorne zugespitzt mit einer stumpfen Spitze, die mit langen Härchen besetzt ist. Der hintere Sack ist wenig verbreitert und ungefähr so lang wie der vordere Teil (Abb. Ik).

Patria: 3 dd und 2 ?%, Teffe (Ega) Amazones, M. de Mathan, 3. Trimestre 1878, Holo-, Allo- und Paratypen im Pariser Museum (davon 2 Para- typen, d? im Museum Frey); 2 66 und 2 ??, Amazones, Fontebao, Dr. Hahnel, Paratypen, im Museum Paris; 1 & und 1 $, Macicore, Amazones und 1 Öö, Teffe (Ega) Amazones in coll. Ardoin, Arcachon; 2 2? Amazones, ohne genauen Fundort, Paratypen im Ungarischen Nationalmuseum Budapest. Die Exemplare aus Fontebao und Macicore sind etwas dunkler gefärbt.

U. amazonica ist von den anderen Arten der Gattung durch die Aus- buchtung auf der Unterseite der Vorderschienen in der Nähe des Knies beim

ö leicht zu unterscheiden.

Apocrypha ovipennis n. sp. (Apocryphini)

Halsschild fast kugelig, Flügeldecken eiförmig. Dunkel pechbraun bis fast schwarz, Fühler, Palpen und Beine rotbraun. Halsschild und Flügel-

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 99

decken mit langen, weichen, senkrecht abstehenden, dunkelbraunen Här- chen nicht sehr dicht besetzt. Länge: 3-31/2 mm, Breite: 1-1!/ mm.

Kopf breiter als lang, leicht gewölbt, vorne flach, Oberseite grob und runzelig punktiert. Augen gewölbt, grob fazettiert, von oben gesehen kreis- rund, seitlich vorstehend, von den Wangen und Schläfen nicht eingeengt. Stirn 4mal so breit wie ein Auge von oben. Wangen schmäler als die Augen, nach vorne im Bogen stark verengt. Clypeus vorne sehr schmal, gerade ab- gestutzt, Clypealnaht sehr undeutlich, durch die grobe Punktur kaum zu erkennen. Die Fühler sind kräftig, sie überragen mit zwei Gliedern die Basis des Halsschildes. Die Glieder 3-7 sind in der Länge und Dicke nicht sehr verschieden, 8 und 9 am Ende sehr verbreitert, Endglied zwiebelförmig. Alle Glieder ziemlich dicht und fein behaart. Mentum etwas trapezförmig, in der Mitte mit einem feinen Längskiel und an den Seiten eingedrückt. Endglied der Maxillarpalpen stark beilförmig, das der Labialpalpen spindel- förmig.

Halsschild kugelförmig, so breit wie lang, ohne Seitenrandkante. Basis sehr stark eingeschnürt und tief liegend, ganz schmal abgesetzt. Vor- derrand fast doppelt so breit wie die Basis. Die Oberseite ist grob und dicht punktiert. Schildchen winzig klein, im Grunde kaum zu erkennen.

Flügeldecken eiförmig, ebenso stark gewölbt wie der Halsschild, Basis so schmal wie die des Halsschildes und tief liegend, die Seiten bilden von oben gesehen ein gleichmäßiges Oval, Seitenrandkante ist keine vor- handen. Die Reihenpunktur ist kräftig und regelmäßig, die Punkte sind etwas schwächer als die des Halsschildes und stehen nicht so dicht. Die Punktur ist auf dem umgeschlagenen Teil der Flügeldecken irregulär und viel gröber. Epipleuren überall gleichmäßig schmal, etwas gewölbt und am Ende erloschen.

Prosternum grob punktiert, gewölbt, Vorderrand mit einer Kante, zwischen den Hüften nach vorne und hinten etwas geneigt und schmal. Mesosternum geneigt und in der Mitte leicht gewölbt. Metasternum in der Mitte mit einer runden Grube. Die ganze Unterseite des Hinterkörpers grob und ziemlich dicht punktiert und mäßig dicht mit feinen Härchen besetzt. Beine dünn, gerade und spärlich behaart, Vorderschenkel ist etwas dicker, Schienen rund, Tarsen sehr fein und kurz. Sekundäre Geschlechtsunter- schiede sind nicht vorhanden.

Patria: 15 Stück, Las Cruces, Cord. Parral V. 1958, leg. L. Pena. Holo- und

Paratypen in coll. Pena, Paratypen im Mus. Frey.

A. ovipennis ist von den übrigen Arten der Gattung durch die lang abstehende Behaarung der Oberseite, durch den eiförmig stark gewölbten Hinterkörper und durch die Größe leicht zu unterscheiden. Von den bisher

100 Kulzer: Neue Tenebrioniden aus Südamerika (Col.)

bekannten Arten kommen 3 in Californien, anthicoides Esch., dyschiriodes Lec. und clivinoides Horn und eine in Chile, elegans Sol., vor. Alle diese Arten haben einen gesteckteren, nicht so stark gewölbten Hinterkörper und eine viel schwächere Behaarung der Oberseite, außerdem sind sie kleiner.

Zur Synonymie.

Peltolobus waterhousei Bates, Ent. Month. Mag. 10. 1873-74, p. 47. (= Alhuena penai Kulzer) Ent. Arb. Mus. Frey, 7, 1956, p. 912, Abb. 1.

Register

Gattungen

Alhuena Klzr. 79 Peltolobus Lac. 79, 100 Apocrypha Eschsch. 98 Platesthes Wat. 86 Cardigenius Sol. 82 Praocis Eschsch. 86 Epipedonota Sol. 83 Scotobius Germ. 84 Megalophrys Wat. 79 Ulosonia Lap. 90 Oligocara Sol. 87

Arten amazonica n. sp. (Ulosonia) 93,97 hirtipes n. ssp. (Platesthes) 86 ardoini n. sp. (Peltolobus) 80 laevicollis n. sp. (Ulosonia) 92, 95 ardoini n. sp. (Scotobius) 84 marginata Lec. (Ulosonia) 93 argentina n. sp. (Praocis) 86 ovipennis n. sp. (Apocrypha) 98 biimpressa Latr. (Ulosonia) 92 penai Klzr. (Peltolobus) 80 brasiliensis n. sp. (Ulosonia) 91,94 parvicornis Fairm. (Ulosonia) 93 bucki n. sp. (Cardigenius) 82 patagonicus Wat. (Peltolobus) 79 bucki n. sp. (Oligocara) 88 riverai n. sp. (Epiped.) 83 canaliculata Champ. (Ulosonia) 91 silphoides Wat. (Platesthes) 86 dejeani Champ. (Ulosonia) 91 tricornis Dalm. (Ulosonia) 90 depressa Champ. (Ulosonia) 91 vacca F. (Ulosonia) 93

desertorum Berg (Peltolobus) 80 waterhousei Bat. (Peltolobus) 80, 100

Ent. Arb. Mus. Frey 13, 1962 101

Neue und verkannte Aphodiinae aus allen Erdteilen

(Col. Scarab.) III. Teil (Mit 7 Abbildungen) von Rudolf Petrovitz, Wien

Aphodius (Megatelus) diadimitus n. sp.

In Gestalt, Größe und Färbung dem Aph. (M.) dimidiatus Roth gleich, aber der Halsschild ist gröber, dichter und ungleichmäßiger punktiert und die Basis des Halsschildes über die ganze Breite vollständig und deutlich gerandet.

Holotypus ö und Allotypus $: Exped. Mus. Frey, Nigeria-Kamerun, Ba- menda, 13. XII. 1955, leg. Bechyne; im Museum Frey Paratypen do.,

10., 13. und 19. XII. 1955.

Aphodius (Pleuraphodius) assimilis n. sp.

Von schmaler, nach rückwärts nur wenig verbreiterter Gestalt, gut ge- wölbt; rotbraun, Clypeus und Vorderecken des Halsschildes heller durch- scheinend; Oberseite, besonders die Flügeldecken, durch Chagrinierung matt; fein, z. T. nur staubartig behaart.

Clypeus vorn abgestutzt und deutlich ausgerandet, Ecken stumpf, Sei- ten gerade in die nur wenig überragenden Wangen verlaufend; die schwach gewinkelte Stirnnaht scharf eingegraben; Clypeus und Scheitel mit mittel- großen Punkten ziemlich dicht und gleichmäßig bedeckt, die Härchen hier nur bei starker Vergrößerung erkennbar. Halsschild mit geraden, fast pa- rallelen Seiten, mit von oben gesehen abgestutzten Hinterecken und fein, aber deutlich gerandeter Basis; die Punktur wie die des Kopfes, auch an den Seiten kaum dichter, der Grund fein chagriniert; die Behaarung auch hier fein und kurz. Schildchen schmal dreieckig, an der Basis schmaler als die beiden ersten Zwischenräume zusammen; fein und zerstreut punktiert. Flügeldecken mit scharfen Schultern und fein eingerissenen, am Grunde glänzenden Streifen, deren Kanten etwas aufgeworfen erscheinen; Streifen- punkte sehr klein und undeutlich, nirgends die Zwischenräume kerbend; diese sind stumpf gekielt, an der Spitze flacher, die dachartigen Seiten matt chagriniert und reihig fein, gegen die Spitzen etwas länger und deutlicher behaart, aber auch die Kanten der Kiele sind, wenn auch nicht so stark wie die Seiten, chagriniert, so daß die ganzen Flügeldecken deutlich matter als Kopf und Halsschild sind; von den eben beschriebenen Verhältnissen

102 Petrovitz: Neue u. verkannte Aphodiinae aller Erdteile (Col. Scarab.)

machen die beiden Nahtzwischenräume eine Ausnahme, sie sind glänzend und unchagriniert, jeder trägt eine unregelmäßige Reihe größerer, etwas in die Länge gezogener Punkte. Metasternalplatte längs eingedrückt (43?) und fein punktiert; Abdomen punktiert und behaart. Schenkel glatt; Vorder- schienen vor den normal gebildeten Außenzähnen fein gezähnelt, der be- wegliche Enddorn klein und gerade; Mittel- und Hinterschienen gegen die Spitze allmählich und schwach verbreitert, mit undeutlichen Querleisten und ungleichlangen Endborsten; der Metatarsus um ein Viertel länger als der obere Enddorn und etwa von der Länge der drei nächsten Tarsenglieder zusammen.